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	<title>Liebe ART &#187; Erotik</title>
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	<description>Sprechen. Verstehen. Beziehung schaffen. Dialog, der Partner schafft. In jeder Beziehung.</description>
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		<title>Bald Pille gegen Eheprobleme?</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 17:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Es wird nicht mehr lange dauern, bis Pharmaka entwickelt werden, die die Liebesfähigkeit steigern oder auch mindern können.“ Das schreibt Larry Young von der Emory-Universität im US-Bundesstaat Georgia im Fachmagazin „Nature“. Wissenschaftler sehen neues Kapitel der Liebesforschung Sein Schlüsselwort zu diesem Thema ist Oxytocin, das Hormon, das eine luststeigernde Wirkung auf Menschen und Tiere hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2009/01/pillen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1079" style="float: left;" title="Gibt es bald eine Pille gegen Eheprobleme?" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2009/01/pillen.jpg" alt="Gibt es bald eine Pille gegen Eheprobleme?" width="181" height="121" /></a>„Es wird nicht mehr lange dauern, bis<br />
Pharmaka entwickelt werden, die die<br />
Liebesfähigkeit steigern oder auch mindern<br />
können.“ Das schreibt Larry Young von der<br />
Emory-Universität im US-Bundesstaat Georgia<br />
im Fachmagazin „Nature“.</p>
<p><span id="more-1078"></span><br />
<strong>Wissenschaftler sehen neues Kapitel der Liebesforschung</strong></p>
<p>Sein Schlüsselwort zu diesem Thema ist Oxytocin, das Hormon, das eine luststeigernde Wirkung auf Menschen und Tiere hat. Young sagt, Experimente hätten gezeigt, dass Oxytocin, wenn es über ein Nasenspray inhaliert werde, kurzfristig das Vertrauen in andere Menschen stärken könne und die Stimmung maßgeblich beeinflusse.</p>
<p>Der amerikanische Biologe verkündet, es sei ein neues Kapitel in der Liebesforschung erreicht: In absehbarer Zeit seien Medikamente verfügbar, mit denen auf seriöse Weise Eheprobleme gelöst werden könnten.<br />
Seit Jahren erforschen Young und seine Kollegen die „Zutaten“ der menschlichen Liebe, ihre Evolution und die Veränderungen, die sie in der modernen Gesellschaft erfährt. Die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt, die moderne Liebe stimme mit den ursprünglichen Fortpflanzungsmechanismen nicht mehr unbedingt überein. Larry Young drückt dies so aus: „Die sexuelle Begierde der Frau ist beispielsweise nicht mehr an ihre Fruchtbarkeit geknüpft.“</p>
<p><strong>Stimulation der Brust und ihre Folgen</strong></p>
<p>Außerdem habe sich die <a href="http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/schonheit-nach-der-brust-op/651">Funktion der weiblichen Brust </a>verändert. Ursprünglich habe diese lediglich den „Mutter-Kind-Bindungsmechanismus“ aktiviert. Doch dann sei die Erotik hinzugekommen. Die Stimulation der Brust führe bei der Frau zu einer erhöhten Ausschüttung des Liebeshormons Oxytocin. So werde die emotionale Bindung zwischen den Partnern gestärkt.</p>
<p>„Die Welt“ berichtet von Neurobiologen aus Zürich. Vor fünf Jahren hätten sie die Zentren der Liebe im Gehirn aufgespürt. Damals hatten die Wissenschaftler Probanden Fotos gezeigt, auf denen ihre Partner, Freunde und Bekannte zu sehen waren. Während die Testpersonen auf die Fotos blickten, scannten die Forscher ihre Gehirne im Kernspintomografen. So stellten sie fest, dass vier ganz bestimmte Hirnareale nur beim Betrachten der großen Liebe aktiv sind.</p>
<p><strong>Der Ort für Liebe und Drogenkonsum</strong></p>
<p>Diese Hirnregionen stimmten, so erklären die Wissenschaftler, mit denen überein, die beim Konsum von Drogen wie Kokain oder Heroin stärker arbeiten. Es handle sich um Zentren, die im Menschen Euphorie und Sucht auslösen. Andere Hirnregionen, die für die Verarbeitung negativer Gefühle und für die kritische Einschätzung von Personen zuständig sind, seien in dieser Phase blockiert. Dies sei auch nachvollziehbar, denn: „Wer liebt, beurteilt den Begehrten weniger skeptisch.“ Auf diese Weise erklären die Hirnforscher also auf neurobiologische Art den Effekt der rosaroten Brille.</p>
<p>Ein Liebesgen, dessen Wirkung die amerikanischen Forscher bereits bei Wühlmäusen untersucht haben, ist laut ihrer Erkenntnis auch im Menschen aktiv. Sein Name: AVPR1A. Je nach Ausstattung dieses Liebesgens variiere die Qualität der Partnerschaft. Larry Young sagt: „Männer, die eine bestimmte Variante dieses Gens in sich tragen, bleiben doppelt so häufig unverheiratet wie Männern mit einer anderen Genvariante.“ Wenn solche Männer dennoch heirateten, berichteten sie häufiger davon, in ihrer Beziehung unglücklich und unzufrieden zu sein. „Bei Männern wie Mäusen bestimmt die Gen-Ausstattung, wie sensibel ihr Gehirn für das Bindungshormon Vasopressin ist &#8211; und wie viel Glück sie in der Liebe haben“, sagt Young.</p>
<p><strong>Firmen sind bereits im Geschäft mit der Liebe</strong></p>
<p>In Anbetracht solcher Erkenntnisse wundert es nicht, dass erste Unternehmen das Marktpotenzial bereits erkannt haben: „Die Welt“ berichtet über die Firma „Vero Labs“ in Florida. Sie vertreibe ein Oxitocin-Parfüm namens Liquid Trust. Das Liebesspray koste in der normalen Version 49,95 Dollar, als Turbo-Version sei es für 79,95 Dollar zu haben.</p>
<p>Foto: Dommy/Quelle: <a href="http://www.photocase.com">PHOTOCASE</a></p>
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		<title>Was Paare wirklich antörnt</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 12:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was können Paare tun, die sich nicht damit abfinden wollen, dass ihre sexuelle Begierde nachlässt? Katrin Fischer und Sandra Maravolo stellen in solchen Fällen originelle Fragen. Wenn dunkle Fantasien Fantasien bleiben Zum Beispiel die: Was wäre, wenn der Kurztrip in ein romantisches Hotel absolut kontraproduktiv ist, weil es nicht an Romantik fehlt, sondern am Ausleben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/11/was-paare-wirklich.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1041" style="float: left;" title="Was Paare wirklich antörnt" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/11/was-paare-wirklich.jpg" alt="Was Paare wirklich antörnt" width="180" height="123" /></a>Was können Paare tun, die sich nicht<br />
damit abfinden wollen, dass ihre sexuelle<br />
Begierde nachlässt? Katrin Fischer und<br />
Sandra Maravolo stellen in solchen Fällen<br />
originelle Fragen.</p>
<p><span id="more-1040"></span><strong>Wenn dunkle Fantasien Fantasien bleiben</strong></p>
<p>Zum Beispiel die: Was wäre, wenn der Kurztrip in ein romantisches Hotel absolut kontraproduktiv ist, weil es nicht an Romantik fehlt, sondern am Ausleben dunkler Fantasien? Oder: Was ist, wenn die lustvolle und häufige Sexualität am Anfang einer Beziehung nur ein Zeichen dafür ist, dass andere Formen, Nähe und Intimität herzustellen, noch nicht im Repertoire des Paares vorhanden sind?</p>
<p>In ihrem Buch „Liebe satt – Was Paare wirklich antörnt“, gehen die Fragestellerinnen kompetent und fundiert mit diesem Thema um. Zwei Botschaften stehen bei den Autorinnen Fischer und Maravolo im Mittelpunkt: Erstens: Sexualität ist sowohl herrlich einfach und wunderschön als auch wahnsinnig kompliziert und mitunter ganz schön leidvoll. Zweitens: Tun Sie etwas!</p>
<p><strong>Gut nachzuvollziehen</strong></p>
<p>Einfühlsam schildern die Autorinnen beispielsweise, wie der Alltag mit Kindern die sexuellen Entfaltungsmöglichkeiten beeinflussen kann. Nachempfindbar beschreiben sie auch männliche Lustlosigkeit und die dabei auftretenden Gefühle der Partnerin. Egal, ob Männer oder Frauen diese Passagen lesen, sie fühlen sich wertgeschätzt. Die Sprache der Autorinnen ist leicht und lebendig, und sie schaffen es, auch schwierige wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln, ohne platt zu wirken.</p>
<p>Foto: Birne X./Quelle: <a href="http://www.photocase.com">PHOTOCASE</a></p>
<p><iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=la03-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3822506591&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" marginHeight="0" marginWidth="0" style="float: left; width: 120px; margin-right: 10px; height: 240px"  class="amazon-einzeltitel"></iframe></p>
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		<title>Krank durch Internet-Liebe</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 17:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass ungeschützter Sex krank machen kann, wollen zwar schon viele nicht wissen. Aber was Wissenschaftler nun herausgefunden haben, kommt gewiss mindestens ebenso wenig an. Alarmierend hohe Depressionsraten Die australische Swinburne University of Technology hat Studien mit Menschen gemacht, die mehr als zwölf Stunden pro Woche auf Pornoseiten, Plattformen für Sex-Kontakte, in Erotik-Chats oder mit Webcam-Angeboten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/11/internet.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1033" style="float: left;" title="Krank durch Internet-Liebe" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/11/internet.jpg" alt="Krank durch Internet-Liebe" width="203" height="140" /></a>Dass ungeschützter Sex krank machen<br />
kann, wollen zwar schon viele nicht wissen.<br />
Aber was Wissenschaftler nun herausgefunden<br />
haben, kommt gewiss mindestens ebenso wenig an.</p>
<p><span id="more-1032"></span><strong>Alarmierend hohe Depressionsraten</strong></p>
<p>Die australische Swinburne University of Technology hat Studien mit Menschen gemacht, die mehr als zwölf Stunden pro Woche auf Pornoseiten, Plattformen für Sex-Kontakte, in Erotik-Chats oder mit Webcam-Angeboten verbringen. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen ihre psychische Gesundheit riskieren, wenn sie Sexseiten im Internet intensiv nutzen. Die Studie zeige, so ein Fazit der Uni, dass Besucher von Erotik-Seiten im Internet „alarmierend hohe Raten“ an Depressionen, Angstgefühlen und Stress aufweisen.</p>
<p>Nun liegt es mir fern, als Laie dieses wissenschaftliche Ergebnis in Frage zu stellen. Was mir jedoch nahe, ja, geradezu auf der Zunge liegt, ist die Frage, ob aus dieser Forschungsarbeit die Quintessenz gezogen werden sollte, die in Medien gezogen wird. Dort lautet das Fazit der australischen Studie nämlich: „Das Internet macht krank“.</p>
<p><strong>Einsamkeit in der Zweisamkeit</strong></p>
<p>Bereits im Jahr 2001 hat die Berliner Humboldt-Universität Internet-User unter die wissenschaftliche Lupe genommen. Ebenso wie die australischen Forscher kamen die deutschen Kollegen zu dem Ergebnis, dass Internet süchtig und somit krank machen kann. Die Berliner Zahlen zeigen aber noch mehr. Die deutschen Wissenschaftler haben all jene Personen, die sie als süchtig bezeichnen, gefragt, ob sie sich alleine fühlen. 73 Prozent antworteten mit einem Ja.</p>
<p>Das heißt jedoch nicht, dass nur Singles auf Suche nach Kontakt über Erotik- und Porno-Seiten surfen. Laut deutscher Studie haben 53 Prozent der gefährdeten Internet-User einen festen Partner, 39 Prozent leben mit dem Partner zusammen, 26 Prozent haben Kinder und 6 Prozent sind allein erziehend. – Zahlen, die ein Bild von Einsamkeit in der Zweisamkeit zeichnen.</p>
<p><strong>Weh tut es nicht erst im Online-Zustand</strong></p>
<p>Seit langem ist wissenschaftlich erwiesen, wie sehr Einsamkeit an der Gesundheit nagt. Sie schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Krebs zu erkranken. Und wer davon verschont bleibt, dem tut Einsamkeit zumindest seelisch weh. Das heißt, Depressionen und Angst befallen den einsamen Beziehungssucher nicht erst im Online-Zustand. Sie machen ihm bereits offline zu schaffen.</p>
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		<title>Gibt es Liebe und Leidenschaft auf Dauer?</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/bucher/gibt-es-liebe-und-leidenschaft-auf-dauer/1004</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 04:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Gescheiterte Beziehungen haben ihre Ursachen meist in Frauen – doch schuld sind die Männer.“ Das sagt Klaus Oberbeil, und er zeigt Fehler auf, die Frauen im Umgang mit Männern und Männer im Umgang mit Frauen machen. Geheimnis der erotischen Intelligenz Außerdem gibt der Medizinjournalist und Fachautor für Gesundheits- und Ernährungsthemen konkrete Tipps, wie man ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/10/leidenschaft.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1005" style="float: left;" title="Gibt es Liebe und Leidenschaft auf Dauer?" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/10/leidenschaft.jpg" alt="Gibt es Liebe und Leidenschaft auf Dauer?" width="139" height="198" /></a>„Gescheiterte Beziehungen haben ihre Ursachen<br />
meist in Frauen – doch schuld sind die Männer.“<br />
Das sagt Klaus Oberbeil, und er zeigt Fehler auf,<br />
die Frauen im Umgang mit Männern und Männer<br />
im Umgang mit Frauen machen.</p>
<p><span id="more-1004"></span><strong>Geheimnis der erotischen Intelligenz</strong></p>
<p>Außerdem gibt der Medizinjournalist und Fachautor für Gesundheits- und Ernährungsthemen konkrete Tipps, wie man ein beglückendes Körpergefühl entwickelt, um das Feuer der Leidenschaft zu entfachen.</p>
<p>Wo? In seinem Buch „Das Geheimnis der erotischen Intelligenz“. Darin schreibt er zum Beispiel über neuste neurophysiologische Erkenntnisse. Der Autor sagt: „In jedem von uns steckt das genetische Versprechen für eine glückliche Liebesbeziehung. Wir müssen es nur wieder wecken.“ Oberbeil lüftet das Geheimnis der Libido-Gene und Liebeshormone und erklärt die Chemie von Sinnlichkeit und Liebe.</p>
<p>„Die Natur hat es so eingerichtet, dass Gehirnregionen, Drüsen, Verdauungsapparat und Kreislauf gemeinsam mithelfen, Empfindungen zu wecken und die Fähigkeit zur Leidenschaft anzukurbeln.“</p>
<p><strong>Ein faszinierendes Wunderwerk</strong></p>
<p>Bevor sämtliche Leserinnen und Leser sich nun vorkommen wie Erotik-Apparate, sei zu Oberbeils Ehrenrettung gesagt: Partnersehnsucht kommt nicht ohne Chemie aus. „Könnte unser Stoffwechsel mit uns sprechen,“ so der Autor, „würde er uns sagen, warum wir uns eines Morgens unwiderstehlich finden, aber schon kurz darauf ausgelaugt.“ Um in der Liebe Erfolg zu haben, sei ein intelligenter Umgang mit dem eigenen Körper und seinen Ressourcen notwendig. Erotische Intelligenz entstehe täglich aufs Neue in dem „faszinierenden Wunderwerk unseres Nervenstoffwechsels.“</p>
<p>Foto: froodmat/Quelle: <a href="http://www.photocase.com">PHOTOCASE</a></p>
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		<title>Sie werden die Lust nie los</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 04:44:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor Jahrzehnten verhalf er jungen Paaren sexuell auf die Sprünge, heute engagiert er sich für die Erfüllung der (geheimen) Wünsche älterer Menschen. Oswalt Kolle, Symbolfigur der sexuellen Revolution in den Sechzigerjahren, rüttelt auch mit fast 80 Jahren leidenschaftlich an Tabus. &#8220;Das ist doch peinlich.&#8221; Der Journalist, Autor und Filmemacher mag keine Vorurteile. Schon gar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/09/wolkeneun.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-965" style="float: left;" title="Szenefoto aus Andreas Dresens Film \" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/09/wolkeneun.jpg" alt="Szenefoto aus Andreas Dresens Film \" width="189" height="128" /></a>Vor Jahrzehnten verhalf er jungen Paaren<br />
sexuell auf die Sprünge, heute engagiert<br />
er sich für die Erfüllung der (geheimen)<br />
Wünsche älterer Menschen. Oswalt Kolle,<br />
Symbolfigur der sexuellen Revolution in<br />
den Sechzigerjahren, rüttelt auch mit fast<br />
80 Jahren leidenschaftlich an Tabus.<span id="more-964"></span></p>
<p><strong>&#8220;Das ist doch peinlich.&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.liebe-art.de/service/der-tabu-brecher/962">Der Journalist, Autor und Filmemacher </a>mag keine Vorurteile. Schon gar nicht die Ergebnisse einiger Umfragen, nach denen die meisten jungen Menschen in Deutschland glauben, Sex finde ab 45 nicht mehr statt. Diese Annahme, dass dann alles zu Ende sei, nennt Kolle in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk „erschreckend“. Er vermutet, junge Menschen wollten nicht, „dass Papa und Mama noch Sexualwesen sind.“</p>
<p>Ältere Menschen hätten diesbezüglich vielfach auch selbst ein ungutes Gefühl, denn sie sagten: „Das ist doch peinlich, wenn ich in meinem Alter noch mit Sexualität daherkomme.“</p>
<p><strong>Fallstricke auf dem Weg ins Bett</strong></p>
<p>Kolle räumt ein, viele ältere Menschen hätten durchaus Schwierigkeiten in der Sexualität. Dies jedoch schon allein wegen der Gedanken, die ihnen durch den Kopf gingen: „Ich bin alt, ich bin nicht mehr so attraktiv, es ist doch peinlich, wenn ich Sexualität haben möchte.“</p>
<p>Natürlich gebe es auch andere, die sagten: „Ich will mich nicht zwingen lassen.“ Dies zu äußern, sei selbstverständlich richtig, denn Sexualität müsse freiwillig geschehen. „Aber den Leuten Mut zu machen, die auch im Alter noch Sexualität haben wollen, die noch auf der Suche nach einem neuen Partner sind, und denen zu sagen, wo die Fallstricke liegen, an denen sie scheitern können, finde ich sehr wichtig.“</p>
<p><strong>Widerspruch</strong></p>
<p>Wichtig sei es auch, Menschen zu sagen: „Wenn es aus irgendwelchen Gründen gar nicht mehr geht, dann gibt es heute Möglichkeiten, dies zu ändern. Die Ärzte haben dafür wirklich gute Möglichkeiten gefunden, also nutzt sie auch.“</p>
<p>Auch bezüglich Viagra vertritt Oswalt Kolle eine klare Meinung. Wenn behauptet werde, mit solchen Medikamenten sei „das Ganze nicht mehr spontan“, antworte er: „Was reden Sie denn? Es ist nicht mehr spontan, wenn es ein Stress ist, wenn der Mann keine Erektion mehr hat oder die Frau nicht mehr kann oder keine Lust mehr hat. Das ist Stress im Bett.“</p>
<p><strong>Immer dieselben Fragen und Unsicherheiten</strong></p>
<p>Aber auch in diesem Bereich sei es vor allem wichtig, darüber zu reden. Paare sollten sich gegenseitig sagen können, was sie miteinander wollen. „Und wenn man älter ist, dann sollte man das inzwischen doch wirklich können.“</p>
<p>Der verbreiteten Meinung, Sexualität werde mit steigendem Alter ganz anders, hält Kolle entgegen: „Nein, das sind dieselben Gefühle wie als junger Mensch auch. Wenn ich mich heute in eine zehn Jahre jüngere Frau oder auch in eine Frau in meinem Alter verliebe, dann habe ich dasselbe Problem wie früher – und sie mit mir auch: Wie weit gehen wir jetzt? Was wollen wir eigentlich voneinander? Wollen wir überhaupt Sexualität? Welche Art von Sexualität? Wollen wir uns nur streicheln, oder wollen wir richtig Geschlechtsverkehr haben? Wollen wir eventuell Mittel nehmen?“</p>
<p>Männer und Frauen könnten sich heute zahlreiche Mittel geben lassen, um ihre sexuelle Lust wieder zu wecken. „Man muss halt wissen, was es alles gibt, und man muss miteinander reden darüber.“</p>
<p><strong>&#8220;Ich habe mehr Lust denn je.&#8221;</strong></p>
<p>Oswalt Kolle hat sich oft den Vorwurf anhören müssen, er habe den Menschen durch viele öffentlich dargestellte Sexualität die Lust genommen. Dazu meint er, das beste Beispiel, das man dadurch die Lust nicht verliere, sei er selbst. „Ich habe mich 50, 60 Jahre lang beruflich mit Sexualität befasst: Ich müsste daher demgemäß so lustlos wie ein Frosch sein. Aber ich habe mehr Lust denn je,“ sagt der Mann, der am 2. Oktober 2008 seinen 80. Geburtstag feiert. „Ich finde es immer noch ungeheuer spannend, zu flirten und zu erleben, was gut gelebte Sexualität bedeutet.“</p>
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		<title>Der Tabu-Brecher</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 13:19:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Er hatte immer zwei Ziele. In beiden drehte sich alles um Liebe und um Sexualität. Auf seinem Weg wurde er bewundert und verachtet. So manche seiner Gegner behaupteten, dieser Mann sei für die Menschen schlimmer als der Zweite Weltkrieg. Will Männer erotischer machen Das war in den Sechzigerjahren. Am 2. Oktober wird der Mann, der einst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/09/oswalt-kolle.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-963" style="float: left;" title="Oswalt Kolle - Symbolfigur der sexuellen Revolution" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/09/oswalt-kolle.jpg" alt="Oswalt Kolle - Symbolfigur der sexuellen Revolution" width="138" height="181" /></a>Er hatte immer zwei Ziele. In beiden drehte<br />
sich alles um Liebe und um Sexualität.<br />
Auf seinem Weg wurde er bewundert und<br />
verachtet. So manche seiner Gegner behaupteten,<br />
dieser Mann sei für die Menschen schlimmer<br />
als der Zweite Weltkrieg. <span id="more-962"></span></p>
<p><strong>Will Männer erotischer machen</strong></p>
<p>Das war in den Sechzigerjahren. Am 2. Oktober wird der Mann, der einst heftigste Keile ins deutschen Wertesystem trieb, 80 Jahre alt: der Journalist, Autor und Filmemacher Oswalt Kolle (Foto).</p>
<p>In einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk sagt er über seine einstigen Ziele, erstens habe er immer versucht, Männer erotischer zu machen und zweitens Frauen zu dem Bewusstsein zu verhelfen: „Ich habe als Frau meine eigene Sexualität.“</p>
<p><strong>Dann werden Männer mit dem Rücken zur Wand stehen</strong></p>
<p>„Ich wollte den Männern begreiflich machen, dass Sexualität nicht darin besteht, ,dass du das Ding da reinsteckst, kurz ein bisschen wackelst und das war’s dann.’“ Das sei nicht die Sexualität. Darum habe er damals propagiert: „Wenn ihr Männer das nicht lernt, dann werdet ihr bald mit dem Rücken zur Wand stehen.“ Denn Kolle ging davon aus, dass Frauen sich merkten, was er ihnen ins Bewusstsein rief: „Ich bestimme für mich selbst, was Erotik ist! Ich muss deutlich machen, was ich möchte! Ich muss selbst sagen, was ich möchte!“</p>
<p>Als „Aufklärer der Nation“ spitzte Oswalt Kolle das Ich-Bewusstsein insbesondere von Frauen, das so geplättet war wie ein Bleistift nach einem ellenlang geschriebenen Brief. Aber sein Ich-Bezug hatte nichts mit jener Egomanie zu tun, zu der heutzutage insbesondere so manche Esoterik-Autoren aufstacheln. Bei Kolle ging es nämlich neben aller Sexualität immer auch um Liebe – und zwar nicht lediglich um die Liebe zu sich selbst, sondern um die zum Partner. „All die Bücher, die es damals über Liebe gegeben hatte,“ erinnert sich der Autor, „haben die Sexualität doch einfach ausgespart.“</p>
<p><strong>Männer im Kino verführt</strong></p>
<p>Was er vor Jahrzehnten zu sagen hatte, vermittelte er mit Büchern, Zweitschriftenserien und Filmen wie „Das Wunder der Liebe“ und „Sexualität in der Partnerschaft“. Seine Filme waren ihm wichtig, weil er mit ihnen etwas schaffte, was ihm mit seinen Büchern nicht gelang. Er wollte, dass nicht nur Frauen sondern auch Männer sie lesen lesen. Die taten es aber nicht – auch dann nicht, wenn ihre Frauen sie dazu animierten.</p>
<p>Oswalt Kolle erinnert sich an die Fragen, mit denen Männer ihren Frauen antworteten: „Wieso? Ist etwas falsch? Hast du Kritik an mir? Bin ich nicht gut im Bett? Was brauche ich den Kolle?“ Aber in seine Filme hätten die Frauen ihre Männer mitnehmen können. Und endlich hätten Frauen – trotz aller Verklemmung – anhand der Bilder zu ihren Männern sagen können: „Mir geht es genauso wie der Frau dort oben auf der Leinwand. Das ist auch mein Problem. Du bist zu schnell, zu wenig zärtlich.“</p>
<p><strong>&#8220;Wenn solche schweinischen Ausdrücke&#8230;&#8221;</strong></p>
<p>Kolle war es, der in den Sechzigerjahren als Redakteur der Zeitschrift „Quick“ die Serie „Dein Kind das unbekannte Wesen“ schrieb. Im Interview erzählt er, was er damit angerichtet hatte. Er habe dafür plädiert, im Rahmen der sexuellen Aufklärung von Kindern die Geschlechtsorgane richtig zu benennen und sie nicht mit „dummen Ersatzwörtern“ wie „Schnullerchen“ und so weiter zu belegen.</p>
<p>Er schrieb in der „Quick“, man solle endlich Penis und Glied und Scheide und Vagina sagen. „Der Erfolg war, dass der damalige Bundesfamilienminister Franz-Josef Wuermeling von der CDU einen Brief an den Chefredakteur der „Quick“ schrieb. Darin habe gestanden: „Wenn solche schweinischen Ausdrücke wie Penis und Glied noch einmal in der Quick erscheinen, dann werde ich persönlich für ein Verbot der Quick sorgen.“</p>
<p><strong>Das aktuelle Schweigen</strong></p>
<p>Derartige Bandagen wirken heute lächerlich. Aber ist die Gesellschaft inzwischen freier geworden? In wesentlichen Bereichen nicht, meint Kolle, denn in den Ehen herrsche zum Teil immer noch ein Schweigen über Sexualität. „Wir reden heute zwar öffentlich sehr viel über Sexualität, aber wenn wir genau hinschauen, dann sehen wir, dass Paare untereinander immer noch zu wenig darüber reden, was sie eigentlich wollen und nicht wollen.“</p>
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		<title>Der Mann, das emotionale Sparschwein</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 12:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungspsychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Satz kommt nicht aus Frauenmund. Dr. Mathias Jung ist es, der mit dieser Formulierung (und vielen weiteren) kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn er über Beziehung spricht. Jung ist Psychotherapeut und Philosoph am Gesundheitszentrum in Lahnstein. Nicht zuletzt als Paartherapeut weiß er, wovon er redet – und was er zu sagen hat, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/08/immer-schoen-maennlich-blei.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-955" style="float: left;" title="Immer schön männlich bleiben" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/08/immer-schoen-maennlich-blei.jpg" alt="Immer schön männlich bleiben" width="184" height="112" /></a>Dieser Satz kommt nicht aus Frauenmund. Dr. Mathias Jung ist es, der mit dieser Formulierung (und vielen weiteren) kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn er über Beziehung spricht. Jung ist Psychotherapeut und Philosoph am Gesundheitszentrum in Lahnstein. Nicht zuletzt als Paartherapeut weiß er, wovon er redet – und was er zu sagen hat, das bringt er mit einem gehörigen Schuss Humor auf den Punkt.<span id="more-954"></span></p>
<p><strong>Ohne sie können wir nicht leben</strong></p>
<p>Beim Salzburger „Kongress über die Liebe“ nahm Jung seine Geschlechtsgenossen in einem Vortrag unter die Lupe. Er sagte, sie schafften es zwar hin und wieder, über Sex zu reden, nicht jedoch über Emotionen und über Zärtlichkeit. Dabei sei die Zärtlichkeit ungleich wichtiger als die Sexualität: „Ohne sie können wir nicht leben.“</p>
<p>Jung sagt, Männer lebten nach Mythen, von denen sie sich partnerschaftlich in die Irre führen ließen. Einer solcher Mythen besage: „Männer sollen gewisse Gefühle nicht haben oder zumindest nicht zeigen.“ Sie glaubten, Sexualität habe mit Gefühlen wenig zu tun. Darum gebe es auch den Ausdruck „Geschlechtsverkehr“. „Ist ja furchtbar!“, entrüstet sich Jung mit schmunzelnden Augen: „Das klingt ja wie ,Rechts hat Vorfahrt’“</p>
<p><strong>Auch das wäre männlich &#8211; und legitim</strong></p>
<p>Und was passiert bei solchem Verkehrsaufkommen? Mathias Jung erklärt’s: „Männer gehen mit ihren Frauen ins Bett, sie nötigen sie, obwohl es ihnen um etwas ganz Anderes, etwas zutiefst Menschliches geht.“ Vielfach fühlten sie sich nämlich von ihrer Firma gedemütigt, sie seien überfordert und erschöpft. Eigentlich, so sagt der Wissenschaftler, müssten Männer dann den kleinen Jungen in sich zulassen. „In diesen Momenten bräuchten sie – und das ist völlig legitim – die mütterliche Qualität ihrer Frau, so, wie die Frau in gewissen Situationen die väterliche Qualität des Mannes braucht.“</p>
<p>Aber Männer wagten es nicht, zuzugeben, dass sie sich elend fühlen. Sie trauten sich nicht, zu sagen: „Ich möchte einfach mal meinen Kopf auf deinen Schoß legen.“ „Nein, stattdessen wird Geschlechtsverkehr ausgeübt.“ Und der verlaufe dann trostlos. Dies sei ein Zeichen von Sprachlosigkeit. Jung sagt, wenn ein Mann in solcher Weise intim werde, „dann ist er seelisch Lichtjahre von seiner Frau entfernt.“</p>
<p><strong>Nur scheinbar tot</strong></p>
<p>Apropos <a href="http://www.nlp-trainings-tille.de/psychotherapie/praxis/beziehungskonflikte-loesen-partnerschaft-gestalten-mit-nlp-270.html">Sprachlosigkeit</a>: Längst ist erwiesen, dass es in den meisten Beziehungen nach ein paar Jahren Zusammenlebens allenfalls noch zu sieben Minuten Gespräch täglich kommt. Mathias Jung denkt an alte Paare, die sich im Café stumm gegenübersitzen und sich nur noch anstarren. Wenn er sie beobachtet, fällt ihm Francoise Sagan ein. Sie sagte: „Von manchen Menschen denkt man, sie seien tot. Dabei sind sie nur verheiratet.“</p>
<p>Ein weiterer Mythos sage Männern: „Sex ist Leistung.“ Männer fragten: „War die Erektion gut? War ich dauerhaft? Wie hab’ ich’s dir besorgt?“ Hinter solchen Fragen stecke eine Leistungsideologie, die selbst vor dem Bett nicht Halt mache. Diese männlichen Fragen wirkten so technisch wie die Frage: „Hab’ ich ´nen Kolbenfresser?“</p>
<p><strong>&#8220;Das ist ganz furchtbar.&#8221;</strong></p>
<p>Mathias Jung berichtet von einem Mann aus seiner Praxis. Der beklage sich, dass seine Frau nicht mehr mit ihm schläft. „Ewig wehrt die ab. Das ist ganz furchtbar.“ Jung fragt den Mann: „Was hat sie denn?“ Er sagt: „Die ist frigid.“ Diese Antwort reicht dem Therapeuten nicht: „Haben Sie sie mal gefragt, warum sie nicht mit Ihnen schlafen will?“ &#8211; „Nein.“ Jung lässt nicht locker: „Ist sie Ausländerin? Spricht sie kein Deutsch?“ Antwort: „Nein.“</p>
<p>Zur nächsten Sitzung erscheint das Paar gemeinsam. Jung bittet den Mann, seiner Frau doch jetzt einmal die Frage zu stellen. Prompt antwortet sie: „Das hab’ ich dir schon hundert Mal gesagt. Du hörst einfach nicht zu.“ Und dann: „Du bist nicht zärtlich.“</p>
<p><strong>Dafür steht sie nicht zur Verfügung</strong></p>
<p>Der Paartherapeut vertritt die Auffassung, der Beischlaf am Abend beginne mit dem Kuss zum Frühstück. Dieser Gedanke lockt die lustlose Ehefrau aus der Reserve. Sie führt ihrem Mann im Klartext vor Augen, was er tut: „Du stehst um fünf vor zwölf vom Fernseher auf, hast ´ne Nikotinfahne und im Zweifelsfall auch noch ´ne Bierfahne, und dann kommst du zu nächtlicher Stunde und bietest mir noch ´nen lieblosen Rammelsex an. Dafür steh’ ich nicht zur Verfügung!“</p>
<p>Jung setzt für seine Zuhörer beim Salzburger Kongress noch eins oben drauf: „Ich verstehe, wenn Frauen zu mir sagen: ,Der werkelt an mir herum als hätte er ´nen Stück sexuelle Laubsägearbeit abzuliefern. Mehr nicht.’“</p>
<p><strong>Er hat etwas gegen Schlafzimmer</strong></p>
<p>Solch unerotische Zweisamkeit bringt Mathias Jung auf Gedanken an Friedrich Nietzsche. Der hat mal gesagt: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Mit einer Portion Chaos, meint Jung, könne Sexualität auch wieder verspielt werden. Und überhaupt: „Warum immer in diesen grässlichen Schlafzimmern? Das ist ja ein Fall für die UNO-Menschenrechtskommission!“ Schließlich gebe es so wunderschöne Teppiche und auch Küchentische.</p>
<p>Doch auch auf diese Ebenen müsse Sex nicht gezogen werden. „Warum nicht einfach mal zusammen sein und einander streicheln?“ Solche Berührungen bewirkten eine wundervolle erotische Stimmung. Jung hält es für geradezu bezeichnend, „dass wir Männer so gern das Wort Bumsen benutzen.“ Er bezweifelt, ob dies die treffende Formulierung sei, denn „es bumst, wenn zwei Autos aufeinanderstoßen.“</p>
<p><strong>Der Mann, die Kuh und die Frau</strong></p>
<p>Ein weiterer Mythos laute: „Der Mann übernimmt die sexuelle Führung.“ Er kriege die Frage „Wie bringe ich dich am besten zum Orgasmus?“ nicht über die Lippen. Auch dazu fällt Jung sogleich wieder ein Satz ein: „Eher bringt ein Mann ´ne Kuh auf die höchste Plattform des Kölner Doms als ´ne Frau zum Orgasmus.“</p>
<p>Mathias Jung zitiert den amerikanischen Sexualtherapeuten Bernie Zilbergeld. Der kritisiere in seinem Buch „Männliche Sexualität“, in Sachen Liebe sei der Mann auf „genitale Aktivitäten“ fixiert und betrachte den Penis als seine „Wunderwaffe“. Jung wird konkreter: „Der ist einen halben Meter lang, hart wie Stahl und macht die ganze Nacht nicht schlapp.“ Dies sei die klassische Vorstellung des Mannes, aber dabei sei der Penis „ein kleines verletzliches Organ, das manchmal monatelang vor sich hin ratzt.“</p>
<p><strong>Da hilft nur eine Transplantation vom Pferd</strong></p>
<p>Angesichts solcher Kruppstahl-Fantasie möge es schwer fallen, so der Therapeut, den eigenen nur menschlichen Penis zu akzeptieren. Männern hält er darum klar vor Augen: „Er ist der einzige Penis, den Sie haben werden &#8211; es sei denn, Sie planen eine Transplantation vom Pferd.“</p>
<p>Und noch ein Mythos, den Mathias Jung aus der Welt schaffen möchte. Er lautet: „Sex muss man nicht lernen.“ Er hält diese Auffassung für grotesk und meint, Männer müssten erotische Kultur lernen. Er frage sie immer wieder, ob sie jemals einen guten erotischen Roman oder eine gute erotische Novelle gelesen hätten. „Ne, gibt’s nicht. Stattdessen Sachbücher und Computerbücher im Kilo.“ Jung denkt an Boccaccios Decamerone und schwärmt: „Hundert Erzählungen aus dem 14. Jahrhundert. Zehn Männer und zehn Frauen erzählen sich Geschichten: erotisch, heftig, kräftig, unanständig, öbszön – traumhaft! Wenn Männer solche Bücher studieren würden wie die Betriebsanleitung für ihren Computer, dann wären wir einen Riesenschritt weiter.“</p>
<p>Foto: Sarah81</p>
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		<title>Zärtlichkeit außerhalb der Partnerschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 15:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungspsychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Es klingt provokant, wenn einer sagt, es tue Paarbeziehungen sehr gut, wenn beide Partner innige Beziehungen zu anderen Frauen und Männern pflegen. Doch nachdenklich macht solch eine Aussage, wenn sie aus dem Mund eines Mannes kommt, der als Paartherapeut geradezu Ruhm genießt. – Und das berechtigter maßen, wie ich meine. Dies ist auch körperlich gemeint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/07/zaertlichkeit-ausserhalb-de3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-941" style="float: left;" title="zaertlichkeit-ausserhalb-de3" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/07/zaertlichkeit-ausserhalb-de3.jpg" alt="Zärtlichkeit außerhalb der Partnerschaft" width="261" height="165" /></a>Es klingt provokant, wenn einer sagt, es tue Paarbeziehungen sehr gut, wenn beide Partner innige Beziehungen zu anderen Frauen und Männern pflegen. Doch nachdenklich macht solch eine Aussage, wenn sie aus dem Mund eines Mannes kommt, der als Paartherapeut geradezu Ruhm genießt. – Und das berechtigter maßen, wie ich meine.<span id="more-937"></span></p>
<p><strong>Dies ist auch körperlich gemeint</strong></p>
<p>Er geht noch weiter, indem er sagt: „Ich meine hier nicht nur geistige Beziehungen, ich spreche auch von körperlichen Beziehungen im Sinn von Berührung, Umarmung und Körperkontakt.“ Dies sagt Hans Jellouschek. Er ist Lehranalytiker und Psychotherapeut mit dem Schwerpunkt Paartherapie und bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge. In fast 30 Jahren hat er als Therapeut erfahren, was Paare tun können, damit ihre Beziehung auch über Jahrzehnte lebendig bleibt beziehungsweise auch nach Jahrzehnten wieder lebendig wird.</p>
<p>Jellouschek gesteht, seine Behauptung rufe immer wieder starke Reaktionen hervor. Sie reichten von begeisterter Zustimmung bis zu heftiger Ablehnung. Befürworter wie Gegner gingen davon aus, dass er den außerehelichen Geschlechtsverkehr befürworte, „obwohl ich davon hier ausdrücklich nicht rede.“ Der Therapeut sagt, wenn von körperlicher Berührung unter Erwachsenen, die nicht nahe verwandt sind, die Rede sei, „denken wir sofort an Sexualität.“ Bei Körperkontakt unter Frauen vielleicht weniger, auf jeden Fall aber bei Männern untereinander und bei Frau und Mann. Damit werde deutlich, dass wir hinsichtlich Körperkontakt unter Erwachsenen auf einen Alles-oder-Nichts-Standpunkt fixiert seien.</p>
<p><strong>Nur eine scheinbare Nähe</strong></p>
<p>Trotz propagierter Freizügigkeit gehe es in unserer Welt sehr distanziert zu, meint Hans Jellouschek und nennt Beispiele in seinem Buch „Wie Partnerschaft gelingt – Spielregeln der Liebe“: Vielfach gäben Menschen sich schon gar nicht mehr die Hand, und wenn, „dann als seelenloses Ritual ohne innere Beteiligung.“ Dies gelte sogar fürs „Küsschen rechts – Küsschen links“. Solch scheinbare Nähe laufe vielfach derart unpersönlich und flüchtig ab, dass so gut wie kein Kontakt entstehe: „Oft gucken sich die beiden nicht mal an dabei.“</p>
<p>Körperkontakt zwischen Frauen und Männern, der über ritualisierte Konvention hinausgehe, gerate heutzutage sofort in den Bannkreis von Sexualität. Das übrige Leben verlaufe demgegenüber extrem unkörperlich kontaktlos – „und das ist ein Zustand unter dem viele bewusst oder unbewusst leiden.“<br />
Jellouschek sagt, früher sei das anders gewesen. Die Lebensverhältnisse hätten es einst mit sich gebracht, dass Menschen sich mehr auf die Pelle rückten. Das habe ihnen ein Gefühl von Eingebundensein und Geborgenheit, von Vertrautheit und Nähe gegeben. Heute stille man vielfach Kinder nicht mehr, weil Babynahrung praktischer sei, man lasse sie schreien, um sie an den gewünschten Essensrhythmus zu gewöhnen und rechne es sich als Erziehungserfolg an, wenn sich der Kleine selbst beschäftige, statt auf den Arm zu wollen.</p>
<p><strong>Männer fragen sich, wie sie das durchhalten sollen<br />
</strong><br />
„Wir haben Körperlichkeit im zwischenmenschlichen Kontakt verlernt,“ beklagt Jellouschek, „und alle Bedürfnisse, die hier unerfüllt bleiben, richten sich jetzt auf die Sexualität – und diese wird damit total überfrachtet.“ Darum „verordne“ er manchen Paaren aus therapeutischen Gründen sexuelle Enthaltsamkeit. Vor allem Männer könnten sich überhaupt nicht vorstellen, wie das durchzuhalten sei. Doch meistens gelinge diese Abstinenz nicht nur ohne große Probleme. Oft seien Männer sogar erleichtert, dass sie in dieser Zeit nicht „wollen müssen“.</p>
<p>In der Enthaltsamkeitsphase entdeckten Paare, dass es noch viel mehr Möglichkeiten gebe, sich körperlich zu berühren als im sexuellen Kontakt. „Sie beginnen, in lustvoller Weise damit zu experimentieren, was mit Händen, Armen, Beinen und im Hautkontakt miteinander möglich ist. Das war durch die Fixierung auf Sex vorher bei beiden blockiert.“</p>
<p><strong>Dieser Hunger muss gestillt werden</strong></p>
<p>Das Wort „Streicheleinheiten“ sei zwar in aller Munde, aber Jellouschek hinterfragt, was damit gemeint ist. Im Grunde werde darunter nichts anderes als ein taktisch eingesetztes Lob verstanden. Im Sinne von: „Der braucht heute wieder seine Streicheleinheiten“ oder „Gib ihr halt noch ein paar Streicheleinheiten, dann wird sie schon Ruhe geben!“. Auf diese Weise zögen wir die ursprüngliche Bedeutung ins Lächerliche und täten uns damit nichts Gutes. Der Psychologe ist der Überzeugung: „Wenn wir diesen existenziellen Hunger nicht stillen, verhungert etwas in uns.“</p>
<p>Der Mangel an Berührung könne regelrecht krank machen – und zwar körperlich und seelisch. Wer auf Dauer nicht berührt werde, stelle sein Bedürfnis danach irgendwann mal ab. „Mit dieser Unterdrückung verliert er ein klares Gefühl von sich selber. Sich aber nicht mehr richtig zu spüren, ist ein Hauptmerkmal depressiver Erkrankung.“ Und der ungestillte Hunger nach Berührung suche zerstörerische Ersatzbefriedigung: „Wir beginnen zu rauchen, zu trinken, zu viel zu essen: Süchte haben immer auch mit Mangel an körperlicher Zuwendung zu tun.“</p>
<p><strong>Wer sich nicht berühren lässt&#8230;<br />
</strong><br />
Jellouschek nimmt das Wort „berühren“ unter die Lupe. Darin enthalten sei das Wort „rühren“, und das habe etwas mit Bewegung zu tun. Durch Berührung beginne sich im Menschen etwas zu bewegen, körperlich und gefühlsmäßig, und diese Bewegung sei heilsam, denn das Gegenteil der Bewegung sei die Erstarrung. – „Und wie viele Erkrankungen haben mit Starre und Erstarrung zu tun! &#8211; Wer sich nicht berühren lässt oder nicht berührt wird, ist der Krankheit näher als der Gesundheit.“</p>
<p>Der Therapeut lenkt noch einmal den Blick in die Vergangenheit, in die Zeit, in der Paare noch viel stärker in die Verwandtschaft eingebettet waren. Jellouschek sagt: „Das war eine große Entlastung für das Paar. Das Wohl und Wehe der Partner hing nicht allein davon ab, ob sie miteinander harmonierten.“ Denn die Nähe zu Eltern und Geschwistern sei oft sogar inniger gewesen als die der Partner untereinander. – „Und niemand fand etwas dabei!“</p>
<p><strong>Ein Partner kann nicht allen Hunger stillen</strong></p>
<p>Durch Berührung und Körperkontakt werde ein Gefühl von Nähe, Intimität und Geborgenheit geschaffen. Doch wenn der Lebenspartner die einzige Quelle dieser Erfahrung sei, werde er überfordert.</p>
<p>Viele Ehekrisen würden nach Auffassung Jellouscheks gar nicht erst entstehen, wenn beide Partner heute, statt in der Großfamilie, eingebettet wären in ein Netz von Freunden und Freundinnen, mit denen sie auch körperlichen Kontakt pflegen. Dadurch entstünde, was so oft vermisst wird: „Wärme, Nähe und das Gefühl von Eingebettetsein, und die Hauptbeziehung würde vor Überforderung geschützt.“</p>
<p><strong>Geraten wir auf diesem Weg in Teufels Küche?</strong></p>
<p>Jellouschek übersieht nicht, dass diesbezüglich ein großes Aber im Raum steht. Er stellt sich selbst die Frage, ob wir nicht „in Teufels Küche mit solcher Freizügigkeit kommen?“ Er erzählt aus seiner persönlichen Erfahrung und gesteht, in seiner Umgebung manchmal tatsächlich ein „rechtes Durcheinander“ erlebt zu haben. Bei ihm habe es eine Zeit des Experimentierens gegeben, „und das schaffte Unsicherheit, aus der heraus auch Verletzungen zugefügt und nicht immer alles gut auf die Reihe gebracht wurde.“ Doch dies habe sich konsolidiert. „Wir sind sehr achtsam darauf geworden, dass es Differenzierungen und Grenzen gibt. – und sind der Überzeugung, dass ein undifferenziertes Kreuz und Quer von sexueller Intimität die geschilderte Lebensform zerstören würde.“</p>
<p>Foto: daniel.schoenen</p>
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		<title>Anonyme Liebesbriefe</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 13:20:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Über die geradezu verrückt knisternde aber wahre Geschichte der Dagmar Sippel ist nun nicht nur in &#8220;Liebe ART&#8221; zu lesen. Auch Burda-Backstage erzählt jetzt, was die in Paris lebende Fotografin ein Jahr lang durch anonyme Liebesbriefe erlebte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/briefe.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-919" style="float: left;" title="briefe" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/briefe.jpg" alt="Anonyme Liebesbriefe" width="230" height="158" /></a>Über die geradezu verrückt knisternde aber wahre Geschichte der Dagmar Sippel ist nun nicht nur<a href="http://www.liebe-art.de/kunst/postalische-ekstase/323"> in &#8220;Liebe ART&#8221; zu lesen</a>. Auch <a href="http://blog.burdafashion.com/bumo/blog/Redaktion/2008/05/16/1-2-3-cultures-liebesbriefe">Burda-Backstage </a>erzählt jetzt, was die in Paris lebende Fotografin ein Jahr lang durch anonyme Liebesbriefe erlebte.</p>
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		<title>Lust ist machbar</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 15:04:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Sachen Lust entwickelt sich eine neue Normalität. Das heißt: Der Mann kann immer! Egal, ob er von einem Neun-Stunden-Verhandlungs- Marathon mit bedrohlichem Ausgang oder mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes nach Hause kommt. Sein Sex funktioniert. Auch dann, wenn sonst nichts mehr geht – dank Viagra. Solch neue Normalität bringt Frauen unter Druck. Noch stimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft alignnone" style="float: left;" src="http://www.liebe-art.de/temp/Lust-ist-machbar.jpg" alt="Lust ist machbar." width="163" height="163" />In Sachen Lust entwickelt sich eine neue<br />
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Egal, ob er von einem Neun-Stunden-Verhandlungs-<br />
Marathon mit bedrohlichem Ausgang oder mit dem<br />
Verlust seines Arbeitsplatzes nach Hause kommt.<br />
Sein Sex funktioniert. Auch dann, wenn sonst nichts<br />
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bringt Frauen unter Druck.</p>
<p><span id="more-896"></span><strong>Noch stimmt die Chemie nicht</strong></p>
<p>Was Mann kann, können Frauen nämlich noch lange nicht. Dabei rackern Pharmakonzerne seit Jahren für die Erfindung einer Pille, die Frauen endlich gibt, was Männer bereits seit einem Jahrzehnt beglückt. Aber noch stimmt die Chemie nicht. Jene zu schluckende Chemie, die der weiblichen Libido ruckzuck auf die Sprünge hilft.</p>
<p>Das ist ein Problem. Schließlich leiden allein in den USA 43 Prozent der Frauen an einem gestörten Liebesleben. Das geht aus einer häufig zitierten Studie des Soziologen Edward Laumann hervor. Es wird also Zeit, dass die blaue Männerpille endlich auch im zarten Rosa zu haben ist.</p>
<p><strong>Die technische Lösung fürs menschliche Problem</strong></p>
<p>Nicht nur, weil Frauen ohne dieses Mittelchen gegenüber Männern ins Hintertreffen geraten. Es eilt, weil der omnipotente Mann bald tatsächlich glaubt, was er sich ohnehin schon recht erfolgreich einredet. Sexuelle Probleme sind da, um sie zu lösen. Und zwar technisch.</p>
<p>Männer sehen den Weg zum sexuellen Glück ziemlich mechanisch. Das sagt jedenfalls Claus Buddeberg in dem Schweizer Magazin „Weltwoche“. Buddeberg weiß, was er sagt, denn er ist Sexualmediziner und leitet die Abteilung Psychosoziale Medizin am Universitätsspital Zürich. Bezüglich männlichen Denkens spricht er vom „alten Dampfkessel-Modell“: Der sexuelle Trieb staue sich an und dränge auf Entladung – in Form einer Erektion mit Ejakulation. Wenn es am Druckaustrittsventil hapere, sei das ein mechanisches, folglich lösbares Problem.</p>
<p><strong>Dieses Ding muss funktionieren. Rund um die Uhr.</strong></p>
<p>Irwin Goldstein, Professor für Urologie an der Boston University School of Medicine setzt noch eins oben drauf. Im Spiegel sagt er: „Ich bin Ingenieur. Ich kann alle Gesetze der Hydraulik auf sexuelle Störungen anwenden.“</p>
<p>Zurück zum Druckaustrittsventil. Nun stelle man sich vor, dieses Ding funktioniert und sein Besitzer will es zum Einsatz bringen. Dann braucht er als Pendent ein Einlassventil. Es zu haben, reicht aber nicht. Dieses Ding muss auch funktionieren. Und zwar am besten rund um die Uhr und wie geschmiert.</p>
<p><strong>Der Herr der Schöpfung und seine teure Idee</strong></p>
<p>Wenn das nicht der Fall ist, wird der Herr der Schöpfung nachdenklich. Er zerbricht sich den Kopf, wobei er sich nicht lange mit Ursachenforschung aufhält, sondern eine flotte technische Lösung favorisiert. Er überlegt, wie es wäre, einfach das Einlassventil zu wechseln. Doch davon lässt er dann doch lieber die Finger, denn Kauf und Entsorgung des alten Teils übersteigen seine finanziellen Möglichkeiten. – Jedenfalls in vielen Fällen.</p>
<p>Dann fällt ihm die Lösung ein: Die Besitzerin des Einlassventils soll doch sehen, wie sie dieses Teil und sich selbst wieder flott kriegt. Schließlich hat er’s ihr doch via Viagra vorgemacht, wie sexuelle Wertsteigerung funktioniert.</p>
<p><strong>Eine Investition, die die Lust in Fluss bringt</strong></p>
<p>Ist dem Mann diese Lösung erst einmal eingefallen, ist er ihr schnell verfallen. Und genau darin liegt das Problem: Wer nämlich als lösungsorientierter Mann endlich seinen gedanklichen Faden durchs Nadelöhr gefriemelt hat, ist so froh, die Lösung verheißende Öffnung gefunden zu haben, dass er nichts anderes mehr denken kann.</p>
<p>Eigentlich schade, denn es hätte ihm mehr einfallen können als eine technische Lösung fürs schwergängige Einlassventil. Hätte er sich dessen Besitzerin einmal in Ruhe angeschaut, wäre ihm womöglich aufgefallen, dass sie sich mehr als nur Job, Hausarbeit, plärrende Kinder und einen Mann mit technischem Verständnis wünscht: zum Beispiel seine Anerkennung, Aufmerksamkeit und Zeit. Eine Investition, die die Lust in Fluss bringt.</p>
<p><strong>Als seien diese Frauen krank</strong></p>
<p>Leonore Tiefer, Psychotherapeutin von der New York University beklagt, mit der Sexualität werde verfahren, als habe man es mit einem Verdauungsproblem zu tun. Sie spricht von einer „Medikalisierung“, die dafür sorge, dass alle Frauen, die kein großes Interesse an Sex hätten, in den Ruch des Anormalen, Kranken gerieten. Sie glaubt, statt einer Hormonersatztherapie sei oft ein Ehemannersatz das probate Mittel.</p>
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