Paare heimlich beobachtet
Wissen Sie, was passiert, wenn man ein
Paar, das sich zum ersten Mal begegnet,
in einem Zimmer zusammenbringt? Nicht
das, was Sie (wahrscheinlich) denken.
Mit versteckter Kamera beobachteten
Forscher etwas, was sie verblüffte und was
Männer wissen sollten.
Überraschende Beobachtung
„Welt Online“ berichtet von einem Experiment, das Karl Grammer, Verhaltensexperte am Ludwig-Boltzmann-Institut Wien, machte. Er führte 45 junge Paare, die sich völlig fremd waren, in einen Raum und schaute heimlich zu, was sie miteinander taten.
Wer nun glaubt, Männer nähmen in dieser Situation sogleich das Heft in die Hand, liegt daneben. „In Wirklichkeit steuern Frauen unser Verhalten“, sagt Grammer, der seit Jahren zahlreiche Flirtstudien entwickelt. Praktisch bedeutet das: Vor der versteckten Kamera fingen die Frauen sofort an zu flirten – und zwar auch dann, wenn sie die Männer anschließend in einem Fragebogen als unattraktiv einstuften.
Dann macht die Frau sich auf den Rückzug
Es gab allerdings Situationen, in denen die Frauen ihr Flirtprogramm abrupt abbrachen. Das passierte immer dann, wenn der Mann unentwegt sprach, um sich interessant zu machen. Darum lautet ein Fazit der Wiener Untersuchung: „Es kommt nicht drauf an, möglichst interessant, sondern möglichst interessiert zu sein.“
Dies ist nicht nur eine Grundregel des Flirtens (die man übrigens erlernen kann), sondern der Kommunikation schlechthin. Männer, die diese Regel über Bord werfen, schippern nicht in den Hafen begehrter Weiblichkeit, sie stranden.
Gegenüber „Welt Online“ sagt der Berliner Psychologe und Autor Bas Kast, statt Faszination für die Frau zu zeigen, seien manche Männer vor allem von ihrem eigenen Ich beeindruckt. Ihre Eigenliebe stoße nicht auf die erhoffte Gegenliebe. Wer spreche, könne durchaus anziehend wirken – aber vor allem dann, wenn er das Gespräch auf sein Gegenüber einstelle. „Nichts wirkt so erotisch auf einen anderen Menschen wie das Interesse und die Neugierde, die man einem Menschen entgegenbringt.“
Foto: knallgrün/Quelle: PHOTOCASE
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Fataler Weise zeigen oft die Männer Interesse mit ihrem Gegenüber zu kommunizieren, die nicht wirklich bereit sind, sich auf den anderen einzulassen. Der echte Wunsch jemand näher zu kommen, verhindert eher ganz lockere Gespräche …
Vielleicht sollten die Frauen lernen, sich gerade auf die Männer einzupegeln, die pausenlos und Blödsinn reden … denn denen ist der Kontakt wichtig. Einfach mal gelassen zurücklehnen und abwarten, wohin der Redeschwall driftet.
Eine einfache Methode, den Redeschwall nicht zu unterstützen, ist zu schweigen statt alles mit einem “Mmmm” zu bestätigen und weiterhin zuzuhören. Dann merkt der Redende von ganz allein, dass er aufhören soll und sein männliches Ego wird nicht beleidigt, indem man ihn unsanft darauf hinweist oder sich abwendet. Eine Chance, immer noch im Gespräch zu bleiben.
Bei manchen Leuten hilft das aber überhaupt nicht. Ich kenne einige, die Reden, wenn se nervös sind und nicht weiter wissen. Manche um eine drückende Stille zu überwinden. Wenn man die nicht unterbricht, dann reden die endlos irgendeinen Mist zusammen, an den sie sich selbst später kaum noch erinnern können. Ich fahr bei denen immer am besten, indem ich das Gespräch erst auf etwas anderes lenke und mich dann einmische. Stoppen sie dann immer noch nicht, sieht die ganze Sache natürlich anders aus.