<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Liebe ART &#187; Homosexualität</title>
	<atom:link href="http://www.liebe-art.de/category/homosexualitat/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.liebe-art.de</link>
	<description>Sprechen. Verstehen. Beziehung schaffen. Dialog, der Partner schafft. In jeder Beziehung.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 Nov 2011 17:59:49 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.3</generator>
		<item>
		<title>Warum gerade mein Kind?</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/bucher/warum-gerade-mein-kind/792</link>
		<comments>http://www.liebe-art.de/bucher/warum-gerade-mein-kind/792#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 16:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Tochter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liebe-art.de/homosexualitat/warum-gerade-mein-kind/792</guid>
		<description><![CDATA[Mit der Homosexualität des Nachbarn können die meisten mittlerweile umgehen. Aber wenn der eigene Sohn seine Homosexualität eröffnet, können Eltern das in der Regel nur schwer verkraften. Das Buch &#8220;Warum gerade mein Kind?&#8221; kann ihnen helfen. Offene Worte In aller Offenheit erzählen darin 13 Mütter und Väter nicht nur, wie sie auf das Coming-out ihres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/02/Ich-bin-schwul.jpg" alt="Ich bin schwul: Wenn der eigene Sohn sich als homosexuell outet, können Eltern das in der Regel nur schwer verkarften." style="width: 184px; height: 99px" title="Ich bin schwul: Wenn der eigene Sohn sich als homosexuell outet, können Eltern das in der Regel nur schwer verkarften." id="image809" />Mit der Homosexualität des Nachbarn<br />
können die meisten mittlerweile<br />
umgehen. Aber wenn der eigene<br />
Sohn seine Homosexualität eröffnet,<br />
können Eltern das in der Regel nur<br />
schwer verkraften. Das Buch &#8220;Warum<br />
gerade mein Kind?&#8221; kann ihnen<br />
helfen.</p>
<p><span id="more-792"></span><strong>Offene Worte</strong></p>
<p>In aller Offenheit erzählen darin 13 Mütter und Väter nicht nur, wie sie auf das Coming-out ihres Sohnes beziehungsweise ihrer Tochter reagierten. Sie berichten auch, wie Geschwister, Freunde und Verwandte sich verhielten, und die Eltern berichten, <a href="http://www.liebe-art.de/?p=365">wie sie lernten, ihr Kind so zu akzeptieren wie es ist</a>.</p>
<p><strong>Ganz ohne Moralin</strong></p>
<p>An die Protokolle der Eltern schließt sich jeweils ein Kommentar an. Die Autoren Udo Rauchfleisch und Hans-Georg Wiedemann erläutern aus psychologischer und theologischer Sicht, wie Eltern die vielschichtige Problematik besser bearbeiten können. &#8211; Und das mit Einfühlungsvermögen und ganz ohne moralisierende Untertöne.</p>
<p><iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=la03-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3530401870&amp;fc1=000000&amp;IS1=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" marginHeight="0" marginWidth="0" style="width: 120px; height: 240px"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liebe-art.de/bucher/warum-gerade-mein-kind/792/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Mama, ich bin lesbisch&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/bucher/mama-ich-bin-lesbisch/790</link>
		<comments>http://www.liebe-art.de/bucher/mama-ich-bin-lesbisch/790#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 10:55:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Tochter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liebe-art.de/bucher/mama-ich-bin-lesbisch/790</guid>
		<description><![CDATA[Sich zu verlieben, ist zwar ein Glücksgefühl, aber es kann auch der Anfang eines riesigen Problems bedeuten. Und das nicht nur für Verliebte, sondern auch für deren Eltern. Schwieriges Umdenken Das Magazin emotion berichtet von Vätern und Müttern, die es lernen mussten, mit der Tatsache umzugehen, dass ihr Kind homosexuell ist. Brigitte Fuchs, eine 47-jährige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image810" style="width: 192px; height: 148px;" title="Ich bin lesbisch: Wie können Väter und Mütter lernen, mit dieser Aussage ihrer Tochter umzugehen?" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/02/Ich-bin-lesbisch.jpg" alt="Ich bin lesbisch: Wie können Väter und Mütter lernen, mit dieser Aussage ihrer Tochter umzugehen?" align="left" />Sich zu verlieben, ist zwar ein<br />
Glücksgefühl, aber es kann auch<br />
der Anfang eines riesigen Problems<br />
bedeuten. Und das nicht nur für<br />
Verliebte, sondern auch für<br />
deren Eltern.</p>
<p><span id="more-790"></span><strong>Schwieriges Umdenken</strong></p>
<p>Das Magazin emotion berichtet von Vätern und Müttern, die es lernen mussten, mit der Tatsache umzugehen, dass ihr Kind homosexuell ist. Brigitte Fuchs, eine 47-jährige Mutter, gesteht, &#8220;sehr traurig&#8221; gewesen zu sein, als ihre Tochter ihr eröffnete, eine Frau zu lieben. &#8220;Ich musste wirklich ein paarmal schlucken,&#8221; sagt sie, denn &#8220;jede Mutter möchte schließlich, dass für ihre Tochter alles gradlinig läuft, dass sie einen Partner findet und Kinder kriegt.&#8221;</p>
<p>Mittlerweile haben sich zwar viele Prominente wie etwa die TV-Moderatorin Anne Will oder Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit zu ihrer Homosexualität bekannt, aber hilft das anderen für ihr eigenes Coming-out? Nach Auffassung Armin Trautes können solche Vorbilder durchaus den Mut stärken. &#8220;Wenn es aber tatsächlich dazu kommt, selbst zu seinem Schwul- oder Lesbischsein zu stehen, sind Promis weit weg, sagt der Diplompsychologe. Er ist Hauptgeschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen in Berlin, und die Homosexualität zählt zu seinen Schwerpunktthemen.</p>
<p><strong>&#8220;Interessante Paten&#8221;</strong></p>
<p>Wer sich outen wolle, wende sich am besten zuerst an eine Vertrauensperson, rät Traute. &#8220;Ich kenne viele, die ganz interessante ,Paten&#8217;, etwa eine Großmutter haben. Eine Person, die das Gehörte auch aufgrund ihres Lebensalters verständnisvoll aufnimmt.&#8221;</p>
<p>Der 21-jährige Marco wollte sich seinen Eltern anvertrauen, sie jedoch nicht vor den Kopf stoßen. Er fand seinen ganz eigenen Weg für sein Coming-out. Mehr dazu in dem Beitrag &#8220;<a href="http://www.liebe-art.de/kunst/der-schattenmann/365">Der Schattenmann</a>&#8220;.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liebe-art.de/bucher/mama-ich-bin-lesbisch/790/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mehr als Männerfreundschaft</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/kunst/mehr-als-mannerfreundschaft/386</link>
		<comments>http://www.liebe-art.de/kunst/mehr-als-mannerfreundschaft/386#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2007 15:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liebe-art.de/?p=386</guid>
		<description><![CDATA[Eine Szene, die nicht nur Zärtlichkeit zeigt: Das Bild der Malerin Jutta Mayr erzählt von einer Beziehung, die zwischen Verlangen, Abwehr, Vorsicht, Misstrauen und Hingabe zu existieren hat. Es erzählt von einer Liebe, die in so manchen Köpfen undenkbar ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" id="image385" title="Monab.jpg" style="width: 172px; height: 180px" alt="Monab.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/01/Monab.jpg" />Eine Szene, die nicht nur<br />
Zärtlichkeit zeigt: Das Bild<br />
der Malerin <a href="http://www.liebe-art.de/?p=365">Jutta Mayr</a> erzählt<br />
von einer Beziehung, die<br />
zwischen Verlangen, Abwehr,<br />
Vorsicht, Misstrauen und Hingabe<br />
zu existieren hat. Es erzählt von<br />
einer Liebe, die in so manchen<br />
Köpfen undenkbar ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liebe-art.de/kunst/mehr-als-mannerfreundschaft/386/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Schattenmann</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/kunst/der-schattenmann/365</link>
		<comments>http://www.liebe-art.de/kunst/der-schattenmann/365#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 19:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[In Partnerschaft leben]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liebe-art.de/?p=365</guid>
		<description><![CDATA[Jahrelang befand Marco* sich im Krieg, in einem lautlosen Gefecht mit sich selbst. Er wusste weder, wie er aus dem Chaos herauskommen, noch wie er es erklären sollte. Dann, mit 21, fand er zwar nicht die Worte aber einen Film. Mit ihm wollte Marco sagen, was er nicht aussprechen konnte. An einem Tag im September [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image369" style="width: 171px; height: 136px;" title="Schattenmann1b.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/12/Schattenmann1b.jpg" alt="Schattenmann1b.jpg" align="left" />Jahrelang befand Marco* sich im Krieg, in einem lautlosen Gefecht mit sich selbst. Er wusste weder, wie er aus dem Chaos herauskommen, noch wie er es erklären sollte. Dann, mit 21, fand er zwar nicht die Worte aber einen Film. Mit ihm wollte Marco sagen, was er nicht aussprechen konnte.</p>
<p><span id="more-365"></span><br />
An einem Tag im September trommelte der Junge seine Familie zusammen, schob ein Video in den Rekorder und starrte mit seinen Eltern und Geschwistern auf den Bildschirm. Alles, was er dazu sagte, war: „Schaut bitte nur zu. Reden können wir hinterher.“</p>
<p>Mutter, Vater, Bruder und Schwester blickten gebannt in dieselbe Richtung, als werde ihnen dort im nächsten Moment der goldene Plan fürs eigene Leben prophezeit. Marco indes schaute wie ins Leere. Er schien die Prophezeiung bereits zu kennen, schien nur darauf zu warten, an den Gesichtern seiner Familie bald ablesen zu können, ob sie den Plan begreifen und akzeptiert würden.</p>
<p><strong>Anfangs war es ihnen nicht bewusst</strong></p>
<p>In diesem Film ging es um zwei Jungen. Eva*, Marcos Mutter, erinnert sich auch heute noch, acht Jahre später, an die meisten Szenen. „Es war ein sehr liebevoller Film,“ sagt sie. Die beiden Hauptfiguren mochten sich und gingen dementsprechend miteinander um. „Es war ihnen anfangs noch gar nicht so richtig bewusst, dass sie schwul waren,“ sagt Eva. „Die waren ja fast noch Kinder.“</p>
<p>Alle sahen sich den Film bis zum Ende an, ohne zwischendurch hinauszugehen. Nach der letzten Szene lag ein Schweigen im Raum. Marcos drei Jahre jüngere Schwester Iris* war beim Zuschauen als Erster ein Licht aufgegangen. Sie hatte ihren Bruder bereits Jahre zuvor, ohne es zu begründen oder zu kommentieren, auf ihre lockere Art umgetauft, ihn einfach Mona genannt. Als sie eines Tages neben ihm im Auto saß, hatte sie ihn mit einer Selbstverständlichkeit gefragt, ob er schwul sei, als wenn sie wissen wollte, ob er noch tanken müsse. Damals gab Marco darauf eine Antwort, die keine war.</p>
<p>Auch Eva waren hin und wieder im Umgang mit ihrem Sohn Fragen gekommen. Sie hatte aber nie ernsthaft in Erwägung gezogen, er könne homosexuell sein. Weil sie ihn nie verliebt erlebt hatte, hatte sie ihn irgendwann einmal gefragt: „Wie sieht’s denn eigentlich aus mit einer Freundin oder einem Freund?“ Sie hatte bewusst zwei Optionen erwähnt, aber Marcos Antwort hatte sie nicht wissender gemacht.</p>
<p><strong>Tränen ohne Traurigkeit</strong></p>
<p>In der Schweigephase nach dem Film fing Iris an zu weinen. „Aber nicht aus Traurigkeit,“ erinnert sich ihre Mutter. „Sie war so sehr gerührt von dem Film und von ihrem Bruder.“ Marco saß wie versteinert da, schaute niemanden an, wartete nur auf Reaktionen. Die Mutter nahm ihn dann in ihre Arme und hatte das Gefühl, „dass mein Junge endlich komplett war. Er hatte auf einmal alles, was mir vorher an ihm fehlte. Das war ein Glücksgefühl.“</p>
<p>Von Marco fiel in diesem Moment eine Spannung ab, die ihm über Jahre immer heftiger zu schaffen gemacht hatte. Er konnte immer noch nichts sagen, aber seine Mutter spürte, wie groß seine Angst war, verstoßen zu werden. „Als ich ihn in meinen Armen hielt,“ erinnert sich Eva, „war er überhaupt nicht weich. Er war immer noch starr.“ Sie spürte in dieser Stille nur „seine Dankbarkeit und seine Sehnsucht, aufgefangen zu werden.“</p>
<p>Marcos Bruder stand auf und ging mit einem verbalen Schulterklopfen zu Marco, indem er ihm zu verstehen gab: „Ist okay. Du bist doch mein Bruder. Wo ist das Problem?“</p>
<p><strong>Angst vor dem selbst gebuddelten Graben</strong></p>
<p>Evas Mann reagierte mit schweigender Ratlosigkeit. Was er gerade erfahren hatte, passte so wenig in sein Weltbild wie ein Aktfoto ins Kinderzimmer. Er hatte dieses Kind zwar nach wie vor lieb, hatte aber das schmerzliche Gefühl, es nicht mehr kalkulieren, nicht mehr verstehen zu können. Er sah in seinem Sohn eine Fremdheit, die er auch durch Fragen nicht in Vertrautheit umwandeln konnte. Ihm machte die Angst zu schaffen, dieser fremd gewordene Sohn könnte jede seiner Fragen als so fremdartig auffassen, dass allein die zu stellenden Fragen einen immer weiter klaffenden Graben zwischen ihm und Marco aufreißen würden. Darum zieht er es bis heute vor, die Gedanken an die Andersartigkeit seines Sohnes und die Fragen an den schwulen Sohn im Gewühle alltäglicher Aufgaben untergehen zu lassen.</p>
<p>Eva sagt, Marcos Mitteilung habe ihr das Glücksgefühl beschert, ihren Sohn „endlich komplett“ zu erleben. Endlich stehe das nur geahnte Geheimnis nicht mehr wie eine Schranke zwischen ihr und ihm. Aber das Glücksgefühl ist nicht frei von beschwerenden Gedanken. Auch sie spürt hin und wieder eine Fremdheit. Zum Beispiel dann, wenn sie mit Marco und dessen Freund im Bistro sitzt und die beiden manchmal schmusend öffentlich dazu stehen, wie sie sind. Was Eva dann empfindet, nennt sie ein „emotionales Stolpern“, was aber nichts mit mangelnder Akzeptanz zu tun hat, sondern damit, dass ihr die „zärtlichen Berührungen zweier Männer einfach fremd vorkommen.“ Als Mutter drängt sich ihr hin und wieder noch eine ganz andere Vorstellung auf: „Er kann sich nicht weitergeben, wird keine Kinder haben. Und das, obwohl er ein Familienmensch ist und sich so sehr nach familiärer Geborgenheit sehnt.“</p>
<p><strong>Ein Bild aus einem komplizierten Leben</strong></p>
<p><img id="image367" style="width: 139px; height: 202px;" title="Portb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/12/Portb.jpg" alt="Portb.jpg" align="left" />Die süddeutsche Malerin Jutta Mayr (links) kennt Marcos Geschichte, kann sich in dessen Nöte sowie in das Glücksgefühl und die beschwerenden Gedanken Evas hineindenken. Im Zentrum ihres Bildes, das den Titel „Mona“ trägt, steht ein Paar. Der erste Blick eines heterosexuellen Betrachters mag die Szene als zärtliche Hinwendung eines Mannes zu einer Frau identifizieren. Doch der erste Eindruck trügt. Das Bild zeigt Marco, den seine Schwester liebevoll Mona nennt. Sein rechter Arm legt sich behütend um seinen kleineren, grazilen Freund, seine Hand wendet sich ihm streichelnd zu. Doch diese intime Szene veranschaulicht kein liebendes Fallenlassen. Denn Marcos linke Hand gibt sich keinen Zärtlichkeiten hin. Sie stützt den Ellenbogen des Freundes, der sich wie zum Schutz gegen etwas verwahrt. Aber gegen was schützt er sich? Gegen den eigenen Geliebten?</p>
<p><img id="image368" style="width: 326px; height: 361px;" title="Monab.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/12/Monab.jpg" alt="Monab.jpg" align="left" />Dies könnte der Fall sein, trifft aber nicht zu. Denn Marcos linker Arm stützt nicht nur den des Freundes, sondern zeigt sich ebenso wehrhaft wie der andere, wehrt mit spitzem Ellenbogen etwas ab, wie es eine Ellenbogengesellschaft gelernt hat. Beide befinden sich also in einer Abwehrhaltung. Aber gegen was oder wen wollen sie sich im Moment liebevoller Zuwendung schützen? Und vor wem wollen sie sich mit ihren maskierten Gesichtern verstecken?</p>
<p>Spätestens während der Suche nach einer Antwort entdeckt der Betrachter dieses Bildes, dass Marco und sein Freund nicht allein sind. Eine dritte Person befindet sich in der Szene. Sie steht hinter Marco. Fällt sie den beiden in den Rücken? Was führt sie im Schilde? Ist sich das Paar überhaupt bewusst, dass es nicht allein ist, oder ahnen beziehungsweise befürchten die beiden nur, auf der Hut sein zu müssen? Schließlich befinden sie sich in einer unwirtlichen Welt, deren Farben nicht in Einklang stehen mit der liebevollen Zuwendung, die sich diese beiden Männer geben.</p>
<p>Laut Intention der Malerin Jutta Mayr ist die Person im Hintergrund der Schattenmann. Einer, den es konkret nicht gibt. Dieses imaginäre Wesen umfasst behütend Marcos Leib. Form und Haltung seines Arms drücken exakt dieselbe Abwehr nach hinten aus wie der Arm Marcos. Mit seiner Haltung gibt der Schattenmann Marco und seinem Freund in einer irreal erscheinenden Welt realen Schutz, Akzeptanz und jene Geborgenheit, in der sich beide trauen, zu sein wie sie sind.</p>
<p><em>* Name geändert</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liebe-art.de/kunst/der-schattenmann/365/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

