Hassgeliebte Schwiegermutter
Sie gelten als gefährlich, bösartig,
unbequem und zerstören angeblich
jede vierte Ehe. Schwiegermüttern wird
nachgesagt, sie mischten sich immer
und überall ein und machten den Partner
schlecht. Aber solch kriegerische Stimmung
muss nicht sein, meint Felicitas Heyne.
Von der Meckerziege bis zur Intrigenziege
Die Diplompsychologin aus Herxheim hat über dieses Thema ein Buch geschrieben und die Spezies in fünf Kategorien eingeteilt: von der Meckerziege über das Klammeräffchen bis hin zur Intrigenziege. In „Hassgeliebte Schwiegermütter“ zeigt die Paartherapeutin nicht nur die Probleme auf. Sie weist auch Wege, auf denen das Verhältnis zu verbessern ist oder erst gar nicht so desaströs ausarten muss. Denn sie ist der Meinung, in den seltensten Fällen sei die „böse Schwiegermutter“ tatsächlich aus Boshaftigkeit wie sie ist.
„Schon beim ersten Kennenlernen sollte die junge Frau akzeptieren, dass die potenzielle Schwiegermutter einer anderen Generation angehört, oftmals mit anderen Werten und Vorstellungen“, rät Heyne in einem Gespräch mit „welt online“. Tolerante Zurückhaltung und auch mal für einen ungefragten Rat „Danke“ sagen, sei gerade am Anfang ratsam.
Notfalls wird sie weichgekocht
Gleichzeitig gelte es, die eigenen Erwartungen herunterzuschrauben: „Man hat sich zwar den Mann ausgesucht, aber nicht die komplette Familie.“ Manch eine müsse sich von der Vorstellung verabschieden, dass nun eine neue große Familie entsteht, die Schwiegermutter zur besten Freundin avanciert oder zur Ersatzmutter.
Bei nervigen, ständig besser wissenden Schwiegermüttern helfe es gelegentlich, sie mit Freundlichkeit und emotionaler Großzügigkeit zu erschlagen. Felicitas Heyne berichtet von einer Frau, die ihrer Schwiegermutter zum Geburtstag ihres Mannes einen Blumenstrauß geschickt hat mit dem Gruß „Danke für den tollen Mann“. Zuvor hatte die Mutter keine Gelegenheit ausgelassen, ihrer Schwiegertochter zu sagen, was sie da für einen großartigen Menschen abbekommen habe. „Diese Geste hat die Schwiegermutter schier weichgekocht“, sagt Heyne.
Die Autorin gibt mit ihrem Buch aber nicht nur zahlreiche Tipps, mit denen es sich friedlich leben lässt. Sie unterhält ihre Leserschaft auch mit zahlreichen persönlichen Anekdoten.
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