Pfunde uninteressant
Wer es negativ ausdrücken will, kann
sagen: „Die Ehe macht Frauen in
Sachen Körpergewicht nachlässig.“
Es gibt aber auch eine positive Sichtweise.
Über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg haben Wissenschaftler aus den USA und England Frauen und Männer bezüglich ihrer Körperwahrnehmungen und Gewichtsschwankungen untersucht. Zu Beginn ihrer Forschungsarbeit waren die Teilnehmer Anfang zwanzig.
Korpulenz ohne Probleme
In einem Bericht des Magazins „Psychologie heute“ heißt es: „Mit Anfang zwanzig waren die Frauen am unzufriedensten mit ihrem Gewicht, und viele hielten sich für übergewichtig, obwohl sie in diesem Alter am schlanksten waren.“ Dann jedoch sei die Unzufriedenheit allmählich bis zum Alter von vierzig der Zufriedenheit gewichen.
Die Wissenschaftler ziehen aus ihrer Untersuchung das Fazit, Frauen mit Partnern und Familie könnten ihren Körper leichter akzeptieren, auch wenn sie mit den Jahren fülliger würden. „Das hing unter anderem damit zusammen, dass diese Frauen ihre Gewichtszunahme in Verbindung mit Schwangerschaften sahen und ihr deshalb einen positiven Aspekt abgewinnen konnten.“ Außerdem habe für sie die Partnersuche nicht mehr im Vordergrund gestanden. Dieser Umstand habe sie vom Druck zum Schlanksein befreit.
Druck der Ehelosen
Die meisten unverheirateten und kinderlosen Frauen hingegen hielten streng Diät, litten mehr an Essstörungen „und waren extrem unzufrieden, wenn sie zunahmen“.
Das Auffallende an der Studie: Mit Anfang vierzig waren mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen übergewichtig.
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