Manchmal ist weniger Glück mehr
Wenn es um Liebe geht, kann das Glück
nicht groß genug sein. Aber es gibt
Bereiche, in denen es ein Glück ist,
weniger glücklich zu sein.
Vorteile des Glücklichen
Das hat eine Studie des amerikanischen Wissenschaftlers Ed Diener ergeben. 10 000 Menschen aus 48 Nationen nahmen daran teil.
Tatsache ist, dass glückliche Menschen besser von ihren Chefs beurteilt werden, dass sie mehr verdienen, früher heiraten, mit ihrer Ehe zufriedener sind als weniger glückliche Menschen und sogar länger leben. „Kein Wunder,“ so das Magazin Psychologie heute, „dass die Jagd nach dem Glück ein weltweiter Volkssport ist.“
Wenn Unzufriedenheit ein Glück ist
Aber die Formel „Je mehr Glück desto besser“ gilt nicht für sämtliche Lebensbereiche. Für manche Wünsche sei es am günstigsten, zwar glücklich, „aber eben nicht ultraglücklich zu sein“, berichtet die Zeitschrift. Wenn es beispielsweise um ein hohes Einkommen oder einen hohen Bildungsgrad gehe, sei es optimal, nicht so rundum glücklich zu sein.
Die Forscher erklärten das so: „Zu große Zufriedenheit lässt Menschen eher in bestehenden Lebensumständen verharren, während ein gewisser Grad an Unzufriedenheit als Ansporn wirkt, um beispielsweise ein Studium zu beginnen oder sich nach einer besser bezahlten Arbeit umzusehen.“
Wie viel Glück verträgt Liebe?
Zu anderen Ergebnissen kamen die Wissenschaftler im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen. Wer Liebe anstrebt und will, dass diese Liebe möglichst lange lebendig bleibt, könne gar nicht glücklich genug sein, um sein Ziel zu erreichen. Die Forscher gehen davon aus, dass bereits kleine Unzufriedenheiten in romantischen Beziehungen schnell Schaden anrichten können – vor allem, wenn Ehrgeiz im Spiel ist. Und weil weniger Glückliche mehr dazu tendieren, Fehler und Schwächen beim Partner zu registrieren, halten sie eher Ausschau nach einem neuen Lebensgefährten und sind schneller bereit, sich zu trennen. Wer hingegen sein Leben rundum im goldenen Licht sieht, neigt auch dazu, seine Partnerschaft in leuchtenden Farben zu sehen und in ihr zu bleiben.
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Lieber Andreas,
ich empfinde Glück nicht als “vorgegebenen” Zustand. Vielmehr haben nach meiner Ansicht alle Menschen die Möglichkeit, sich jetzt (genau in diesem Moment) dafür zu entscheiden, glücklich zu sein.
Ob es gelingt oder auch nicht, hängt nach meiner Auffassung sehr viel vom eigenen Bewusstsein ab:
Diese selbstgewählte Spielart des Glücks möchte ich als “stilles Glück” oder vielleicht besser, als Zufriedenheit bezeichnen und es unterscheidet sich von dem plötzlichen überschäumenden und prickelndem Gefühl (das auch ebenso schnell schal werden kann) für das allgemein der Ausdruck Glück gewählt wird.
Vorteil des “stillen Glücks”:
Wer sich täglich dafür entscheidet glücklich zu sein, braucht nicht abzuwarten ob die Bedingungen, an die er sein Glück knüpft erfüllt werden und läuft nicht Gefahr es urplötzlich wieder zu verlieren.
Ich wünsche Dir viel Glück in genau der Form, die Du bevorzugst.
Liebe Grüße aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba
Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Glück ist machbar, aber wie alles was “machbar” ist, muss man auch etwas dafür tun. Und den Einsatz bestimmt jeder selbst. Zu große Zufriedenheit in der Liebe birgt für mich auch die Gefahr des Verharrens, des Stillstandes, ein Zustand, der allzu perfekt ist, verlangt nicht mehr nach Einsatz. Doch vom Einsatz ist bekanntlich der Erfolg abhängig.
Das Glück von bestimmten Rahmenbedingungen abhängig zu machen birgt meiner Meinung nach immer die Gefahr es zu verlieren, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Und das gilt auch für den Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen.
Das Glück liegt in jedem von uns, man muss es nur aktivieren. Vielleicht ist es gerade das größste Glück, das zu können.