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Wenn Frauen morden

Frauen töten aus anderen Gründen als MännerDie ARD präsentiert aktuell in einem
Dreiteiler die Geschichten von Frauen,
die ein Tabu gebrochen haben. Die
Gesellschaft erwartet von Frauen, dass
sie Leben schenken, doch die
Protagonistinnen der Dokumentation
„Wenn Frauen morden“ haben getötet.

Niemand hätte ihnen eine solche Tat zugetraut

Nach wie vor außergewöhnlich sind solche Fälle, weil nur zwölf bis 14 Prozent aller Tötungsdelikte von Frauen begangen werden. In aller Regel handelt es sich bei ihren Verbrechen um Beziehungsdelikte, und niemand aus dem Umfeld dieser Täterinnen hätte ihnen ein solches Verbrechen zugetraut.

Kernthema der Dokumentation: Frauen Töten anders als Männer. Geht es um Beziehungstaten, töten Männer meist, wenn ihnen der Verlust der Frau oder der Familie droht – nach dem Motto: „Wenn sie nicht bei mir bleibt, soll sie auch kein anderer haben.“ Frauen hingegen töten eher, um den Partner loszuwerden, aus dem Gefühl heraus, sich oder andere schützen zu müssen beziehungsweise zu wollen: „Er ist im Weg; er muss weg.“

Alfred Biolek sprach mit ihr

Anders gelagert ist der Fall der Karin Krogmann. 29 Jahre führte sie als Frau mit bestem Ruf ein scheinbar glückliches Leben an der Seite ihres Mannes, des Offiziers und Jetpiloten Konstantin. Obwohl ihr großer Freundeskreis sie um die so harmonisch wirkende Beziehung zu ihrem Mann beneidete, kam es 1994 zu einer Bluttat.

Ein Fall, der nicht Thema des TV-Dreiteilers ist, der aber bundesweit so viel Aufsehen erregte, dass Alfred Biolek eine seiner „Boulevard Bio“-Sendungen im Gefängnis aufnahm, um mit Karin Krogmann sprechen zu können.

Diese Ehe schien perfekt zu sein

Bevor Biolek mit ihr sprach, führte Andreas Kläne mit ihr zahlreiche Interviews und recherchierte im Umfeld des Paares. In seinem Tatsachenroman „Totgeliebt“ schildert der Autor das Leben dieser Frau. Das Buch berührt durch die eindringliche Schilderung von Beziehungsalltäglichkeiten und einer Katastrophe, die sich allmählich ihren Weg durch die Fassade einer nahezu perfekt erscheinenden Ehe sucht.

Was der Täterin Mut machte, die Fragen des Autors ohne Tabus zu beantworten, ist sein Anliegen: Er will der Öffentlichkeit zeigen, wie es möglich ist, dass eine geachtete und so genannte brave Bürgerin, ein schweres Verbrechen begeht, das ihr niemand zugetraut hat. Über sich selbst sagt Karin Krogmann, sie habe „das Schlimmste getan, was ein Mensch einem Menschen antun kann“ und sich so „zur Unperson gemacht“.

Lesen Sie auch, was fem.com, eines der größten deutschsprachigen Frauenportale, über “Totgeliebt” schreibt.

Teil 1 der ARD-Serie lief am 12. Januar. Teil 2 und 3 werden am 19. und 26. Januar jeweils um 21 Uhr gesendet.

Foto: censored/Quelle: PHOTOCASE

Comments

  1. L.Woczelka
    Januar 14th, 2009 | 01:0

    Hallo, bitte schauen sie ruhig mal nach links und rechts, wenn sie sich über die täterinnen informieren. http://taeterinnen.de ist so eine adresse…

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