<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Liebe ART &#187; Etwas anderes</title>
	<atom:link href="http://www.liebe-art.de/category/etwas-anderes/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.liebe-art.de</link>
	<description>Sprechen. Verstehen. Beziehung schaffen. Dialog, der Partner schafft. In jeder Beziehung.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 Nov 2011 17:59:49 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.3</generator>
		<item>
		<title>Wenn ältere Frauen junge Männer lieben</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/wenn-altere-frauen-junge-manner-lieben/949</link>
		<comments>http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/wenn-altere-frauen-junge-manner-lieben/949#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 04:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Attraktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Etwas anderes]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[In Partnerschaft leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liebe-art.de/?p=949</guid>
		<description><![CDATA[Was steckt dahinter, wenn Frauen jüngere Partner haben? Wollen sie nur wissen, was es bedeutet, wie Madonna, Iris Berben (Foto) oder Desirée Nosbusch zu lieben? Männer, die sich nur noch verwalten Brigitte Brandstötter weiß, dass mehr dahinter steckt. Die österreichische Soziologin hat sich in ihrer Doktorarbeit mit dieser gesellschaftlichen Tendenz befasst. Ihr Thema: „Das neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/08/iris-berben-heiko-kiesow.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-950" style="float: left;" title="Iris Berben und Heiko Kiesow" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/08/iris-berben-heiko-kiesow.jpg" alt="Iris Berben und Heiko Kiesow" width="122" height="167" /></a>Was steckt dahinter, wenn Frauen<br />
jüngere Partner haben?<br />
Wollen sie nur wissen, was es bedeutet,<br />
wie Madonna, Iris Berben (Foto) oder<br />
Desirée Nosbusch zu lieben? <span id="more-949"></span></p>
<p><strong>Männer, die sich nur noch verwalten</strong></p>
<p>Brigitte Brandstötter weiß, dass mehr dahinter steckt. Die österreichische Soziologin hat sich in ihrer Doktorarbeit mit dieser gesellschaftlichen Tendenz befasst. Ihr Thema: „Das neue Rollenbild ungleicher Paare“.</p>
<p>Ich unterhielt mich mit ihr und fragte: „Kann es sein, dass gleichaltrige Männer nicht bereit sind, sich auf ein modernes Frauenbild einzulassen – nämlich darauf, dass Frauen selbstbewusst sind, dass so manche mit 45 Jahren noch einmal anfangen zu studieren, beruflich Erfolg haben und finanziell unabhängig sind?“ <a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/08/brigitte-brandstoetter.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-951" style="float: left;" title="Brigitte Brandstötter" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/08/brigitte-brandstoetter.jpg" alt="Brigitte Brandstötter" width="120" height="169" /></a>„Ja,“ sagt Brigitte Brandstötter (links), „die weibliche Rolle ist heute von Veränderungen geprägt. Viele Männer ab 50 hingegen verwalten sich nur noch und tun so, als hätten sie keine prickelnde Zukunft in Sicht.“</p>
<p><strong>&#8220;Bei ihm kann ich sein wie ich will&#8221;</strong></p>
<p>In ihren wissenschaftlichen Untersuchungen befasste sich die Doktorandin mit so genannten ungleichen Paaren, die mindestens seit drei Jahren zusammen waren, die ihre Beziehung vor der Öffentlichkeit nicht verheimlichten und mindestens sieben Jahre Altersunterschied aufwiesen.</p>
<p>In zahlreichen Gesprächen stellte sich heraus, dass es nicht in erster Linie Sexualität war, die ältere Frauen in die Arme jüngerer Männer trieb. „Sicher sind diese Frauen interessiert an einer lebendigen und erfüllenden Sexualität, aber zuerst einmal ging es ihnen um eine Art wohltuender Kameradschaft.“ Eine Frau habe ihr gesagt: „Bei diesem jungen Mann kann ich sein wie ich will.“ Und das heiße zum Beispiel selbständig, kreativ, neugierig zu sein und erwartungsvoll ins Leben zu blicken.</p>
<p><strong>Die Stärke reifer Frauen</strong></p>
<p>Das passt zu einer Aussage, die die deutsche Soziologin Dr. Ursula Richter gegenüber „Welt online“ machte: „Mit 40 geben Frauen Gas, Männer bleiben in der Midlife Crisis stecken.“ Ältere Frauen seien gelassener, toleranter, erfahrener und hätten einen klaren Lebensentwurf im Kopf. Sie machten konkrete Aussagen, verlangten weniger Emotion und böten rationale Erklärungen. Zudem machten sie ihr Glück nicht vom Partner abhängig.</p>
<p>Alle Frauen, die Brigitte Brandstötter interviewte, waren vor ihrer ungleichen Partnerschaft mit älteren Männern liiert, von denen sie manchmal dachten: „Mein Mann kompostiert auf dem Sofa herum.“</p>
<p><strong>Liebe stand ursprünglich nicht auf dem Plan</strong></p>
<p>Sämtliche Paare, die die Österreicherin wissenschaftlich begleitete, hatten sich rein zufällig kennengelernt. Sie waren also ursprünglich nicht darauf aus, im Gegenüber ihren künftigen Partner zu erkennen. Und in allen Fällen seien es die Männer gewesen, die gegenüber der älteren Frau „wie Ritter ohne Furcht und Tadel“ auftraten, um sie von ihrer Liebe zu überzeugen. „Die Frauen waren in der ersten Phase sehr vorsichtig, weil sie befürchteten, schließlich doch einen Korb zu bekommen.“</p>
<p>Sobald es zwischen den Paaren „gefunkt“ habe, hätten sie die Anziehung in erotischer Hinsicht zwar als „sehr stark“ erlebt, sie jedoch nicht sogleich ausgelebt. „Aus Angst vor den Kommentaren der Gesellschaft traten die Frauen auf die Bremse.“</p>
<p>Nachdem sie ihre Beziehung öffentlich gemacht hätten, habe es die Frauen in das jüngere Milieu des Mannes gezogen. Denn „in ihrem eigenen alten Freundes- und Bekanntenkreis ernteten sie Häme und Intoleranz.“</p>
<p><strong>Ursache war nicht die Erotik der Österreicherinnen</strong></p>
<p>In Brigitte Brandstötters Dissertation ist zu lesen, dass Gesellschaft sich nicht zu allen Zeiten so starr verhielt. Sie richtet den Blick zurück auf das Jahr 1794. Die Soziologin sagt: „Damals waren in Salzburg mehr als 50 Prozent aller Ehen so gelagert.“ Dies habe seinen Grund allerdings weniger in der hocherotischen Anziehungskraft reifer Österreicherinnen gehabt. Ursache seien die Zünfte gewesen. Sie hätten nämlich für die Versorgung der Witwen und Waisen verstorbener Handwerksmeister zu sorgen gehabt. Und um ihre eigene Zuständigkeit nicht irgendwann als unzumutbaren Zustand zu erleben, hätten sie eine Art Erlass verkündet. Der habe diktiert, den frei gewordenen Platz neben einer Witwe innerhalb von drei Jahren durch einen jungen Handwerksmeister zu besetzen. Diese Maßnahme habe Betriebe gerettet und viele ungleiche Paare ergeben. Deren Liebe sei zwar nicht sogleich glühend gewesen, jedoch vielfach irgendwann entfacht.</p>
<p><strong>Was reife Frauen anziehend macht</strong></p>
<p>„Aber was ist es heute, was jüngere Männer zu älteren Frauen zieht?“, wollte ich wissen. „Männern gefällt, dass diese Frauen insgesamt lockerer sind als jüngere,“ sagt Brigitte Brandstötter. Anziehend mache sie auch ihre reife Attraktivität, ihre Lebenslust und nicht zuletzt die Tatsache, „dass sie nicht unbedingt geheiratet werden wollen.“ All diese Frauen hätten sich zwar eine Beziehung in Verbindlichkeit gewünscht, doch sie seien ebenso wie die Männer davon ausgegangen, dass ihre Liebe „ein Ablaufdatum“ habe. „Dadurch haben sie wohl so viel Druck aus ihrer Beziehung genommen,“ vermutet Brigitte Bandstötter, dass der Tag des traurigen Endes bislang nicht in Sicht geraten sei.</p>
<p>Fotos: Woman Special, dpa</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/wenn-altere-frauen-junge-manner-lieben/949/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Liebende Freiheit zu dritt</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/liebende-freiheit-zu-dritt/959</link>
		<comments>http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/liebende-freiheit-zu-dritt/959#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 10:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eifersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Etwas anderes]]></category>
		<category><![CDATA[In Partnerschaft leben]]></category>
		<category><![CDATA[Seitensprung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liebe-art.de/?p=959</guid>
		<description><![CDATA[Ihre Enkelin habe noch kein einziges Buch von ihr gelesen. „In ihren Augen ist es peinlich, dass ihre Großmutter mit 60 Jahren freizügig über Sex schrieb,“ sagt die Autorin. Fünf Jahrzehnte lang zwei Männer Wie sie heute, mit 88 Jahren, über dieses Thema denkt, erzählt Benoite Groult (Foto) in einem Interview mit der Zeitschrift „Brigitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/09/benoite-groult.jpg"></a><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/09/benoite-groult1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-961" style="float: left;" title="Benoite Groult: Liebende Freiheit zu dritt" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/09/benoite-groult1.jpg" alt="Benoite Groult: Liebende Freiheit zu dritt" width="112" height="166" /></a>Ihre Enkelin habe noch kein einziges Buch<br />
von ihr gelesen. „In ihren Augen ist es peinlich,<br />
dass ihre Großmutter mit 60 Jahren freizügig<br />
über Sex schrieb,“ sagt die Autorin.<span id="more-959"></span></p>
<p><strong>Fünf Jahrzehnte lang zwei Männer</strong></p>
<p>Wie sie heute, mit 88 Jahren, über dieses Thema denkt, erzählt Benoite Groult (Foto) in einem Interview mit der Zeitschrift „Brigitte woman“.</p>
<p>Fünf Jahrzehnte lang hatte die französische Autorin des erotischen Romans „Salz auf unserer Haut“ zwei Männer. Ihr Ehemann Paul Guimard war Schriftsteller und Franzose – ihr Geliebter Kurt Heilbronn war ein amerikanischer Pilot, der als deutscher Jude 1925 in die USA emigrierte.</p>
<p><strong>Eine Ehe kam nicht in Frage</strong></p>
<p>Über ihr Zusammensein mit ihrem Liebhaber sagt sie: „Wir haben uns fünf Jahrzehnte lang getroffen, im Abstand von Monaten, manchmal sogar Jahren.“ Bei jedem Wiedersehen sei es gewesen, „als seien wir wieder jung, wie 18-Jährige.“ Benoite Groult vermutet, dies sei möglich gewesen, da ihre Leidenschaft fern vom Alltag gewesen sei. „Unser Verlangen füreinander hörte niemals auf. &#8211; Weil wir wussten, dass wir nach ein paar Tagen wieder Abschied nehmen mussten.“</p>
<p>Ihren Geliebten zu heiraten, sei für sie nie in Frage gekommen. Über Kurt Heilbronn sagt die Autorin, er habe „überhaupt keine Bildung“ gehabt. „Er interessierte sich nicht für Kultur, er las kein einziges Buch.“</p>
<p><strong>Seine Affären</strong></p>
<p>Benoite Groult machte die Erfahrung, dass Beziehung durchaus rein sexuell sein könne. Umgekehrt halte sie es für schwierig, zu einem tieferen geistigen Verständnis vorzudringen, ohne Sexualität miteinander zu erleben. Mit ihrem Mann habe sie ein tiefes gedankliches Verstehen verbunden. „Mit ihm konnte ich mich wunderbar unterhalten. Wir hatten so viele gemeinsame Interessen: Die Liebe zur Kultur und auch zur Natur, wir gingen zusammen fischen.“</p>
<p>Paul Guimard, ihr Mann, habe während ihrer Ehe einige Affären gehabt, und Benoite Groult gesteht, eifersüchtig gewesen zu sein. „Sehr sogar.“ Literarisch habe sie dieses Gefühl in ihrem Buch „Juliette und Marianne“ verarbeitet. Paul hingegen sei kein eifersüchtiger Mensch gewesen. Schließlich sei von ihm der Vorschlag gekommen, einen <a href="http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/akzeptiertes-fremdgehen/761">Ehevertrag à la Sartre-Beauvoir </a>zu machen und somit eine <a href="http://www.liebe-art.de/etwas-anderes/partnersuche-der-besonderen-art/935">polyamore Partnerschaft</a> einzugehen. „Als wir heirateten, sagte er mir klipp und klar, dass er künftig keineswegs seine Augen vor anderen schönen Frauen verschließen wollte. In unsere Eheringe ließen wir das Motto ,Freiheit, Gleichheit, Treue’ eingravieren.“</p>
<p><strong>Freiheit, Gleichheit, Treue: kein Widerspruch</strong></p>
<p>Dies sei kein Widerspruch, sagt Benoite Groult. Man könne sich als Paar Freiheiten gönnen, vorausgesetzt, „man kann zwischen zufälligen und notwendigen Lieben unterscheiden.“ Das funktioniere nur, solange beiden bewusst sei, wer die Haupt- und wer die Nebenfigur sei.</p>
<p>Auf die Frage, ob das sexuelle Begehren im Alter verschwinde, sagt die 88-Jährige: „Nein, ich denke, es vergeht nie.“ Für einen Mann sei Sex im Alter schwieriger als für eine Frau, weil viele Männer unter Impotenz litten. Aber „eine Frau kann eigentlich immer Sex haben.“</p>
<p><strong>Liebe ohne Zusammenleben</strong></p>
<p>Benoite Groults Freund starb vor sechs Jahren, ihr Mann vor vier. Danach habe sie sechs Monate gebraucht, um sich wieder an den Schreibtisch setzen zu können, sagt die Autorin. „Das ist wie beim Tiefseetauchen, es dauert, man kann nur langsam an die Oberfläche des Meeres steigen.“</p>
<p>Wenn sie über eine neue Liebe nachdenkt, wird ihr klar, nicht mehr mit einem Mann zusammenleben zu wollen. „Aber ich hätte gern einen Gefährten, mit dem ich reisen könnte, mit dem ich ins Kino oder in ein Restaurant gehen würde. Ich wäre gern oft mit ihm zusammen. Aber ansonsten will ich mein Leben so leben, wie ich es will. Ich brauche meine Freiheit.“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/liebende-freiheit-zu-dritt/959/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Gesuchte darf auch verheiratet sein</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/etwas-anderes/partnersuche-der-besonderen-art/935</link>
		<comments>http://www.liebe-art.de/etwas-anderes/partnersuche-der-besonderen-art/935#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 10:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etwas anderes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liebe-art.de/?p=935</guid>
		<description><![CDATA[Partnersuche der besonderen Art Es ist für mich zwar nichts Ungewöhnliches, im Auftrag unterschiedlichster Menschen geschäftliche und private Briefe zu schreiben. Den Auftraggebern geht es in aller Regel darum, ihren Adressaten Wichtiges bis Existentielles zu vermitteln. Ungewöhnlich ist jedoch die Bitte eines Niederländers. Er möchte sich mit journalistischer Hilfe verlieben. Ein seltsamer Anruf Unsere Zusammenarbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Partnersuche der besonderen Art</strong></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/07/er-sucht-sie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-936" style="float: left;" title="er-sucht-sie" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/07/er-sucht-sie.jpg" alt="Mann sucht Traumfrau" width="220" height="168" /></a>Es ist für mich zwar nichts Ungewöhnliches, im Auftrag unterschiedlichster Menschen geschäftliche und private Briefe zu schreiben. Den Auftraggebern geht es in aller Regel darum, ihren Adressaten Wichtiges bis Existentielles zu vermitteln. Ungewöhnlich ist jedoch die Bitte eines Niederländers. Er möchte sich mit journalistischer Hilfe verlieben.</p>
<p><span id="more-935"></span></p>
<p><strong>Ein seltsamer Anruf</strong></p>
<p>Unsere Zusammenarbeit begann mit einer Mail, die ich in meinem Postfach fand. Ein Niederländer schrieb mir in gebrochenem Deutsch, er verstehe und spreche die deutsche Sprache zwar gut, könne sie aber nur unzureichend schreiben. Er habe „Liebe ART“ und meine Website <a href="http://www.erfolgstexte.com/">erfolgstexte.com </a>gelesen und sei der Meinung, ich könnte ihm helfen.</p>
<p>Am nächsten Tag telefonierten wir. Ich fragte ihn: „Wobei helfen?“ Hätte ich seine Antwort nicht gehört sondern nur gelesen, wäre ich mehr skeptisch als bereit gewesen, seinen Auftrag anzunehmen. Doch Stimme und Betonung erzählen häufig mindestens so viel wie Worte, und was ich aus diesem Mann deutlich heraushörte, war Aufrichtigkeit.</p>
<p><strong>Statt Affäre &#8220;zauberhaftes Zusammensein&#8221;</strong></p>
<p>In einer Offenheit, die aus Männermündern selten zu hören ist, sagte er mir, er suche eine Frau. Und zwar in Deutschland. „Eine Dame“, betonte er, eine mit Bildung, Herzenswärme, Charme und einem Aussehen, das ihn anziehe. Heiraten wolle er sie nicht, lieben jedoch sehr. Und mit „lieben“ meinte er nicht nur sexuell. Nein, die Gesuchte solle so sein, dass sie all seine Sinne anspreche, und wenn er sie gefunden habe, wolle er ihr ein „zauberhaftes Zusammensein“ bereiten. Auf keinen Fall wolle er eine Affäre und schon gar keinen One-Night-Stand. Er beabsichtige langfristige, verbindliche und heftig knisternde erotische Zweisamkeit. Wo die gesuchte Frau lebe, sei nicht so wichtig. Er sei flexibel, mobil, beruflich erfolgreich und finanziell so famos ausgestattet, dass er sich so manchen Zweier-Zauber leisten könne.</p>
<p>Als er fürs Erste ausgeredet hatte, sagte ich, wenn ich ihm helfen solle, würde ich eine Menge Fragen an ihn richten (schließlich wollte und musste ich möglichst genau wissen, wen und welch Gesinnungskind ich am Hörer hatte). Das sei selbstverständlich, antwortete er so, als würde er es mir fast krumm nehmen, wenn ich dies nicht täte.</p>
<p><strong>Egal, ob ledig oder verheiratet</strong></p>
<p>Ich legte los und erfuhr so viel über diesen Niederländer, dass vor meinem geistigen Auge ein recht komplettes Bild von ihm entstand. Nun wusste ich auch, was ich zu allererst für ihn tun sollte: eine Anzeige verfassen. Eine, in der er den Leserinnen der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ offen verrät, wen und was er sucht und auch, was er der Gesuchten geben will.</p>
<p>Das Ungewöhnliche seines Suchens kommt allerdings noch: Ihm ist egal, ob die Frau seines Herzens ledig oder verheiratet ist.</p>
<p><strong>Eine außergewöhnliche Art, Liebe zu gestalten</strong></p>
<p>Mit seinem Vorhaben berührt er ein Thema, das immer häufiger in Medien und Wissenschaft aufkreuzt. Das Fachwort dafür lautet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamory">Polyamory</a>. Es geht um <a href="http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/akzeptiertes-fremdgehen/761">akzeptiertes Fremdgehen </a>und somit um eine <a href="http://www.liebe-art.de/in-partnerschaft-leben/ausergewohnlich-liebende-gesucht/765">außergewöhnliche Art</a>, Liebesbeziehung zu gestalten. Doch dieser Niederländer ist keiner, der partout eine polyamore Beziehung anstrebt. Er ist lediglich offen für diese Variante der Liebe.</p>
<p>Offen ist er auch in anderer Hinsicht. Je mehr ich mit ihm und seinem Ansinnen beschäftigt war, desto häufiger dachte ich, dies sei ein Thema für „Liebe ART“. Allerdings kam es für mich nicht in Frage, diesen Gedanken weiter zu spinnen, denn was ich mit Auftraggebern bespreche, geht die Welt nichts an. Doch dann war er es, der den Vorschlag machte: „Ich finde, das ist ein ausgezeichnetes Thema für Ihr Online-Magazin.“ – „Stimmt,“ sagte ich, „aber keine Angst, ich gehe nie mit vertraulich besprochenen Themen an die Öffentlichkeit.“ Er meinte, in diesem Fall dürfe ich es ruhig tun. Das Thema sei zu interessant, um es für sich zu behalten. Er selbst sei sehr gespannt, wie die Gesellschaft reagiere und habe nur eine Bitte: Ich solle ihm ein Pseudonym geben.</p>
<p><strong>Berührende Antworten</strong></p>
<p>Und das tue ich nun. „Mein“ Niederländer heißt (in „Liebe ART“) Cornelis Goedverwacht. Mittlerweile „muss“ er so viele Zuschriften beantworten, dass er kaum noch dazu kommt, seine beruflichen Pflichten zu erfüllen. Und er sagt: „Es berührt mich, mit welch hohem Niveau, mit welcher Offenheit und spürbarer Authentizität diese Frauen mir schreiben.“ Und hier nun sein Text, der in der Zeit erschienen ist:</p>
<p> </p>
<p><strong>Die Anzeige</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #0000ff;">Geht auch Ihnen hin und wieder durch den Kopf, was viele sich erträumen jedoch kaum jemand über die Lippen bringt? Oscar Wilde brachte es auf den Punkt: „In married life three is company and two is none.“ Wenn dieser Satz Ihre Sehnsucht beschreibt, würde ich mich freuen, Sie kennen zu lernen. Die Beziehung, die ich suche, muss nicht polyamorer Natur sein, aber ich wäre offen für Sie, wenn es einen Partner in Ihrem Leben gäbe.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #0000ff;">Ich bin ein Mann von Mitte 50, bin1,84 groß und glaube, ein freundliches Wesen und ein Aussehen zu haben, das Frau sich gern ansieht. Ich bin geschieden, belesen und habe zahlreiche Interessen, bin empathisch, aufgeschlossen und romantisch, halte mich für einen ehrlichen, zuverlässigen, fürsorglichen und großzügigen Mann. Letzteres kann ich mir auch finanziell leisten. Wichtiger ist mir allerdings etwas anderes: Ich möchte einer Frau zutiefst das Gefühl geben, wahrhaft Frau zu sein.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #0000ff;">Mein Traum ist eine Frau, die von einer langfristigen Beziehung in Freundschaft und Liebe träumt. Zusammen mit ihr möchte ich Fantasien wahr werden lassen. Die Frau, die ich finde, werde ich romantisch verwöhnen und sie mit den schönen Dingen des Lebens erfreuen.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #0000ff;">Ich suche eine liebenswerte, elegante, Dame mit Charme, einer Sinnlichkeit, die all meine Sinne herausfordert, eine Frau, die auf sehr kultivierte Weise erotisch anmutet. Wenn sie gebunden ist, will ich ihre Partnerschaft nicht zerstören. Ich möchte diese Frau in ihrer Beziehung mit mir langfristig bereichern – und vielleicht bereichert es sogar ihren Partner, wenn er weiß, auf welche Weise sie mit mir Erfüllung findet. Ich wünsche mir eine liebende Erotik, die nicht erst in der Sexualität beginnt. Erotisches Empfinden braucht Liebenswürdigkeiten und Herausforderungen wie das Feuer die Luft. Für die Frau, die mit mir zusammen ein gemeinsames Feuer entfachen möchte, gibt es nur eine Position in meinem Leben: die meiner Prinzessin.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #0000ff;">Attraktivität und erotische Anziehungskraft einer Frau hängen nicht von ihrem Alter ab. Darum kann die Frau, von der ich träume, zwischen Mitte dreißig und Ende sechzig Jahre alt sein. Wie wir unsere Beziehung gestalten, wird von Ihren persönlichen Lebensumständen abhängen. Ich freue mich auf Ihren Brief und ein paar Fotos.</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liebe-art.de/etwas-anderes/partnersuche-der-besonderen-art/935/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

