Barbara Rudniks Glück
Da bekommt jemand eine katastrophale
Nachricht – und empfindet Glück. Ist das
möglich? Diese Frage stellt sich aktuell,
indem Neuigkeiten um Barbara
Rudnik Schlagzeilen machen.
Glücklicher als vor der Diagnose
Gegenüber dem Magazin „Bunte“ sagt die Schauspielerin, sie sei trotz ihrer schweren Krebserkrankung glücklicher als vor der tödlichen Diagnose. Die 49-Jährige räumt ein, dies sei schwer zu glauben, „aber genau so empfinde ich das. Ich hadere nicht mehr so viel mit mir.“
Nach einer solchen Aussage rumoren Fragen im Kopf: Was macht Menschen eigentlich glücklich? Ist es der Beruf, der irgendwann zur satt honorierten Karriere wird? Ist es die Geborgenheit in funktionierender Beziehung? Ist es eine Sexualität, die ewig neue Lust gebiert? Sind es die Momente, in denen es klappt, sämtliche Sorgen trinkend weit weg zu schwemmen?
Kaum zu schaffen
Egal, ob Karriere, Geborgenheit, Sex oder Suff, all diese Glücklichmacher-Methoden zielen darauf ab, das eigene Umfeld so zu verändern, dass es uns wie angegossen passt. Doch wer das will, hat viel zu tun, und das Risiko, nie damit fertig zu werden, ist groß. Berufliche Karriere ist schließlich nicht von jedem machbar. Nicht jeder hat das Glück, sich in Partnerschaft täglich gleichermaßen geborgen wie sexuell erfüllt zu erleben. Mit den Sorgen hingegen verhält es sich anders. Sie sind vielfach auf dem eigenen Mist gewachsen. Sorgen sind gewissermaßen wie Autos: Sie finden dort einen Parkplatz, wo ihnen Platz gemacht wird.
Wissenschaftler haben jetzt die Binsenweisheit bestätigt, dass Geld letztlich nicht glücklich macht. Die Frankfurter allgemeine Sonntagszeitung berichtet von großen Umfragen amerikanischer Psychologen. Sie ergaben, dass die zufriedensten Personen nicht die mit dem höchsten Einkommen oder der besten Bildung sind. Die Wissenschaftler Shigehiro Oishi, Edward Diener und Richard Lucas fanden heraus, was die Zufriedensten ihrer Umfrage gemeinsam haben: Besonders viele von ihnen sind in Ehrenämtern engagiert. Daraus ist zu schließen, wer karitativ tätig ist, kreist weniger mit seinen Gedanken und Sehnsüchten um sich selbst.
Die Phase nach dem Schock
Das schaffen vor allem die, die in sich selbst ruhen. Menschen, die erfahren, an „Krebs“ erkrankt zu sein, reagieren schockiert. Erstmal. Aber dieser Schock ist nicht immer fatal. Oft wirkt er wie eine Notbremse. Er stoppt Menschen aus voller Fahrt heraus. Ob sie wollen oder nicht, sie kommen zur Besinnung, und ihnen bleibt kaum etwas anderes übrig, als sich mitten auf ihrem Lebensweg allseits umzuschauen. Was sie dann sehen, haben sie bisher kaum erkennen können. Ihr Zug fuhr zu schnell.
Mit Blick auf ein berechenbares Ende bekommen so manche bisherige Ziele wohl einen neuen Wert. Einige, die gerade noch als kostbar erschienen, werden lächerlich und belanglos. Hingegen bekommen so manche Menschen, die bisher auf der Strecke geblieben sind, einen erhobenen Stellenwert. Ebenso verhält es sich mit Erlebnissen und Erfahrungen. Was wir aus lauter Selbstverständlichkeit übersehen haben, gerät achtungsvoll in den Blick.
Eine Nachricht, die wach macht
Doch es muss nicht jedem eine Krebsdiagnose gestellt werden, damit er die Goldklumpen in seinem Leben erkennt. Manchmal reicht es schon, von einer Todkranken zu lesen: „Heute bin ich glücklicher als vor meiner tödlichen Diagnose.“
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…ich hatte, habe Krebs…und kämpfe dagegen und es scheint so, als könne ich gewinnen…Und dieser Kampf macht stark! Trotz vieler anderer Belastungen…Frau Rudnik soll nicht aufgeben!
Ich kann sogar irgendwie verstehen, daß Barbara Rudnik das sagt. Wer dieser Tage ihr “Outing” mitbekommen hat, wird sicherlich nicht an den zahlreichen Kommentaren und ihren eigenen Worten herumgekommen sein.
Ich kann selbst sagen, daß eine Krebsdiagnose per se schon einen Schock darstellen sollte; ob nun mit Aussicht auf Heilung oder eben nicht.
Ich selbst war an CML erkrankt und erhielt die Diagnose überraschend, ich war allein und bin alleine heimgegangen und erinnere mich als sei es gestern gewesen, dass es kein richtiger Schock gewesen war.
Es war für mich wie eine neue Chance.
Innerhalb kürzester Zeit orientierte ich mich beruflich als auch privat um. Anfangs wusste niemand von meiner Erkrankung am Ende nur Familie und mein Partner.
Für mich haben sich die Werte absolut verändert, was früher für mich nie erstrebenswert gewesen wäre, wollte ich haben; ich wollte innerlich zur Ruhe kommen, wollte dem Krebs aber auch den Krieg ansagen.
Nach 2 Jahren Kampf war ich dann geheilt, obwohl die Lebensprognose auf max. 3 Jahre hinlief.
Das gibt einem sehr zu denken, was macht man noch in den 3 Jahren, die man max. zu leben hat?
Was einem durch den Kopf geht in dieser Zeit kann ich gar nicht mehr genau sagen, man sortiert sich und sein Leben irgendwie neu, selbst wenn man es nicht mal genau weiss.
Am schlimmsten sind die Sorgen, die von den anderen um einen herum über einen hinwegschwappen, ich selbst habe mir nie wirklich Sorgen gemacht, ob und wie ich wieder gesund werde; im Gegenteil.
Ich habe jeden Tag meines Lebens genossen, so als sei es der Letzte.
Habe mich hingebungsvoll jeden Tag gefragt: will ICH leben?
Und JA ich wollte, …
man bedenkt Vieles und einem wird auch ggf. bewusst, daß man vielleicht falsch gelebt hat, oder sagen wir nicht falsch,sondern ungesund für sich selbst, zu schnell, zu turbulent, zu unruhig…..
und vielleicht bietet das manchmal einem DEN Antrieb aus der Krankheit rauszukommen, so es denn noch eine Chance gibt.
Barbara Rudnik hat ja schon lange von ihrer Krankheit gewusst, aber hausieren gehen muss man damit auch nicht, im Gegenteil, nur eine Person, die so in der Öffentlichkeit steht, kann das natürlich auch nicht lange verbergen.
Heute denke ich: ich hätte es genauso wieder gemacht, vielleicht hätte ich den Stress von meiner Familie weggehalten, …..aber das kann ich nicht genau sagen, denn den Rückhalt der eigenen Familie braucht man dann am Ende ja doch.
Ob ich glücklicher wurde, als vor der Diagnose:
DEFINITIV!
liebe gaby, dir alles gute weiterhin und gib nicht auf!