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	<title>Liebe ART &#187; Angst</title>
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	<description>Sprechen. Verstehen. Beziehung schaffen. Dialog, der Partner schafft. In jeder Beziehung.</description>
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		<title>Das wäre ein Risiko</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 11:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>

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		<description><![CDATA[EMMI: Danke für Ihre SMS, lieber Leo. LEO: Bitte! &#8211; LEO: Die hab ich Ihnen übrigens gern geschrieben, liebe Emmi. Ich finde, das musste einfach mal raus. EMMI: Was musste raus? LEO: Das alles. EMMI: Und was besonders? LEO: Das mit dem Treffen. Meinen Sie nicht auch, dass es Zeit wird? EMMI: Ist vielleicht etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2011/03/logo_ohne_zusatz1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1159" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2011/03/logo_ohne_zusatz1-300x118.jpg" alt="" width="300" height="118" /></a></p>
<p>EMMI: Danke für Ihre SMS, lieber Leo.<br />
LEO: Bitte!<br />
&#8211;<br />
LEO: Die hab ich Ihnen übrigens gern geschrieben, liebe Emmi. Ich finde, das musste einfach mal raus.<br />
EMMI: Was musste raus?</p>
<p><span id="more-1154"></span>LEO: Das alles.<br />
EMMI: Und was besonders?<br />
LEO: Das mit dem Treffen. Meinen Sie nicht auch, dass es Zeit wird?<br />
EMMI: Ist vielleicht etwas überstürzt?<br />
LEO: Wie bitte? Nach mindestens neunhundertvierundachtzig SMS habe ich das Gefühl, Sie schon im vorgeburtlichen Zustand gekannt zu haben.<br />
EMMI: Trotzdem. Ich weiß ja noch gar nicht, wie Sie sich anfühlen. Wie Sie riechen. Riechen Sie nach Mann, lieber Leo?<br />
LEO: Ich glaube schon. Ich meine, ich hoffe es. Wie soll denn ein Mann in Ihrer Nase ankommen?<br />
EMMI:Leo, ich Sie übrigens auch.<br />
LEO: Liebe <a href="http://www.leo-trifft-emmi.de">Emmi</a>, Sie mich was?<br />
EMMI: Ich meinte die vorgeburtliche Phase. Kommt mir auch so vor. Dieses Gefühl berührt mich.<br />
LEO: Ach so. Schön. Emmi, wie soll ein Mann riechen? Ich meine, was will IHRE Nase?<br />
EMMI: Dasselbe wie ich.<br />
LEO: Und was will Emmi?<br />
EMMI: Wenn ich einen Mann umarme, will ich ihn riechen können.<br />
LEO: Soweit sind wir leider noch nicht. Ich finde, wir sind noch weit davon entfernt, einander zu berühren.<br />
EMMI: Könnte aber doch passieren. Oder glauben Sie nicht daran?<br />
LEO: Gestern glaubte ich es noch. Aber vorhin fanden Sie schon ein berührungsfreies Treffen überstürzt. Sagten Sie jedenfalls. Ich glaube, solange Sie Ihre Handyrechnung bezahlen können, scheint Ihnen eine ausgemalte Wirklichkeit lieber zu sein als eine anfassbare.<br />
EMMI: Sie wollen mich anfassen? Lieber <a href="http://www.leo-trifft-emmi.de">Leo</a>, jetzt sind Sie schon wieder zu eilig. Wir waren bei der Nase, noch nicht bei den Fingern.<br />
LEO: Okay, liebe Emmi, stellen Sie sich mal vor, das, was Ihnen bei mir in die Nase steigt, würde riechen wie das, was Sie sich lesend erträumen. Was wäre dann?<br />
EMMI: Das wäre ein Risiko.<br />
LEO: Warum?<br />
EMMI: Es könnte sein, dass ich dann mehr wollen würde.<br />
LEO: Ich gehe gleich duschen.<br />
EMMI: Sagen Sie mir vorher noch, würden Sie das Risiko eingehen?<br />
LEO: Dieses Risiko ist nicht größer als das des Lebens.<br />
EMMI: Wann fangen wir damit an?</p>
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		<title>Keine Angst vor Tränen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 09:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungspsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonja Kinigadner]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[traurig]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
		<category><![CDATA[Trost]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Meier]]></category>
		<category><![CDATA[weinen]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Menschen zu trösten, fällt manchmal so schwer, dass selbst Freunde fern bleiben, statt Nähe zu geben. Sie wissen nicht, was sie dem, der traurig ist, sagen sollen, fürchten, seine Tränen könnten ihnen bereits den Versuch eines tröstenden Wortes hinwegschwemmen. Dabei sollten sie froh sein, wenn Tränen fließen. Nicht allein gelassen Denn Weinen führt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2009/01/weinen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1077" style="float: left;" title="Keine Angst vor Tränen" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2009/01/weinen.jpg" alt="Keine Angst vor Tränen" width="146" height="146" /></a>Einen Menschen zu trösten, fällt manchmal<br />
so schwer, dass selbst Freunde fern bleiben,<br />
statt Nähe zu geben. Sie wissen nicht, was<br />
sie dem, der traurig ist, sagen sollen, fürchten,<br />
seine Tränen könnten ihnen bereits den Versuch<br />
eines tröstenden Wortes hinwegschwemmen.<br />
Dabei sollten sie froh sein, wenn Tränen fließen.</p>
<p><span id="more-1076"></span><strong>Nicht allein gelassen</strong></p>
<p>Denn Weinen führt in den meisten Fällen zu einer Besserung des Gemütszustandes. Das haben Wissenschaftler der niederländischen Universität Tilburg herausgefunden. Ihre Analyse von 3000 Weinsituationen, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift &#8220;Current Directions in Psychological Science&#8221; veröffentlicht wurden, zeigt positive langfristige Folgen des Weinens. Äußere Umstände wie die Unterstützung einer anwesenden Person sind demnach wichtige Kriterien.</p>
<p>Als positiv empfanden die befragten Personen, wenn sie beim Weinen nicht alleine waren, sondern von jemandem Unterstützung erfuhren. Problematisch war das Weinen hingegen bei Menschen, die an Angst- und Verwirrungszuständen leiden, sowie bei &#8220;gefühlsblinden&#8221; Menschen. Darunter werden Menschen verstanden, die eigene Gefühle kaum wahrnehmen und beschreiben können. Die niederländischen Studienautoren vermuten, dass bei diesen Menschen der Mangel an Selbsterkenntnis die kognitive Umwandlung einer traurigen in eine positive Erfahrung verhindert.</p>
<p><strong>Die beste Unterstützung</strong></p>
<p>Die Wiener Psychotherapeutin Sonja Kinigadner beschreibt in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ zwei grundsätzlich verschiedene Formen des Weinens. &#8220;Wohltuendes Weinen schafft Lösung, ermöglicht Abschied sowie Loslassen und ist Teil der Trauer. Ganz anders ist hingegen das ohnmächtige in sich hinein Schluchzen, das Gefühle wie Wut, Verzweiflung und Zorn ersetzen soll. Dieses kraftlose, depressive Weinen gibt kaum Aussicht auf Veränderung.&#8221; Die beste Unterstützung eines Anwesenden sei in diesem Fall, feinfühlig dem Weinen Platz zu geben. &#8220;Wer trösten möchte, soll nicht das Gefühl geben, dass gleich etwas verändert werden muss. Einfach dabei zu sein, zu verstehen und Zustimmung zu zeigen, hinterlässt das Gefühl, dass das Weinen ankommt.&#8221;</p>
<p>Walter Meier ist quasi Profi in Sachen Trost. Als Pfarrer hat er mitgeholfen, das erste Care-Team der Schweiz aufzubauen. Außerdem war er beim Luxor-Attentat, beim Halifax-Absturz, beim Crossair-Crash und beim Swissair-Grounding im Einsatz In einem Interview mit dem Magazin „annabelle“ sagte er: „Ich überlege immer gut, was ich sage. Und hüte mich davor, Floskeln wie ,Es wird schon wieder einmal ein Türchen aufgehen’ zu benutzen. Denn wie soll ich wissen, ob das auch stimmt?“</p>
<p><strong>Nicht zu früh Hoffnung machen</strong></p>
<p>Das bedeute jedoch nicht, dass man keine Hoffnung machen dürfe. Dies solle aber erst dann geschehen, wenn der Mensch dafür bereit sei. „Sonst würde man seine Gefühle nicht ernst nehmen. Einem Mann, der bei einem Flugzeugabsturz seine ganze Familie verloren hatte und auch nach Jahren noch keine Hoffnung sah, sagte ich einmal: ,Ich akzeptiere, dass es in Ihnen so aussieht – andererseits glaube ich stellvertretend für Sie, dass Sie eine Zukunft haben.’“</p>
<p>Auch solle der Tröstende nicht gleich von eigenen ähnlichen Erfahrungen sprechen, meint Walter Meier: „Das Erlebnis einer Freundin bringt mir erst dann etwas, wenn ich mich dafür interessiere, wie sie aus dieser Situation rausgekommen ist.“</p>
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		<title>Krank durch Internet-Liebe</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 17:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass ungeschützter Sex krank machen kann, wollen zwar schon viele nicht wissen. Aber was Wissenschaftler nun herausgefunden haben, kommt gewiss mindestens ebenso wenig an. Alarmierend hohe Depressionsraten Die australische Swinburne University of Technology hat Studien mit Menschen gemacht, die mehr als zwölf Stunden pro Woche auf Pornoseiten, Plattformen für Sex-Kontakte, in Erotik-Chats oder mit Webcam-Angeboten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/11/internet.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1033" style="float: left;" title="Krank durch Internet-Liebe" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/11/internet.jpg" alt="Krank durch Internet-Liebe" width="203" height="140" /></a>Dass ungeschützter Sex krank machen<br />
kann, wollen zwar schon viele nicht wissen.<br />
Aber was Wissenschaftler nun herausgefunden<br />
haben, kommt gewiss mindestens ebenso wenig an.</p>
<p><span id="more-1032"></span><strong>Alarmierend hohe Depressionsraten</strong></p>
<p>Die australische Swinburne University of Technology hat Studien mit Menschen gemacht, die mehr als zwölf Stunden pro Woche auf Pornoseiten, Plattformen für Sex-Kontakte, in Erotik-Chats oder mit Webcam-Angeboten verbringen. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen ihre psychische Gesundheit riskieren, wenn sie Sexseiten im Internet intensiv nutzen. Die Studie zeige, so ein Fazit der Uni, dass Besucher von Erotik-Seiten im Internet „alarmierend hohe Raten“ an Depressionen, Angstgefühlen und Stress aufweisen.</p>
<p>Nun liegt es mir fern, als Laie dieses wissenschaftliche Ergebnis in Frage zu stellen. Was mir jedoch nahe, ja, geradezu auf der Zunge liegt, ist die Frage, ob aus dieser Forschungsarbeit die Quintessenz gezogen werden sollte, die in Medien gezogen wird. Dort lautet das Fazit der australischen Studie nämlich: „Das Internet macht krank“.</p>
<p><strong>Einsamkeit in der Zweisamkeit</strong></p>
<p>Bereits im Jahr 2001 hat die Berliner Humboldt-Universität Internet-User unter die wissenschaftliche Lupe genommen. Ebenso wie die australischen Forscher kamen die deutschen Kollegen zu dem Ergebnis, dass Internet süchtig und somit krank machen kann. Die Berliner Zahlen zeigen aber noch mehr. Die deutschen Wissenschaftler haben all jene Personen, die sie als süchtig bezeichnen, gefragt, ob sie sich alleine fühlen. 73 Prozent antworteten mit einem Ja.</p>
<p>Das heißt jedoch nicht, dass nur Singles auf Suche nach Kontakt über Erotik- und Porno-Seiten surfen. Laut deutscher Studie haben 53 Prozent der gefährdeten Internet-User einen festen Partner, 39 Prozent leben mit dem Partner zusammen, 26 Prozent haben Kinder und 6 Prozent sind allein erziehend. – Zahlen, die ein Bild von Einsamkeit in der Zweisamkeit zeichnen.</p>
<p><strong>Weh tut es nicht erst im Online-Zustand</strong></p>
<p>Seit langem ist wissenschaftlich erwiesen, wie sehr Einsamkeit an der Gesundheit nagt. Sie schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Krebs zu erkranken. Und wer davon verschont bleibt, dem tut Einsamkeit zumindest seelisch weh. Das heißt, Depressionen und Angst befallen den einsamen Beziehungssucher nicht erst im Online-Zustand. Sie machen ihm bereits offline zu schaffen.</p>
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		<title>Gefesselt von Gewalt</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 08:52:43 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungspsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[In Partnerschaft leben]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie werden kontrolliert, erpresst, geschlagen, und dennoch trennen diese Frauen sich nicht von ihrem Partner und Schänder. Warum nicht? Gründe wie Bandagen Gründe, in Angst zu verharren, gibt eine Menge. Wenn Frauen lange aus ihrem Beruf heraus sind, befürchten viele, keinen neuen Job zu finden und rechnen mit Diskriminierung, falls sie Arbeitslosengeld beziehen müssen. Beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/gefesselt-von-gewalt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-917" style="float: left;" title="gefesselt-von-gewalt" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/gefesselt-von-gewalt.jpg" alt="Was hält Frauen bei ihrem gewalttätigen Partner?" width="230" height="136" /></a>Sie werden kontrolliert, erpresst,<br />
geschlagen, und dennoch trennen<br />
diese Frauen sich nicht von ihrem<br />
Partner und Schänder.<br />
Warum nicht?</p>
<p><span id="more-916"></span><strong>Gründe wie Bandagen</strong></p>
<p>Gründe, in Angst zu verharren, gibt eine Menge. Wenn Frauen lange aus ihrem Beruf heraus sind, befürchten viele, keinen neuen Job zu finden und rechnen mit Diskriminierung, falls sie Arbeitslosengeld beziehen müssen. Beim Nachdenken über Trennung geht ihnen durch den Kopf, das eigene Haus und somit eventuell Heimat verlassen zu müssen. Andere fragen sich, ob ihr Plan gegenüber ihren Kindern egoistisch ist. Sie wollen ihnen den Vater nicht nehmen, denn sie wissen: „Die Kinder hängen an ihm.“ Häufig ist es auch der Druck, den Familie und Kultur ausüben. Durch ihn fühlen Frauen sich gezwungen, auszuhalten. Und nicht zuletzt löst die Vorstellung Panik aus, für den Schriftverkehr mit Gerichten und Ämtern keine Kraft mehr zu haben.</p>
<p>Neben diesen ganz praktischen Gründen, den Schritt in die Angstfreiheit nicht zu wagen, gibt es noch einen weiteren. Frauen, die von massiver Gewalt, Kontrolle und Angst geprägt sind, „weisen oftmals deutliche Merkmale von Traumatisierung auf.“ Von solchen Fällen berichtet das Magazin „Psychologie heute“. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von „ambivalenter Bindung“. Das Blatt schreibt, Polizei, Ärzte und andere Helfer rieten solchen Frauen zwar zur Trennung, verzweifelten aber oft auch an ihnen und zögen den Schluss: „Die gehen ja doch alle zurück.“</p>
<p><strong>Schuldgefühl gegenüber dem Täter</strong></p>
<p>Eva Beyer ist Konflikt- und Krisenberaterin und arbeitet seit über 20 Jahren für den Verein „Frauen helfen Frauen“ in Oberursel. Über Frauen, die ambivalent an ihren Partner gebunden sind, schreibt sie in „Psychologie heute“, sie hätten massive Angst vor ihm. „Aufgrund der lang anhaltenden Traumatisierung und des zerstörten Selbstbewusstseins fühlen sie sich aber nicht in der Lage, ihr Leben allein oder zusammen mit ihren Kindern zu bewältigen.“ Und noch etwas verhindere ihren Schritt in die Freiheit: Häufig komme das Schuldgefühl hinzu, die Gewalt zumindest mit verursacht zu haben, Angst vor dem <a href="http://www.hilfe-bei-liebeskummer.de/trennungsschmerz">Trennungsschmerz</a>  oder die Sorge um den Partner, wenn er im Fall einer Trennung mit Suizid drohe.</p>
<p>Eva Beyer erwähnt Frauen, die glauben, ihr Partner könne ohne sie nicht leben. Sie sagten: „Der kann sich ja nicht einmal ein Spiegelei selbst braten.“</p>
<p><strong>Ein paradoxes Gesetz</strong></p>
<p>Laut Beyers Auffassung bedarf es noch vieler gesellschaftlicher und rechtlicher Maßnahmen, um es Frauen zu erleichtern, den schweren Trennungsschritt zu gehen. Laut Gesetz, so berichtet das Magazin „Psychologie heute“, sei jeder Elternteil zum Umgang mit seinem Kind berechtigt, wenn dies nicht dem Wohl des Kindes widerspricht. Gewalt gegen die Mutter werde von Gerichten und Jugendämtern nicht immer als Gewalt gegen das Kind anerkannt. Diese Institutionen stünden auf dem Standpunkt: Ein Mann, der seine Frau misshandelt hat, kann trotzdem ein guter Vater sein. So seien Mütter gezwungen, bei der Übergabe des Kindes im Rahmen des Umgangsrechts ihrem Schänder immer wieder zu begegnen.</p>
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		<title>Barbara Rudniks Glück</title>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 14:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>

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		<description><![CDATA[Da bekommt jemand eine katastrophale Nachricht – und empfindet Glück. Ist das möglich? Diese Frage stellt sich aktuell, indem Neuigkeiten um Barbara Rudnik Schlagzeilen machen. Glücklicher als vor der Diagnose Gegenüber dem Magazin „Bunte“ sagt die Schauspielerin, sie sei trotz ihrer schweren Krebserkrankung glücklicher als vor der tödlichen Diagnose. Die 49-Jährige räumt ein, dies sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/barbara-rudnik.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-915" style="float: left;" title="barbara-rudnik" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/barbara-rudnik.jpg" alt="Barbara Rudnik" width="180" height="180" /></a>Da bekommt jemand eine katastrophale<br />
Nachricht – und empfindet Glück. Ist das<br />
möglich? Diese Frage stellt sich aktuell,<br />
indem Neuigkeiten um Barbara<br />
Rudnik Schlagzeilen machen.</p>
<p><span id="more-914"></span><strong>Glücklicher als vor der Diagnose</strong></p>
<p>Gegenüber dem Magazin „Bunte“ sagt die Schauspielerin, sie sei trotz ihrer schweren Krebserkrankung glücklicher als vor der tödlichen Diagnose. Die 49-Jährige räumt ein, dies sei schwer zu glauben, „aber genau so empfinde ich das. Ich hadere nicht mehr so viel mit mir.“</p>
<p>Nach einer solchen Aussage rumoren Fragen im Kopf: Was macht Menschen eigentlich glücklich? Ist es der Beruf, der irgendwann zur satt honorierten Karriere wird? Ist es die Geborgenheit in funktionierender Beziehung? Ist es eine Sexualität, die ewig neue Lust gebiert? Sind es die Momente, in denen es klappt, sämtliche Sorgen trinkend weit weg zu schwemmen?</p>
<p><strong>Kaum zu schaffen</strong></p>
<p>Egal, ob Karriere, Geborgenheit, Sex oder Suff, all diese Glücklichmacher-Methoden zielen darauf ab, das eigene Umfeld so zu verändern, dass es uns wie angegossen passt. Doch wer das will, hat viel zu tun, und das Risiko, nie damit fertig zu werden, ist groß. Berufliche Karriere ist schließlich nicht von jedem machbar. Nicht jeder hat das Glück, sich in Partnerschaft täglich gleichermaßen geborgen wie sexuell erfüllt zu erleben. Mit den Sorgen hingegen verhält es sich anders. Sie sind vielfach auf dem eigenen Mist gewachsen. Sorgen sind gewissermaßen wie Autos: Sie finden dort einen Parkplatz, wo ihnen Platz gemacht wird.</p>
<p>Wissenschaftler haben jetzt die Binsenweisheit bestätigt, dass Geld letztlich nicht glücklich macht. Die <em>Frankfurter allgemeine Sonntagszeitung</em> berichtet von großen Umfragen amerikanischer Psychologen. Sie ergaben, dass die zufriedensten Personen nicht die mit dem höchsten Einkommen oder der besten Bildung sind. Die Wissenschaftler Shigehiro Oishi, Edward Diener und Richard Lucas fanden heraus, was die Zufriedensten ihrer Umfrage gemeinsam haben: Besonders viele von ihnen sind in Ehrenämtern engagiert. Daraus ist zu schließen, wer karitativ tätig ist, kreist weniger mit seinen Gedanken und Sehnsüchten um sich selbst.</p>
<p><strong>Die Phase nach dem Schock</strong></p>
<p>Das schaffen vor allem die, die in sich selbst ruhen. Menschen, die erfahren, an „Krebs“ erkrankt zu sein, reagieren schockiert. Erstmal. Aber dieser Schock ist nicht immer fatal. Oft wirkt er wie eine Notbremse. Er stoppt Menschen aus voller Fahrt heraus. Ob sie wollen oder nicht, sie kommen zur Besinnung, und ihnen bleibt kaum etwas anderes übrig, als sich mitten auf ihrem Lebensweg allseits umzuschauen. Was sie dann sehen, haben sie bisher kaum erkennen können. Ihr Zug fuhr zu schnell.</p>
<p>Mit Blick auf ein berechenbares Ende bekommen so manche bisherige Ziele wohl einen neuen Wert. Einige, die gerade noch als kostbar erschienen, werden lächerlich und belanglos. Hingegen bekommen so manche Menschen, die bisher auf der Strecke geblieben sind, einen erhobenen Stellenwert. Ebenso verhält es sich mit Erlebnissen und Erfahrungen. Was wir aus lauter Selbstverständlichkeit übersehen haben, gerät achtungsvoll in den Blick.</p>
<p><strong>Eine Nachricht, die wach macht</strong></p>
<p>Doch es muss nicht jedem eine <a href="http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/schonheit-nach-der-brust-op/651">Krebsdiagnose </a>gestellt werden, damit er die Goldklumpen in seinem Leben erkennt. Manchmal reicht es schon, von einer Todkranken zu lesen: „Heute bin ich glücklicher als vor meiner tödlichen Diagnose.“</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Noch 24 Stunden Lebenszeit</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/noch-24-stunden-lebenszeit/878</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 17:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[In Partnerschaft leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Was geschieht, wenn jemand erfährt, dass er noch 24 Stunden zu leben hat? Gibt er Gas, um endlich zu erleben, was er unter Leben versteht? Mit wem verbringt er seine knappe Zeit? Und mit welchen Augen sieht er an diesem Tag Beziehung? Eine persönliche Frage nach dem Tod Das Magazin „Cicero“ fragte Bundesfamilienministerin Ursula von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/uhr.jpg" title="Was tun, wenn die Lebensuhr in 24 Stunden abgelaufen ist."></a><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/uhr.jpg" title="Was tun, wenn die Lebensuhr in 24 Stunden abgelaufen ist."><img border="0" align="left" width="131" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/uhr.jpg" alt="Was tun, wenn die Lebensuhr in 24 Stunden abgelaufen ist." height="192" style="width: 99px; height: 157px" /></a>Was geschieht, wenn jemand erfährt,<br />
dass er noch 24 Stunden zu leben hat?<br />
Gibt er Gas, um endlich zu erleben,<br />
was er unter Leben versteht?<br />
Mit wem verbringt er seine knappe Zeit?<br />
Und mit welchen Augen sieht er<br />
an diesem Tag Beziehung?</p>
<p><span id="more-878"></span></p>
<p><strong>Eine persönliche Frage nach dem <a href="http://www.liebe-art.de/kunst/mut-und-anmut/836">Tod</a></strong></p>
<p>Das Magazin „Cicero“ fragte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (unten), was sie in ihren letzten 24 Stunden machen würde. Die siebenfache Mutter schrieb ihre Antwort auf. Hier ein kurzer Auszug daraus:</p>
<p><strong>Würde nur einen Menschen einweihen</strong></p>
<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/ursula-von-der-leyen.jpg" title="Ursula von der Leyen: “Ich würde mich bewusst nicht von meiner großen Familie verabschieden.”"><img border="0" align="left" width="91" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/ursula-von-der-leyen.jpg" alt="Ursula von der Leyen: “Ich würde mich bewusst nicht von meiner großen Familie verabschieden.”" height="130" style="width: 100px; height: 124px" /></a>„Ich stehe früh auf, 24 Stunden sind eine kurze Zeit. Ich habe am Abend vorher die Vorhänge nicht zugemacht, damit mich die Sonne und das Vogelgezwitscher wecken. Zwei Schalen mit Milchkaffee würde ich zubereiten, die ich mit meinem Mann im Bett genießen würde. Eine Stunde zu zweit, bevor die Kinder wach werden.</p>
<p>An diesem Tag soll es keine Begrenzungen geben, keine Schule, keine Termine. Die Telefone sind alle ausgeschaltet. Meinen Mann würde ich als Einzigen einweihen. Gerade, weil wir nur 24 Stunden haben, werde ich mich bewusst nicht von meiner großen Familie verabschieden. Wir leben so, dass wir jederzeit voneinander Abschied nehmen können. Ich will nicht alles in den letzten Moment pressen müssen.</p>
<p>Natürlich ist es ein sonniger Tag. Altweibersommer mit goldenem Licht. Ich wäre wehmütig, wenn sich die Kinder über Kleinigkeiten zanken. Aber ich schweige. Sie ins Bett zu bringen kostet Kraft. Sie sind überdreht, sie fordern Rituale. Ich lese vor und aus dem Gutenachtkuss werden viele. Dann käme die stille Stunde. Ich würde das Dvorák-Cellokonzert hören (…)“</p>
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		<title>Flirt mit dem Verbotenen</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 17:45:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was eine Ärztin Frauen in der Zeitschrift emotion rät, wird so manche Leserin erstmal verunsichern. „Das kann man doch nicht machen!“, werden andere denken – und insgeheim die Lust verspüren, vielleicht doch mal das wohlerzogene, angepasste, eigene Ich von der Leine zu lassen. Mit dunklen Geheimnissen locken Dr. Vivian Pramataroff-Hamburger gibt Frauen den Tipp, sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Geheime Lust auf Verbotenes. Die Münchner Ärztin Vivian Pramataroff-Hamburger rät Frauen, ihre geheimen lasziven, leidenschaftlichen und egoistischen Wünsche zu offenbaren." href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/flirt-mit-dem-verbotenen.jpg"><img style="width: 154px; height: 169px;" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/flirt-mit-dem-verbotenen.jpg" border="0" alt="Geheime Lust auf Verbotenes. Die Münchner Ärztin Vivian Pramataroff-Hamburger rät Frauen, ihre geheimen lasziven, leidenschaftlichen und egoistischen Wünsche zu offenbaren." width="211" height="241" align="left" /></a>Was eine Ärztin Frauen in der Zeitschrift<br />
emotion rät, wird so manche Leserin<br />
erstmal verunsichern. „Das kann man<br />
doch nicht machen!“, werden andere<br />
denken – und insgeheim die Lust<br />
verspüren, vielleicht doch mal das<br />
wohlerzogene, angepasste, eigene Ich<br />
von der Leine zu lassen.<span id="more-870"></span></p>
<p><strong>Mit dunklen Geheimnissen locken</strong></p>
<p>Dr. Vivian Pramataroff-Hamburger gibt Frauen den Tipp, sich von geheimen Wünschen verführen zu lassen. Theoretisch bedeutet das, laszive, leidenschaftliche, egoistische Züge an sich zu entdecken. Und etwas praktischer heißt es: „Gönnen Sie sich einen Flirt mit Ihrer vermeintlichen Schattenseite. Provozieren, locken, spielen Sie mit Ihrem dunklen Geheimnis.“ Und schließlich fordert die Münchner Frauenärztin, Sexualmedizinerin und Psychotherapeutin auf: „Öffnen Sie sich dem sinnlichen Abenteuer, es macht noch begehrenswerter.“</p>
<p>Und warum? Um es zu erklären, zieht Vivian Pramataroff-Hamburger einen Vergleich mit der Natur. Sie erwähnt Tag und Nacht, Sonne und Wolken, Hitze und Kälte. Es sei selbstverständlich, dass diese Gegensätze zum großen Ganzen gehören. Auch der Mensch sei vielseitig und manchmal voller Widersprüche. Seine Gefühle schwankten zwischen Liebe und Hass, Freude und Trauer, Verständnis und Eifersucht.</p>
<p><strong>Ständig gut und nett und &#8211; langweilig</strong></p>
<p>Die Münchner Ärztin sieht all diese Facetten als einen Reichtum, der Menschen lebendig mache, sie aber auch ängstigen könne. Wer immer nur „gut“ oder nett erscheinen wolle, wirke bald langweilig. Sie vertritt die Auffassung: „Besonders anziehend sind die Menschen, die unterschiedlichsten Gefühlen in sich Raum geben und sie weder missachten noch unterdrücken.“</p>
<p>Vivian Pramataroff-Hamburger geht es um die Sehnsüchte, die jeder Mensch hat, die er sich aber nicht zu offenbaren traut: Um die „Lust auf Verbotenes, Geheimnisvolles, Gefährliches.“ Jemanden auf übliche Weise kennzulernen, sei „eine nette Sache“, „aber viel aufregender kann ein Blick im Gedränge sein, ein vielsagendes Lächeln, zwei Menschen, die sich plötzlich intensiv wahrnehmen. Ein spontanes Date, bei dem irgendwann alles im Spiel ist. Alles.“</p>
<p><strong>Wenn der Kitzel zu hoch bezahlt wird</strong></p>
<p>Klingt reizvoll. &#8211; Nicht nur in Frauenohren. Doch habe ich das Gefühl, es könnte vor dem ausgelassenen Flirt mit den eigenen „Schattenseiten“ nützlich sein, mal kurz das Licht einzuschalten. Dann sieht man klarer die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Denn das Verbotene, Geheimnisvolle und Gefährliche zu tun, ist nicht in jedem Fall bereichernd. Es kann auch schwächen. Zum Beispiel, wenn eigene Werthaltungen für den ersehnten Kitzel über den Haufen geworfen wurden. Dann kann schon ein flüchtiger Blick in den Spiegel zur finsteren Perspektive werden. Oder wenn nach der süßen Tat Gewissensbisse quälen. Dann sieht’s auf einmal auch jenseits der attraktiven „Schattenseiten“ ganz finster aus.</p>
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		<title>Ich bestehe nicht nur aus meiner Brust</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Aug 2007 08:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil II Zurück zu Teil I Sie denkt an ihren ersten Mann. Mit ihm habe sie vor Jahren über Aussehen und Attraktivität von Frauen gesprochen und darüber, dass so viele Männer große Brüste lieben, sie aber sehr kleine hat.     Eine Frau mit Exklusivität Elisa muss lachen, wenn sie erzählt, was ihr Mann damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil II<br />
<a href="http://www.liebe-art.de/?p=651">Zurück zu Teil I</a></strong></p>
<p><img id="image653" style="width: 151px; height: 171px;" title="Brust2b.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/08/Brust2b.jpg" alt="Brust2b.jpg" align="left" />Sie denkt an ihren ersten Mann.<br />
Mit ihm habe sie vor Jahren über<br />
Aussehen und Attraktivität von<br />
Frauen gesprochen und darüber,<br />
dass so viele Männer große Brüste<br />
lieben, sie aber sehr kleine hat.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><span id="more-654"></span><strong>Eine Frau mit Exklusivität</strong></p>
<p>Elisa muss lachen, wenn sie erzählt, was ihr Mann damals über sie sagte: Wenn er Elisa mit einem Auto vergleiche, dann sei sie ein Saab – „ein Modell, dessen Exklusivität man erst auf den zweiten Blick sieht“.</p>
<p>Ihr gefällt dieser Vergleich und sie sagt: „Ich lege keinen Wert auf die offenkundigen attraktiven Reize. Wer nicht ein zweites oder drittes Mal gucken will, der kann mir gestohlen bleiben.“ Und wenn sie dies sagt, klingt es nicht wie von einer, die über Porsche herzieht, weil sie darunter leidet, nur einen Kleinwagen bezahlen zu können. Wenn Elisa dies sagt, hört man, dass sie ganz eigene Werte gebildet hat und diese wertschätzt.</p>
<p><strong>Das Täuschungsmanöver</strong></p>
<p>So war sie nicht immer. Manchmal bedarf es eines Schlüsselerlebnisses, um sich selbst gut zu finden und seine „Begutachter“ mit neuem Blick zu sehen. Elisa erinnert sich an eine solch ausschlaggebende Phase. Damals war sie sechzehn. Und wenn sie heute anfängt, zu erzählen, was damals passiert ist, ist es wieder da, das leicht verschämte Lachen einer Sechzehnjährigen. Sie rückt mit der Sprache über das heraus, was ihr früher nicht über die Lippen gekommen wäre: „Ich hab’ mir einen BH mit Schaumgummieinlagen gekauft, weil ich dachte, die anderen Mädchen sehen alle anders aus als ich.“ Um zu erklären, wie notwendig diese Anschaffung war, erinnert sie an die Zeit der hautengen Rippenpullis.</p>
<p>Mit 18 besuchte sie einen älteren Cousin und dessen Frau. Elisa erzählt, wie sie mit ihrem Verwandten am Tisch saß – „natürlich mit meinem künstlichen Vorbau.“ Dann betrat Odile, seine aus Frankreich stammende Frau, den Raum. Elisa sah sie an, betrachtete ihre knabenhafte Figur, „und da hat es bei mir auf einmal klick gemacht, weil diese Frau mit ihrer ganzen Ausstrahlung, mit ihrem Selbstbewusstsein, so ungeheuer attraktiv war.“</p>
<p><strong>Attraktivität neu definiert</strong></p>
<p>Elisa wurde dieses Bild nicht los. Sie nahm es am Abend mit in ihren Schlaf, „und am nächsten Morgen saß ich ohne dieses Ding beim Frühstück.“ Noch heute muss sie laut lachen, wenn sie an das Gesicht ihres Cousins denkt. „Dem ist das Kinn runtergefallen, als er meine Veränderung registriert hatte. Ich hab’ gesehen, wie es beim ganzen Frühstück in seinem Gehirn gearbeitet hat. Aber er hat nichts gesagt.“ Seit diesem Tag weiß Elisa, dass ein BH zu ihr nicht passt. Und amüsiert gesteht sie: „Seitdem laufe ich oben ohne rum.“</p>
<p>Im Laufe der Jahre lernte sie nicht nur Männer kennen, die den Standpunkt vertraten, weniger ist mehr. Manche haben ihr in Nebenbemerkungen zu verstehen gegeben, „dass sie es gern größer hätten.“</p>
<p><strong>Von Männern erotisch abgetörnt</strong></p>
<p>Und was hat Elisa dann empfunden? „Das hat mich erotisch total abgetörnt.“ Ihr ist dabei klar geworden, wie wichtig es für sie in einer sexuellen Beziehung ist, „wie mein Gegenüber auf mich abfährt.“ Ganz schwierig sei es, wenn der Partner an etwas Anstoß nehme, dass sie selbst richtig schön finde.</p>
<p>Spätestens seit ihrem 18. Lebensjahr kann Elisa in den Spiegel blicken und sich über die Frau freuen, die sie vor sich sieht. „Okay,“ sagt sie einschränkend, „es gab Zeiten, da hätte ich Schenkel oder Po gern etwas dünner gehabt, aber an meinem Busen hatte ich nie etwas auszusetzen.“ Im Gegenteil. Elisa gesteht, es habe eine Zeit gegeben, „da habe ich regelrecht eine Art Arroganz entwickelt.“ Sie fand die Ausstrahlung von Frauen mit großer Brust ordinär.</p>
<p><strong>Ein schlimmes Zeichen</strong></p>
<p>Darauf angesprochen, dass viele andere Frauen unter Form und Größe ihres Busens leiden, vergeht ihr schnell das Lachen. Sie wird still, überlegt. Dann sagt sie: „Das ist für mich ein ganz schlimmer Ausdruck mangelnden Selbstwertgefühls.“ Sie spricht aus, was diese Frauen in Kauf nehmen, dass sie „an sich herumschneiden lassen“. Elisa denkt nach und stellt schließlich ratlos die Frage: „Was machen die denn, wenn sie alt werden?“ Dann wieder Stille bis sie kurz abwinkt, als ziehe sie ihre Frage zurück: „Ich hab’ natürlich leicht reden – weil ich mich schön finde wie ich bin.“</p>
<p>Der Gedanke an andere Frauen scheint sie nicht loszulassen. „Da hab’ ich’s halt leicht.“ Und auf die Bitte, das ein wenig näher zu erklären, bringt sie befreit schmunzelnd ihren Partner ins Spiel: „Na ja, der ist eben auch sexuell nicht nur auf eine Stelle bei mir fixiert. Er sagt: ,Mit dir vereint zu sein, ist angekommen zu sein.&#8217;“</p>
<p>Im Zuge ihrer Erkrankung fragt Elisa sich manchmal, wie es für sie wäre, jetzt auf Partnersuche zu sein. Ihre Antwort: „Es wäre nicht viel anders als früher.“ Anfangs kam ihr der Gedanke, in einem solchen Fall eine „Informationspflicht“ zu haben. Aber heute sagt sie sich: „Menschen in meinem Alter können nicht davon ausgehen, dass man ganz unversehrt ist. Bei mir kommt hinzu, dass ich wieder gesund bin. Und wenn ich auf der Straße auf Männer schaue, weiß ich auch nicht, was die für einschneidende Leiden haben.“</p>
<p><strong>Diesen Zeitpunkt kann man nicht planen</strong></p>
<p>Elisa erwartet von einem potenziellen Partner, dass er ihre Gesamtattraktivität sieht, denn sie lebt in der Vorstellung: „Ich bestehe ja nicht nur aus meiner linken Brust.“ Irgendwann müssten natürlich die Karten auf den Tisch gelegt werden. Aber den Zeitpunkt könne man nicht planen. Elisa würde ihre Geschichte erzählen, sobald es zu zärtlichen Berührungen käme. Sie würde dann sagen: „Du musst da auf mich aufpassen, weil ich das und das hinter mir habe.“</p>
<p>Sich mit Freundinnen über ihr Erlebtes auszutauschen, war für Elisa nicht nur entlastend. Als hilfreich empfand sie es, wenn Frauen nicht aus eigener Betroffenheit berichteten, sondern von Erfahrungen mit anderen Erkrankten.</p>
<p><strong>Das war so apokalyptisch</strong></p>
<p>Mit Schrecken denkt Elisa an die Gespräche mit ihrer Freundin Renate. Sie war selbst an Brustkrebs erkrankt, hatte täglich zum Thema im Internet recherchiert und Elisa – ebenfalls täglich – aus sicherlich bester Absicht geraten, was sie zu tun und zu lassen habe. Sie führte ihr ständig vor Augen, was noch auf sie zukommen werde. „Und das total detailliert,“ sagt Elisa. „Ich konnte gar nicht mehr durchatmen. Das war alles so apokalyptisch.“</p>
<p>Andere hingegen, nicht zuletzt Ärztinnen aus der Familie und dem Freundeskreis, stellten ihr verschiedene Möglichkeiten vor. „Aber bei Renate hatte ich immer das Gefühl, die packt mich im Nacken und drückt mich auf die Spur.“</p>
<p><strong>Für einen eigenen Weg entschieden</strong></p>
<p>Für sich persönlich hält Elisa nichts davon, nach der Operation gleich in eine Rehaklinik zu gehen. Sie stellt sich vor, dort zusammen mit anderen Betroffenen in einer onkologischen Abteilung zu sitzen. „Der Austausch in einer solchen Einrichtung mag für viele gut sein, aber für mich wäre er schrecklich.“ Sie ist froh, in Form einer Gruppentherapie einen anderen Weg gewählt zu haben. In der Psychotherapie habe jeder ein anderes Anliegen. „Da steht das Thema Krebs nicht im Vordergrund. Den anderen ist es verhältnismäßig wurscht, ob ich irgendwelche Probleme oder einen Tumor hatte. Da hat jeder etwas anderes. Der Fokus wird auf mich als Ganzes und aufs Leben gerichtet. Und darum muss es gehen.“</p>
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		<title>Ich bestehe nicht nur aus meiner Brust</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 14:28:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Teil I Angst bekam Elisa nie, wenn sie von anderen Frauen hörte, sie seien an Brustkrebs erkrankt. Selbst davon betroffen zu sein, war für sie kein Gedanke. Sie fühlte sich geradezu immun – bis sie einen Knoten in ihrer linken Brust entdeckte. Was sie über Gesundheit, Attraktivität und Fraulichkeit denkt, ist „nur“ ihre persönliche Sicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil I</strong></p>
<p><img id="image652" style="width: 123px; height: 212px;" title="Brustb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/08/Brustb.jpg" alt="Brustb.jpg" align="left" />Angst bekam Elisa nie, wenn sie<br />
von anderen Frauen hörte, sie seien<br />
an Brustkrebs erkrankt.<br />
Selbst davon betroffen zu sein, war<br />
für sie kein Gedanke. Sie fühlte sich<br />
geradezu immun – bis sie einen<br />
Knoten in ihrer linken Brust entdeckte.<br />
Was sie über Gesundheit, Attraktivität<br />
und Fraulichkeit denkt, ist „nur“ ihre<br />
persönliche Sicht. Aber eine, die<br />
(nicht nur Frauen) nachdenklich<br />
machen kann.</p>
<p><span id="more-651"></span><strong>Kein Risiko</strong></p>
<p>Angst, an Krebs zu erkranken, machte der 52-jährigen Journalistin in Mädchengestalt nie zu schaffen, weil sie sich sagte: „Ich gehöre zu keiner Risikogruppe.“ Sie fühlte sich mit ihren 50 Kilo und einer Größe von 1,66 topfit. Beim Thema „Brustkrebs“ dachte sie daran, vier Kinder gestillt, nie geraucht und nie ein Hormon geschluckt zu haben. Und dann noch, dass sie mehrmals wöchentlich in ihre Laufschuhe schlüpfte und durch Münchens grüne Lunge rannte.</p>
<p>Ein entlastender Gedanke war es für sie auch, zu wissen, dass mütterlicherseits niemand an Brustkrebs erkrankt war. Heute weiß sie, dass auch die väterliche Linie relevant ist.</p>
<p>Auf ihrer Suche nach Ursachen für die eigene Erkrankung wurde sie dort fündig. Zwei Schwestern ihres Vaters hatten dieselbe Krankheit wie Elisa. Eine starb daran kurz vor ihrem 60. Lebensjahr, die andere mit etwa 80 Jahren. Die Krankheitsgeschichten der Verwandten hatten ihr nie Kopfzerbrechen bereitet. Auch nicht das, was einer Cousine väterlicherseits geschehen war. Bei ihr stellten Ärzte im Alter von Anfang vierzig die Diagnose Brustkrebs.</p>
<p>Sicherheit gaben Elisa auch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Sie räumt ein, dabei „natürlich immer ein kleines bisschen aufgeregt“ gewesen zu sein. „Ich dachte: Hoffentlich findet der nichts.“</p>
<p><strong>Ein widerwärtiger Gedanke</strong></p>
<p>Jahre vor der Erkrankung hatte ihr Arzt ihr gesagt, in ihrem speziellen Fall sei es nicht unbedingt notwendig, immer wieder eine Mammografie über sich ergehen zu lassen. Elisa wunderte sich über diesen Hinweis überhaupt nicht, weil sie selbst schon oft gedacht hatte: „Meine kleine Brust kann ich durch Abtasten auch selbst überprüfen.“ Selbst Hand an sich anzulegen, lag ihr zwar mehr, als ihre Brust in einen Apparat quetschen zu lassen, aber auch „dieses gezielte Herumgedrücke“ bereitete ihr Widerwillen. „Wenn ich mir einfach mal über die Brust streichele, tu ich das wie ich das will. Aber wenn ich sie Zentimeter für Zentimeter abtaste, komme ich an Zonen, wo es nicht angenehm ist.“</p>
<p><strong>Vielleicht merkt es keiner</strong></p>
<p>Was in ihr vorging, als sie ihrem Arzt von der selbst entdeckten Verhärtung berichtete, kann sie nur schwer beschreiben. Im ersten Moment habe sie durchaus eine Todesangst gehabt. „Ich wusste ja nicht, welches Ausmaß die Erkrankung hatte.“ Doch als die Mediziner die Hoffnung äußerten, aufgrund der frühen Erkennung mit einer Operation erfolgreich zu sein, machten sich andere Gedanken in ihr breit. Elisa stellte sich vor, nach dem Eingriff eventuell nur noch ihre rechte Brust zu haben. „Das wäre nicht so sehr schlimm,“ führte sie sich vor Augen, „weil ich ja eine kleine Brust habe und das vielleicht gar nicht wahrgenommen wird.“</p>
<p>Viel mehr zu schaffen machte ihr das eigene Bewusstsein: „Ich war früher total unversehrt – trotz meiner vier Kinder und trotz meiner Zwillingsgeburt. Da wurde noch nie an mir irgendwo herumgeschnitten!“ sagt sie leise mit traurigem Bestürzen.</p>
<p><strong>Wie wird der Partner reagieren?</strong></p>
<p>Die Ärzte haben ihre linke Brust retten können. Die Operation hat aber eine Spur hinterlassen – „eine lange Narbe. Und die Form ist nicht mehr ganz so wie früher.“ Aber Elisa blickt auf das, was sie erleichtert: die Tatsache, keine Chemotherapie machen zu müssen und die klare Aussage ihres Arztes, nun gesund zu sein.</p>
<p>Die Angst, ihr heutiger Partner könnte sie nach der Operation nicht mehr so attraktiv wie einst finden, machte ihr durchaus zu schaffen. &#8220;Aber nur ganz kurz und nie so richtig,&#8221; sagt sie mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Fröhlichkeit im Gesicht.</p>
<p><a href="http://www.liebe-art.de/?p=654">Weiter zu Teil II</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Angst ins Auge sehen</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jul 2006 13:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Laura* ist zwar erst vierzehn, aber sie schleppt bereits eine Schuld mit sich herum, die sie kaum noch gerade gehen lässt. Sie hat so ziemlich alles falsch gemacht, was sie hätte richtig machen können. Jetzt bekommt sie die Quittung – und zwar gleich in doppelter Ausführung: eine von ihrer Mutter, eine von ihrem Vater. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image246" style="width: 209px; height: 151px;" title="Augeb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/07/Augeb.jpg" alt="Augeb.jpg" align="left" />Laura* ist zwar erst vierzehn, aber sie schleppt bereits eine Schuld mit sich herum, die sie kaum noch gerade gehen lässt. Sie hat so ziemlich alles falsch gemacht, was sie hätte richtig machen können. Jetzt bekommt sie die Quittung – und zwar gleich in doppelter Ausführung: eine von ihrer Mutter, eine von ihrem Vater. Die beiden trennen sich nämlich. Doch wäre sie anders als sie ist, wäre das nie passiert.</p>
<p><span id="more-245"></span></p>
<p>Was Laura fühlt, ist zwar Quatsch, aber dieser Quatsch ist ihre Überzeugung. Zweitrangig ist in diesem Fall, warum sie davon so überzeugt ist, dass sie ihr Leben als „die Hölle“ empfindet. Das hängt mit Eltern zusammen, die ihr nie klipp und klar und glaubhaft sagten, warum sie sich trennen, sondern denen nichts Besseres einfiel, als die Trümmer ihrer zu Bruch gegangenen Liebe emotional auf Laura abzuladen.</p>
<p>Die Vierzehnjährige wollte begreifen, was mit ihren Eltern los ist, fragte sich selbst jahrelang nach Gründen für deren Kalten Krieg und sagte sich bald: „Wenn ich nicht wäre, hätten sie viel mehr Zeit füreinander.“ – „Wenn ich besser in der Schule wäre, müssten sie sich nicht dauernd über meine schlechten Noten aufregen.“ – „Wenn ich lieber wäre, würden sie es gar nicht schaffen, sich zu trennen. Dann würden sie so an mir hängen, dass sie zusammenbleiben müssten.“</p>
<p>Von existenzieller Wichtigkeit ist bezüglich Laura die Frage: Wie kann sie einsehen, dass ihre Überzeugungen Unfug sind?</p>
<p><img id="image247" style="width: 302px; height: 288px;" title="Festhaltenb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/07/Festhaltenb.jpg" alt="Festhaltenb.jpg" align="left" /><strong>Loslassen</strong></p>
<p>Die Hamburger Diplompsychologin Andrea Köster sieht mit dieser Frage ein Thema aufgetischt, an dem nicht nur Scheidungskinder schwer zu beißen haben. „Das, worum es hier geht, betrifft Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen.“ Das Kernthema heißt „Loslassen“. Gemeint ist ein Loslassen von Überzeugungen, die Angst bereiten und jegliche Lebensqualität rauben. Weil solche Überzeugungen wie ein Betonfundament im Menschen verankert sind und nicht mit der nächsten Meinungswelle einfach aus dem Leben geschwemmt und durch neue ersetzt werden, spricht Andrea Köster nicht von Überzeugungen, sondern von Glaubenssätzen.</p>
<p>Laura fürchtet, für ihre Eltern nicht ausreichend liebenswert zu sein, fürchtet sich vor der Trennung von Vater und Mutter. Ihre Absicht, eine erfolgreichere Schülerin, eine liebenswertere Tochter zu werden, dominiert so sehr ihre Stimmung, dass für konzentriertes Lernen überhaupt keine Kraft übrig bleibt. Laura verschleudert sämtliche Energie mit der Angst, nicht zu schaffen, was sie glaubt, schaffen zu müssen.</p>
<p><strong>Angst im Nacken</strong></p>
<p>Die Hamburger Psychologin sagt: „Viele Menschen spüren regelrecht die Angst im Nacken. Sie müssen dahin kommen, ihre Angst dort wegzunehmen, sie vor sich hinzustellen und sie herausfordernd anzusehen.“</p>
<p>Aber genau das scheint unmöglich zu sein. Wer unter Angst leidet, bietet ihr nicht souverän die Stirn, sondern ist so konditioniert, dass er stets einen großen Bogen um alles macht, was Angst bereiten könnte. Das heißt, wer ständig der Angst aus dem Weg gehen will, muss jeden seiner Schritte kontrolliert tun, darf nie locker durch den Tag gehen, denn das Beängstigende könnte ihn jederzeit überraschen und womöglich umhauen. Doch wer auf diese Weise verkrampft lebt, kriegt vom Leben nichts mehr mit.</p>
<p><strong>Paradox?</strong></p>
<p>Solches Verhalten klingt logisch. Geradezu paradox klingt – zumindest im ersten Moment -, was Andrea Köster dem entgegensetzt: „Man muss von dem Ziel, alles unter Kontrolle zu haben, loslassen, um das Leben in die Hand nehmen zu können.“ Bei näherem Hinsehen wirkt diese Aussage nicht mehr paradox, sondern selbstverständlich. Denn wer die Hände bereits voll hat, kann nach nichts greifen.</p>
<p><img id="image249" style="width: 110px; height: 130px;" title="Andrea b.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/07/Andrea%20b.jpg" alt="Andrea b.jpg" align="right" />Andrea Kösters (rechts) Erfahrung ist: „Leuten ein solches Verhalten zu verordnen, erzeugt erstmal Widerstand. Sie sollen ja etwas tun, was sie dauernd mit aller Kraft vermeiden.“</p>
<p>Auch Ulrike* eine 38-jährige Maklerin aus Hamburg, dachte: „Blödsinn, wenn ich von meiner Angst loslasse, gerät mir doch alles außer Kontrolle. Dann werde ich verrückt.“ Ihr machte eine Angst zu schaffen, wegen der sie sich selbst schon für durchgedreht hielt. Niemand durfte davon wissen, denn dann hätte sie damit rechnen müssen, nicht mehr ernst genommen zu werden.</p>
<p><strong>Ein Ort der Angst</strong></p>
<p>Täglich fährt sie mit der U-Bahn. Problematisch wurde es, wenn sie an der Station „Berliner Tor“ aussteigen musste. Bereits auf dem Weg dorthin spürte sie ein Herzrasen, ihre Hände wurden feucht und ihr Hals schnürte sich zu. Ulrike hat keine Ahnung, was der Grund für ihre Panik war. Irgendwann konnte sie sich mit dieser Frage nicht mehr beschäftigen. Sie hatte nur noch damit zu tun, die Station „Berliner Tor“ wie auch immer zu meiden. Aber meistens führte kein Weg an ihr vorbei.</p>
<p>Ulrike glaubte, ihre heimliche Angst könne kaum noch größer werden. Dennoch wuchs sie, indem zu der Angst vor der U-Bahn-Station noch eine andere hinzukam: die Angst vor der Angst. Was in Ulrike voller Furcht und kaum nachvollziehbar passierte, erklärt Andrea Köster mit einfachen Worten: „Sie versuchte mit aller Kraft, nicht an die Station zu denken, tat alles dafür, diesen Ort zu meiden, aber gerade dadurch wurde sie so extrem einseitig aktiv, dass in ihrem Kopf nur noch Platz für die Angst sein konnte.“</p>
<p>Ulrike brachte es tatsächlich übers Herz, das Gegenteil von dem zu tun, was zu ihrem eingefleischten Programm gehörte. Sie schaffte es, die gefürchtete Station bewusst anzusteuern, dort auszusteigen, sich voller Furcht dort hinzustellen und sich zu sagen: „Ja, Angst, ich bin da. Nun komm doch!“</p>
<p><strong><img id="image248" style="width: 343px; height: 326px;" title="Kontrolleb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/07/Kontrolleb.jpg" alt="Kontrolleb.jpg" align="left" />Gewinn durch verlorene Kontrolle</strong></p>
<p>Ihre Panik war nicht schlagartig verflogen, aber Ulrike spürte schnell, was sich verändert, wenn sie sich bewusst sagt: „Ich lasse los, die Angst zu haben, die Kontrolle zu verlieren.“ Indem sie langsam aufhörte, ihre Angst zu verwalten, alles um sich herum zu kontrollieren, entwickelte sie einen Blick für das, was mit Angst nichts zu tun hatte: Sie nahm gestresste, gequälte, frohe, ausgelassene Gesichter wahr, registrierte ein wohltuendes Stadtbild, das sie bisher voller Angst übersehen hatte, registrierte fröhliche Stimmungen von Passanten und ließ sich davon anstecken.</p>
<p>Menschen neigen dazu, ihr komplettes Leben zu kontrollieren. Sie planen ihr Familienleben, ihre Berufstätigkeit, ihre Liebe und achten darauf, dass ihr Zeitplan minutiös eingehalten wird.</p>
<p>Andrea Köster ist klar, dass Leben völlig ohne Planung und Struktur nicht gelingt. Aber sie führt Fragen vor Augen: „Warum strukturiere ich? Erreiche ich durch Planung das, was mir guttut, oder baue ich dadurch Zwänge auf, die mein eigentliches Leben verbauen?“ Sie denkt an einen Spruch, der selbst so manchem wichtigen Manager das Gefühl vermitteln kann, sich selbst nicht als ganz so wichtig zu begreifen wie er sich gibt: „Pläne sind dazu da, Gott zu amüsieren.“</p>
<p>Menschen kommen wegen unterschiedlichster Probleme in die Praxis der Hamburger Psychologin. Doch bei aller Unterschiedlichkeit geht es häufig um dasselbe Kernthema: „Loslassen von Angst und Kontrolle“. Sie sagt: „Die meisten, die zu mir kommen, kommen, weil sie ihre Überverantwortung für die eigenen Eltern nicht ertragen.“</p>
<p>Eine typische Situation: Eine Tochter erlebt ihre Mutter, weil sie Alkoholikerin ist, in geschwächter Position. Die Tochter sieht sich in der Pflicht, sich um die Mutter zu kümmern, bis sie ihr Leben erträgt und aus eigener Kraft meistert. Aber mit solcher Planung ist die Tochter vollends überfordert. Für ihre eigene Familie bleibt ihr keine Kraft mehr und ihre Partnerschaft erleidet Risse.</p>
<p><strong>Order für den Chef</strong></p>
<p>Ums Loslassen von eingefleischten Glaubenssätzen geht es vielfach auch bei Männern, die sich als Junge vor ihre Mutter stellen mussten, um sie vor den Schlägen ihres Vaters zu schützen. Andrea Kösters Erfahrung lautet: „Solche Männer neigen dazu, sich eine hilfsbedürftige Partnerin zu suchen, die gerettet werden muss. So bestätigen sie sich in ihrem alten Glaubensmuster.“</p>
<p>Die Psychologin erlebt immer wieder, wie sehr bewusstes Loslassen helfen kann, unterbewussten und lebensfeindlichen Kreisläufen zu entweichen. „Denn das Unterbewusstsein steuert trotz aller verstandesmäßigen Einsichten das eigene Handeln. Es ist der Chef.“</p>
<p>* Name geändert</p>
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