Auswege für Paare
So manche quälende Reiberei in
Partnerschaften lässt sich vermeiden.
Voraussetzung ist, dass wir
durchschauen, warum wir uns in
bestimmten Situationen immer wieder
so verhalten, dass die Fetzen fliegen. Jürg
Willi hat zu diesem Thema bereits 1978
ein Buch verfasst, das als Klassiker gilt.
Kollisionen
Der Autor ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und in Deutschland einer der großen Experten für Paartherapie. In seinem Buch “Die Zweierbeziehung” geht es zwar um partnerschaftlichen Kollisionen, aber der Fachbegriff für Willis Thema lautet Kollusion und bedeutet “unbewusstes Zusammenspiel”.
Gerade dieses Kollusionsprinzip macht Konflikte so quälend und so schwer lösbar. Das bedeutet: Das gegensätzliche Verhalten zweier Menschen steht auf der Basis desselben Grundkonflikts. Praktisch ausgedrückt: Wenn jemand dazu neigt, sich auf einen Partner zu fixieren, wird er sich tendenziel in einen Menschen verlieben, dem es schwerfällt, Nähe zuzulassen – und umgekehrt. Grund dafür ist die unterschwellige Hoffnung, dass sich die bestehenden Ängste gegenseitig kurieren.
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