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Die Erklärung fürs Fremdgehen

Die Erklärung fürs FremdgehenEs liest sich geradezu wie eine
Entschuldigung für Seitensprünge,
was Wissenschaftler herausgefunden
haben. Allerdings hilft diese Erkenntnis
nur Frauen.

So steigt die Attraktivität

Frauen neigen nämlich eher dazu, ihren Partner zu betrügen, wenn in ihrem Blut ein hoher Wert des Sexualhormons Estradiol vorhanden ist. Das haben die Psychologen Kristina Durante und Norman Li der Universität von Texas in Austin ermittelt. Allerdings macht sich nicht tagtäglich dieselbe Menge dieses Hormons im weiblichen Blut zu schaffen. Spitzenwerte zeigen sich in der Zeit um den Eisprung herum und in der Mitte der zweiten Zyklushälfte.

Doch den Wissenschaftlern ist noch mehr klar geworden. In der Fachzeitschrift „Biology Letters“ schreiben sie, Frauen mit einem erhöhten Anteil des Sexualhormons Estradiol fänden sich selbst schöner und würden auch als schöner empfunden.

Sie wagen eine Affäre

Auf einer Skala von eins bis neun bewerteten die Teilnehmerinnen der Studie, wie attraktiv sie ihren eigenen Körper finden und wie sie auf Männer zu wirken glauben. Anschließend bewerteten unbeteiligte Studenten das Aussehen dieser Frauen auf Fotos. Im nächsten Schritt kategorisierten die Forscher die Frauen nach dem Anteil ihres Sexualhormons. Dabei stellte sich heraus, dass Frauen mit mehr Estradiol sich als attraktiver einschätzen und tatsächlich auch von Männern als anziehender wahrgenommen werden.

Ferner ergab die Studie, dass diese Frauen in ihrem Leben mehr lange Beziehungen hatten und stärker dazu neigten, mit einem anderen Mann zu flirten, ihn zu küssen und eine ernsthafte Affäre mit ihm zu wagen.

Sie haben etwas, das vielen fehlt

Die US-Studie zeigt aber auch etwas, das sie nicht formuliert. Und das ist wesentlich: Wenn sie sagt, dass Frauen, die sich als attraktiv einschätzen, von Männern als verführerisch empfunden werden, heißt das: Menschen, die sich akzeptieren wie sie sind, haben etwas, was vielen fehlt: nämlich Selbstbewusstsein. Dies wird jedoch nicht allein von Hormonen geschenkt, jeder kann es fördern.

Um das zu schaffen, ist es wichtig, klar zu sehen, was Selbstbewusstsein eigentlich ist. Es ist nichts anderes als ein Wissen über sich selbst. Doch dieses Wissen ist erst in zweiter Linie eine Sache des Verstandes. Vor allem ist es emotional.

Nicht ständig zusammenreißen

Wer sein geringes Selbstbewusstsein trainieren will, kann es, indem er sich etwas leistet, was er sich bislang verbietet. Er sollte seine Meinung sagen, wenn ihm etwas nicht passt, sich nicht ständig zusammenreißen, auf Menschen zugehen, sich zu Wort melden, wenn er den Impuls dazu spürt.

Niemand wird sein marodes Selbstwertgefühl von einem Tag auf den anderen in Selbstbewusstsein verwandeln, aber Schritt für Schritt ist es möglich. Sich zu äußern, bedeutet nichts anderes, als sein Umfeld offen zu fragen: „Wer bin ich?“

Eine sympathische Auskunft ist sicher

Klar, dass nicht jede Antwort wie eine Umarmung rüberkommt. Negative Reaktionen gibt es immer, wenn Menschen etwas sagen. Aber immer gibt es auch eine Vielzahl stimmiger Antworten, und die setzen einen Kreislauf in Gang, der dem Trainierenden auf sympathische Weise vor Augen führt, wer er ist.

Wer sein Selbstbewusstsein auf diese Weise aufpäppelt, ist auf die Überdosis eines Sexualhormons nicht mehr neidisch. Er registriert, wie er mit der Zeit durch Körperhaltung, Mimik, Humor, Sprache auf Menschen ausstrahlt. Und diese Ausstrahlung wirkt viel, viel anziehender als Selbstzweifel und ein Gesicht, dem jeder ansieht, das es sich nicht sehen lassen mag.

Foto: theesweetg/Quelle: PHOTOCASE

Comments

  1. März 13th, 2009 | 12:0

    Fremdgehen bei Frauen hormonell bedingt?…

    Wissenschaftler fanden ein Sexualhormon, welches die Wahrscheinlichkeit des Fremdgehens bei Frauen e…

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