Liebe ART

Sprechen.  Verstehen.  Beziehung schaffen.
Dialog, der Partner schafft.
In jeder Beziehung.



Dialog-Beratung in Text und Gespräch. Themen: Persönlichkeit, Privatleben, Karriere.

Die richtige Zeit für tiefe Blicke

Tiefeblickeb1.jpgWarum schnattern Frauen im
bauchfreien Top klammheimlich
vor Kälte und tun so, als litten
sie unter klimakterischen Hitzewellen,
die 25 Jahre zu früh über sie
herschwappen?
Ingelore Ebberfeld weiß es.

 

 

 

Der Mensch “spreizt sich wie ein Pfau”

Und sie weiß noch mehr. Sie weiß auch, warum Frauen sich mit hochhackigen Schuhen die Füße ruinieren und selbst vor Schönheitsoperationen nicht zurückschrecken. Die 55-jährige Bremer Kulturwissenschaftlerin beschäftigt sich nämlich mit zwischenmenschlichen Themen wie dem Küssen und der Erotik des Körpergeruchs und sagt, dass jeder Mensch einen möglichst attraktiven Partner für die Fortpflanzung sucht und sich deshalb “spreizt wie ein Pfau”.

Der Wunsch nach eigener Verschönerung sei “Teil des Balzverhaltens und nötig, um einen Partner zu finden”. Die genetische Programmierung sei quer durch die Kulturen nachweisbar, sagt Ebberfeld im Gespräch mit den “Salzburger Nachrichten”.

Im Rahmen ihrer Forschung wertete Ebberfeld, bekannt für ihre provokanten Thesen, historische und ethnologische Literatur sowie bildliche Darstellungen aus. Laut ihrer Forschung gewinnen Männer Frauenherzen weniger durch Schönheit als viel mehr durch Kraft und soziale Position. “Am liebsten nehme ich natürlich Adonis und Versorger in einem” sagt Ebberfeld. Der Mann hingegen fliege zuerst aufs Äußere.

Was Frau sich gefallen lässt

Um zu gefallen, seien Frauen seit jeher viele Mittel recht. Die Wissenschaftlerin zählt einige auf: Weil sie ihre Brust formschön in Position bringen wollten, hätten bereits Griechinnen der Antike Brustbinden unter ihren wallenden Gewändern ge- und ertragen, und bis heute ließen Frauen sich vom BH in Form zwängen. Unter Chinesinnen sei es jahrhundertelang üblich gewesen, sich die Füße abzubinden, damit diese Kindermaß behielten, und in Afrika habe das Ziehen und Zurechtfeilen der Zähne Tradition. Ebberfeld erzählt von einer Zentralafrikanerin. Die habe 1866 einer Engländerin empfohlen, sich aus optischen Gründen die vier unteren Vorderzähne ziehen zu lassen und einen Kristall in der Unterlippe zu tragen.

Frauen wüssten instinktiv, wie anziehend sie auf Männer wirken, wenn sie ein wenig nackte Haut zeigen. Allerdings reizten sie nicht zu jeder Zeit gleich stark mit solchen Hinguckern. Das belegten Biologen, indem sie die Besucherinnen einer Wiener Diskothek fotografierten und Speichelproben von ihnen entnahmen. Dabei stellte sich heraus: Frauen lassen vor dem Eisprung tief blicken; je höher der Östrogenspiegel, desto mehr Haut zeigen sie.

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