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	<title>Liebe ART &#187; Kunst</title>
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	<description>Sprechen. Verstehen. Beziehung schaffen. Dialog, der Partner schafft. In jeder Beziehung.</description>
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		<title>Anonyme Liebesbriefe</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 13:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über die geradezu verrückt knisternde aber wahre Geschichte der Dagmar Sippel ist nun nicht nur in &#8220;Liebe ART&#8221; zu lesen. Auch Burda-Backstage erzählt jetzt, was die in Paris lebende Fotografin ein Jahr lang durch anonyme Liebesbriefe erlebte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/briefe.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-919" style="float: left;" title="briefe" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/05/briefe.jpg" alt="Anonyme Liebesbriefe" width="230" height="158" /></a>Über die geradezu verrückt knisternde aber wahre Geschichte der Dagmar Sippel ist nun nicht nur<a href="http://www.liebe-art.de/kunst/postalische-ekstase/323"> in &#8220;Liebe ART&#8221; zu lesen</a>. Auch <a href="http://blog.burdafashion.com/bumo/blog/Redaktion/2008/05/16/1-2-3-cultures-liebesbriefe">Burda-Backstage </a>erzählt jetzt, was die in Paris lebende Fotografin ein Jahr lang durch anonyme Liebesbriefe erlebte.</p>
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		<title>Erotik kommt nicht in die Kirche</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 11:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Pfarrer ist es, der sich in Bad Kissingen für eine Ausstellung erotischer Kunst in seinem Gotteshaus stark machte. - Dann ist die Kirche also gar nicht so verstaubt, verstockt und verkappt, wie ihr vielfach nachgesagt wird!? Pfarrer tritt den Rückzug an Oder doch? Denn aus des Pfarrers Vorhaben wurde nichts. Die Ausstellung findet zwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Erotische Kunst: Ursprünglich sollten Bilder wie dieses in der Erlöserkirche Bad Kissingens gezeigt werden." href="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/eros-und-die-gottesfrage.jpg"><img style="width: 229px; height: 136px;" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/03/eros-und-die-gottesfrage.jpg" border="0" alt="Erotische Kunst: Ursprünglich sollten Bilder wie dieses in der Erlöserkirche Bad Kissingens gezeigt werden." width="212" height="109" align="left" /></a>Ein Pfarrer ist es, der sich in Bad Kissingen<br />
für eine Ausstellung erotischer Kunst<br />
in seinem Gotteshaus stark machte. -<br />
Dann ist die Kirche also gar nicht so verstaubt, verstockt und verkappt, wie ihr<br />
vielfach nachgesagt wird!?</p>
<p><span id="more-881"></span><strong>Pfarrer tritt den Rückzug an</strong></p>
<p>Oder doch? Denn aus des Pfarrers Vorhaben wurde nichts. Die Ausstellung findet zwar statt, aber nicht – wie beabsichtigt – in der Erlöserkirche, sondern im Tattersaal der Stadt. Es gab nämlich heftige Kritik aus der Gemeinde. Die Kritiker regten sich aber nicht erstlinig über die Exponate auf. Der Ausstellungsort war für sie der dickste Stein des Anstoßes</p>
<p>Der Umzug aus dem sakralen Raum ist ein Rückzug. Jochen Wilde, Pfarrer der evangelischen Gemeinde, sah sich dazu gezwungen, weil einige Schäfchen seiner Gemeinde drohten, aus der Kirche auszutreten. Doch sein Rückzug wird ihn kaum davor bewahren, von einem Teil seiner Herde als Sündenbock abgestempelt zu werden. Pfarrer Wilde vertritt in der &#8220;Main-Post&#8221;nämlich nach wie vor die Auffassung, die Ausstellung „Eros und die Gottesfrage“ könne „Impulse für ein neues Gottesverständnis liefern, das die Menschen von heute noch mehr anspricht als das Traditionelle.“</p>
<p><strong>Eros und Gottesfrage gehören zusammen</strong></p>
<p>Jochen Wilde hat Recht, wenn er sagt, Eros dürfe nicht ausschließlich als Sexualität identifiziert werden. Er stellt klar, Gott könne durchaus ein „erotisches Objekt“ sein und weist darauf hin: „Das Jesus-Bild war im Mittelalter ein spirituelles Objekt der Begierde.“ Eros und die Gottesfrage gehörten deshalb unbedingt zusammen. Aber wahrscheinlich hatte auch Nietzsche Recht, der lange, lange Zeit nach dem Mittelalter behauptete, das Christentum habe dem Eros Gift zu trinken gegeben.</p>
<p>Mit der Furcht vor Kirchenaustritten ist des Pfarrers Rückzug zwar zu verstehen, jedoch nicht gut zu heißen. Schließlich hat die Kirche eine Chance ignoriert, junge, offene und kreative Menschen für sich zu interessieren.</p>
<p><strong>Pfarrer lässt sich nicht mundtot machen</strong></p>
<p>Positiver Rest dieses Malheurs: Der Pfarrer lässt sich nicht von christlichen Fundamentalisten mundtot machen. Stattdessen steht er öffentlich zu seiner Überzeugung. Hätten die Gegner gesiegt, stände jetzt eine peinliche Frage im Raum: Woher nehmen wir das Recht, über den islamistischen Karikaturenstreit zu urteilen?</p>
<p>Vielleicht entdeckt der gebrandmarkte evangelische Pfarrer ja moralische Unterstützung in dem, was das Oberhaupt der katholischen Kirche zum Thema verkündet. In seiner Enzyklika „Deus caritas est“ sagt der Papst, Eros und Agape, die fleischliche und die selbstlose Liebe, ließen sich niemals voneinander trennen. So gesehen hätte die Ausstellung „Eros und die Gottesfrage“ in der Kirche ihren passenden Platz gehabt.</p>
<p><strong>Man muss sie nicht lieben. Aber man kann sie verstehen (lernen).</strong></p>
<p>Wenn christliche Fundamentalisten auf päpstliche Äußerungen dieser Art irritiert reagieren, muss man das nicht auf Anhieb verstehen, aber man kann es sich verständlich machen. Und zwar mit einer Methode, die in der Bibelforschung zu Hause ist. Die Exegeten sprechen nämlich vom „Sitz im Leben“. Diese Methode klingt zwar überhaupt nicht wissenschaftlich, hilft aber dennoch enorm. Wer nach dem „Sitz im Leben“ forscht, betrachtet haarscharf, in welcher Situation einst ein Text beziehungsweise ein Geschehen entstanden ist. Und betrachtet man, was christliche Fundamentalisten heute herausposaunen, entdeckt der offene Betrachter recht flott, woher sie ihre Botschaften haben: von der Kirche, die nicht immer so war, wie sie sich heute darstellt.</p>
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		<title>Mut und Anmut</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 08:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was Menschen nicht über die Lippen kam, ließen sie einst Skulpturen sagen. Diese Schönheit aus Marmor vom Hamburg-Ohlsdorfer Friedhof erzählt viel. Viel über Menschen im allgemeinen, über den, der diese Skulptur einst in Auftrag gab, über die Sinnlichkeit des Steinmetzes, der diesen Auftrag annahm, über Trauer, Hoffnung, über Zeit und das, was Zeit überdauert &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/02/Frau-zeigt-Fuss.jpg" alt="Anmut: Was Menschen nicht über die Lippen kommt, erzählt mit Anmut die Frau vom Ohlsdorfer Friedhof." style="width: 96px; height: 183px" title="Anmut: Was Menschen nicht über die Lippen kommt, erzählt mit Anmut die Frau vom Ohlsdorfer Friedhof." id="image834" />Was Menschen nicht über die Lippen kam, ließen<br />
sie einst Skulpturen sagen. Diese Schönheit aus<br />
Marmor vom Hamburg-Ohlsdorfer Friedhof erzählt<br />
viel. Viel über Menschen im allgemeinen, über den,<br />
der diese Skulptur einst in Auftrag gab, über die<br />
Sinnlichkeit des Steinmetzes, der diesen Auftrag<br />
annahm, über Trauer, Hoffnung, über Zeit und das,<br />
was Zeit überdauert &#8211; und auch über Erotik.</p>
<p><span id="more-836"></span><strong><br />
Weder Schrecken noch Entsetzen</strong></p>
<p>Und dies alles sagt die Schöne vom Friedhof mit Mut und Anmut. <a href="http://www.janine-l-thun.de/">Janine L. Thun</a> hat sie entdeckt und fotografiert. Anmutig scheint die Frau aus Stein nicht nur über dem Tod zu stehen, der Menschen für gewöhnlich Schrecken und Entsetzen ins Gesicht zeichnet. <img align="left" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/02/Frau-Koeser-Ohlsdorfer-Frie.jpg" alt="Mut: Die Schönheit vom Ohlsdorfer Friedhof verrät viel über Sinnlichkeit, Hoffnung und auch Erotik." style="width: 315px; height: 335px" title="Mut: Die Schönheit vom Ohlsdorfer Friedhof verrät viel über Sinnlichkeit, Hoffnung und auch Erotik." id="image835" />Sie blickt auf Tod und Leben herab, als lägen beide wie ein zu liebkosendes Zwillingspaar im Kinderbettchen vor ihr.</p>
<p><strong>Diese Blüte hat&#8217;s in sich</strong></p>
<p>Wie schafft sie das? Kennt sie eine Wahrheit, die sie gelassen macht, eine, die der überwiegende Rest der Welt noch nicht entdeckt hat? Vielleicht. Denn die Augen dieser Frau sind auf eine Rose gerichtet, und die ist mehr als duftendes Grünzeugs mit farbintensivem Kopf, der als Hingucker menschliche Augen verführt. Vielleicht spürt die Friedhofsschönheit die Symbolkraft der Rose, die sie in ihrer rechten Hand hält. Solch eine Blume hat’s nämlich in sich. Mit ihr sind eine Menge Symbole verbunden. Aus christlicher Sicht ist sie Sinnbild für das Paradies. Wenn die Schöne dies vor Augen hat, dann ist ihr der Tod halt kaum ein Dorn im Auge.</p>
<p><strong>Geheimnisvolles</strong></p>
<p>Doch was ist das, das Paradies, außer ein Ort, an dem die einst Gelebten von früh bis spät frohlockend Halleluja singen? Das verrät die Rose nicht. Sie hat also ein Geheimnis. Doch das ist typisch für sie. Schließlich gilt sie seit uralten Zeiten als das Symbol der Verschwiegenheit. Ihre fünfteilige Blütenanordnung symbolisiert das Pentagramm und somit das Geheimnis schlechthin.</p>
<p>Okay, Geheimnisse sind durchaus dazu geeignet, Übles vermuten zu lassen. Doch in diesem Fall muss das keine Angst bereiten, denn Geheimnisse beinhalten meistens nur so viel Übles wie der Geheimnisträger in sich trägt. Da der Rose partout nichts Übles nachgesagt werden kann, können wir also davon ausgehen, dass sie die Bewahrerin eines ziemlich süßen Geheimnisses ist.</p>
<p><strong>Der Knabe und die Frau</strong></p>
<p>Aber was ist’s nun für ein Geheimnis, das die Rose hütet? Vielleicht liegt die Lösung im Mittelalter. Seit jener Zeit steht diese Blume nämlich als Zeichen für die Frau. Und nicht nur für sie, sondern auch für die Liebe zu ihr und auch für die Wolllust. Goethes Text in dem Lied „Sah ein Knab ein Röslein stehn…“ deutet dies an. Hätte dieser kluge Mann mehr Mut gehabt beziehungsweise wenn’s damals okay gewesen wäre, hätte er vielleicht Klartext geschrieben. Nämlich: „Sah ein Knab eine Frau stehn…“</p>
<p><strong>Bekenntnis zur sinnlichen und körperlichen Lust</strong></p>
<p>Die Friedhofsschönheit hingegen zeigt Mut. Sie spricht stumm mit ihrer Schönheit aus, was sinnliche und körperliche Lust ihr bedeuten. Sie ist zwar nicht nackt, aber es stört sie nicht, dass ihr hauchdünnes Gewand ihre Nacktheit und Schönheit präsentiert, ja, mehr noch: regelrecht inszeniert. Diese Lust ist nichts zu Verpönendes. Sie ist natürlich und deshalb grundsätzlich erstmal gut. Eine andere Frauenskulptur des Ohlsdorfer Friedhofs verrät, was die hier abgebildete Marmorschönheit nicht ausspricht. Jene ebenso erotisch anmutende Frau outet sich als eine Personifizierung der Natur. Denn unter ihr ist zu lesen: &#8220;Aus mir fließt alles. Kehrt zu mir zurück so Tod wie Leben. Menschenleid und Glück&#8221;.</p>
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		<title>Frau unter Verschluss</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 15:30:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auch Menschen jenseits von Jugend und dürren Modelmaßen können schön und erotisch sein. Für den Maler Robin d’Arcy Shillcock ist dies keine neue Erkenntnis. Lange bevor der britische Kinofilm „Kalender Girls“ und der Kosmetikkonzern Dove begannen, fremde ästhetische Akzente zu setzen, zeigte Shillcock, was für viele nicht en vogue war. Grenzüberschreiter Shillcock ist es gewohnt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image845" style="width: 119px; height: 91px;" title="Verschließen: Shillcock hat die Frau nicht eingesperrt. Er behütet sie." src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/02/Robin-Shillcock-Verschluss5.jpg" alt="Verschließen: Shillcock hat die Frau nicht eingesperrt. Er behütet sie." align="left" />Auch Menschen jenseits von Jugend und<br />
dürren Modelmaßen können schön und<br />
erotisch sein. Für den Maler Robin d’Arcy<br />
Shillcock ist dies keine neue Erkenntnis.</p>
<p><span id="more-847"></span><br />
<img id="image844" style="width: 333px; height: 303px;" title="Schatz: Der Künstler hält die intime Szene dieser Frau wie einen Schatz unter Verschluss." src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/02/Robin-Shillcock-Gemaelde1.jpg" alt="Schatz: Der Künstler hält die intime Szene dieser Frau wie einen Schatz unter Verschluss." align="left" />Lange bevor der britische Kinofilm „Kalender Girls“ und der Kosmetikkonzern Dove begannen, fremde ästhetische Akzente zu setzen, zeigte Shillcock, was für viele nicht en vogue war.</p>
<p><strong>Grenzüberschreiter</strong></p>
<p>Shillcock ist es gewohnt, gedankliche Grenzen zu überspringen, was vielleicht damit zu tun hat, dass er in seinem Leben schon manche Kultur- und Landesgrenze öffnete und hinter sich ließ: Er wurde in Australien geboren, wuchs in Mexiko und Indien auf und lebt heute in den Niederlanden.</p>
<p>Eine seiner jüngsten Arbeiten trägt den Titel „Lara“. Dieser weibliche Akt zeigt keine Modelfigur, sondern körperliche Normalität. Laras wesentliche Anziehung resultiert nicht aus einer Laufstegschönheit – sie wirkt auf ihren Betrachter durch ihre Stimmung, durch Ausstrahlung innerer Haltung.</p>
<p>Die typische Arbeitsweise Robin d’Arcy Shillcocks zeigt sich nicht zuletzt in diesem Bild. „Lara“ erinnert an Gemälde Paula Modersohn-Beckers, die ihre künstlerische Absicht in einem einzigen Satz auf den Punkt brachte: „Bei intimster Beobachtung die größte Einfachheit anstreben.“</p>
<p><strong>Intimes nicht zur Schau gestellt</strong></p>
<p><img id="image846" style="width: 131px; height: 177px;" title="Intimer Beobachter." src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2008/02/Robin-Shillcock2.jpg" alt="Intimer Beobachter." align="left" />Shillcock (links) stellte Laras Physiognomie stark vereinfacht dar, wie es auch Bestreben der Worpsweder Künstlerin in ihren Bildern war. Das hat zur Folge, der Betrachter verliert sich nicht in Details des Gesichts. Stattdessen erzählen ihm die strengen, einfachen Formen des Körpers von Haltung und Wesenheit des Menschen. Lara, die von Robin d’Arcy Shillcock dargestellte Frau, sieht der Betrachter nackt, aber sie scheint sich ihm nicht zu präsentieren. Ihr Haar wirkt nicht hergerichtet und für fremde Augen drapiert, sie schaut ihr Gegenüber weder verschämt noch verlangend an, sondern richtet ihren Blick nach unten. Laras Hände bedecken ihre Scham, aber sie tun es nicht in einer Manier, wie Menschen, die ihre Nacktheit vor fremden Augen verbergen möchten. Solche Menschen verschließen Intimes durch eine andere Körperhaltung: Sie pressen ihre Schenkel geradezu aneinander.</p>
<p>Lara tut das nicht. Sie steht entspannt im Bild – so, als sei sie allein, ganz bei sich, offen für sich. Ebenso wie die Haltung ihrer Beine zeugen ihre offenen Lippen von einer entspannten, intimen Szene. Beide Bildelemente – Beine und Mund sprechen dieselbe Sprache.</p>
<p><strong>Frau mit Brisanz</strong></p>
<p>Ihre besondere Brisanz bekommt Lara dadurch, dass der Künstler sie nicht auf eine weite Leinwand, sondern in eine kleine hölzerne Zigarrenschachtel malte. Somit bewohnt Lara auf 15 mal 9 Zentimetern ein verschließbares Kleinod und zeigt sich – wie das Bildnis eines Medaillons – nur jenen, die ihrer würdig sind.</p>
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		<title>Liebe geht durch die Haut</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/bucher/liebe-geht-durch-die-haut-2/683</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 11:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[LiteraART]]></category>

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		<description><![CDATA[In 4 Tagen Einen Sturm auf die Sinne starten der Zeichner Günter Ludwig und die Autorin Sarah Ines &#8211; und das passend zum Herbst.     Dann, im Oktober, kommt nämlich ihr gemeinsames Buch auf den Markt. Sein Titel: &#8220;Liebe geht durch die Haut&#8221;. Zusammen beweisen Sarah Ines und Günter Ludwig, dass Poesie erregend und Erotik „mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In 4 Tagen</strong></p>
<p><img id="image684" title="coverb.jpg" style="width: 140px; height: 169px" alt="coverb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/09/coverb.jpg" align="left" />Einen Sturm auf die Sinne<br />
starten der Zeichner<br />
Günter Ludwig und die<br />
Autorin Sarah Ines &#8211; und das<br />
passend zum Herbst.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><span id="more-683"></span><br />
Dann, im Oktober, kommt nämlich ihr gemeinsames Buch auf den Markt. Sein Titel: &#8220;Liebe geht durch die Haut&#8221;. Zusammen beweisen <a href="http://www.liebe-art.de/?p=343">Sarah Ines</a> und <a href="http://www.liebe-art.de/?p=114">Günter Ludwig</a>, dass Poesie erregend und Erotik „mehr als ein Kribbeln in den Geschlechtsorganen“ sein kann, wie der Mann sagt, der dieses Buch mit visuellen Reizen spickt.</p>
<p> </p>
<p><strong>Ein erster Blick zwischen die Seiten</strong></p>
<p><strong><img id="image685" style="width: 242px; height: 153px" height="153" alt="gottesanbeterinb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/09/gottesanbeterinb.jpg" width="242" /> </strong></p>
<p><strong>Gottesanbeterin</strong><strong> </strong></p>
<p>roh fressen will ich dich<br />
nicht nur mit haut und haar<br />
will schweißtropfen züngeln<br />
schlürfen von deiner haut<br />
an lust langsam sterben<br />
bloody mary trinken mit dir<br />
und dann stürzen ins nichts<br />
so lang die sanduhr läuft</p>
<p> </p>
<p><strong>Ab Oktober im Buchhandel</strong></p>
<p>Liebe geht durch die Haut<br />
erotic lyrics &#038; arts<br />
Sarah Ines &#038; Günter Ludwig<br />
Storia Verlag Hardcover,<br />
ca. 96 Seiten<br />
ISBN: 978-3-9809768-9-3<br />
19,90 EUR</p>
<p> </p>
<p><strong>Das Originalbild &#8220;wildrose&#8221;</strong><br />
vom Buch-Cover ist schon jetzt zu bekommen – und zwar als handsignierte Druckgrafik.</p>
<p><img id="image686" style="width: 340px; height: 320px" height="320" alt="grafikb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/09/grafikb.jpg" width="340" /></p>
<p>Pigmentprint<br />
Format 80 x 70 cm<br />
Papier: Hahnemühle,<br />
Echt-Bütten 310 g<br />
Limitierte Auflage: 99 Stück<br />
Lieferzeit: max. 14 Tage<br />
195,00 EUR</p>
<p>Bestellung: <a href="http://www.buchbildshop.de/storia/catalog/product_info.php?products_id=37&#038;osCsid=82a0e4581bce932a13d35dd88fa2e292">hier</a></p>
<p> </p>
<p>Weitere Sinnesstürme brausen <a href="http://www.sarah-ines.de/">hier</a> und <a href="http://www.artgalerie-europe.de/">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Diese Frau kauft sich keiner</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/kunst/diese-frau-kauft-sich-keiner/430</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2007 20:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufrecht, souverän steht sie in der niederländischen Landschaft, blickt ihrem Gegenüber mit Stärke entgegen, so, als sagte sie: „Komm nur! Aber nur, wenn du gut zu mir bist. Bring mich ins Rotieren. Deine Kraft kann mich nicht schwächen. Ich bin ich, und ich bin gut wie ich bin!&#8221; Weibliche Herausforderung Dieser Gedanke kommt mir, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image434" style="width: 164px; height: 174px;" title="Muehle-kleinb1.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/03/Muehle-kleinb1.jpg" alt="Muehle-kleinb1.jpg" align="left" />Aufrecht, souverän steht sie<br />
in der niederländischen Landschaft,<br />
blickt ihrem Gegenüber mit Stärke<br />
entgegen, so, als sagte sie:<br />
„Komm nur! Aber nur, wenn du<br />
gut zu mir bist. Bring mich ins<br />
Rotieren. Deine Kraft kann mich<br />
nicht schwächen. Ich bin ich, und<br />
ich bin gut wie ich bin!&#8221;</p>
<p><span id="more-430"></span></p>
<p><strong>Weibliche Herausforderung</strong></p>
<p>Dieser Gedanke kommt mir, wenn ich die Windmühle im rechten Teil des Bildes sehe. Es ist ein Gemälde von Robin <img id="image432" style="width: 128px; height: 186px;" title="Robinb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/03/Robinb.jpg" alt="Robinb.jpg" align="left" />d’Arcy Shillcock (links), einem Künstler, der in Australien geboren wurde, in Mexiko und Indien aufwuchs und heute in den Niederlanden lebt. So bunt wie die Kulturen, die er durchlebt hat, sind die Gedanken, die in ihm sprießen.</p>
<p>Ich habe ihn nicht gefragt, was er sich beim Malen dieses Bildes gedacht hat. Ich habe ihm nur gesagt, was mir als Betrachter dazu einfällt. Shillcock kommentierte meine Gedanken mit einem Schmunzeln. Und dann mit dem knappen Hinweis: „So könnte es sein.“</p>
<p><strong><br />
Alles andere als ein Model</strong></p>
<p><img id="image433" style="width: 421px; height: 261px;" title="Muehleb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/03/Muehleb.jpg" alt="Muehleb.jpg" /></p>
<p>Die Frau und die Windmühle, zwei wesensähnliche Figuren. Die linke scheint zu sagen, was die rechte lautlos spricht.</p>
<p>Diese Frau ist alles andere als ein Model. Sie ist kein Fantasiegebilde des Malers, sondern eine real existierende Persönlichkeit. Mit 63 Jahren zeigt sie sich wie sie ist. Die Form ihrer Brüste ist nicht die, mit der Zeitschriften Auflage machen. Ihre Hüften sind breit, so, als hätte sie mühelos ein paar Kinder zur Welt gebracht. Auffallend ist die Haltung ihrer Hände. Sie stützt sie in ihre Seiten, winkelt ihre Arme wie ein wehrhaftes spitzes Dreieck ab.</p>
<p><strong>Eine Frau mit Erwartungen</strong></p>
<p>Obwohl sie sich vor dem Haus entblößt zeigt, lädt sie nicht ein wie eine Prostituierte. Sie ist abschätzend, stolz, mag sich wie sie ist.</p>
<p>Ihre einzige Kleidung ist ihr Ohrschmuck. Sie fühlt sich schön und will es zeigen. Aber sie erwartet etwas von ihrem Gegenüber.</p>
<p>Ihre Augen sprechen von dieser Erwartung. Sie fordern nicht auf, sondern prüfen selbstbewusst. Ihr Mund ist nicht bereit, jedes Kompliment und jede scheinbar freundliche Geste mit unkritischem Dank zu quittieren. Diese Frau hat auf den Lippen, was die Mühle dem Wind sagt: „Wenn du stark und gut mit mir umgehst, sind wir zusammen ein gutes Gespann!“</p>
<p><strong><em>Liebe ART</em>-Leser sind gefragt</strong></p>
<p>Dies ist meine spontane subjektive Reaktion auf Shillcocks Bild. Was sagt es <em>Liebe ART</em>-Lesern?</p>
<p> </p>
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		<title>Liebe geht durch die Haut</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 15:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[LiteraART]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Der richtig heftige Sturm auf die Sinne beginnt zwar erst im Herbst, aber schon jetzt weht in „Liebe ART“ die erste Briese. Sie blättert ein Buch auf, das aus der Zusammenarbeit der Autorin Sarah Ines und dem Zeichner Günter Ludwig entsteht. Zusammen beweisen sie, dass Poesie erregend und Erotik „mehr als ein Kribbeln in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" alt="Titelb.jpg" style="width: 146px; height: 197px" title="Titelb.jpg" id="image425" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/02/Titelb.jpg" />Der richtig heftige Sturm auf die Sinne beginnt zwar erst im Herbst, aber schon jetzt weht in „Liebe ART“ die erste Briese. Sie blättert ein Buch auf, das aus der Zusammenarbeit der Autorin <a href="http://www.liebe-art.de/?p=343">Sarah Ines</a> und dem Zeichner <a href="http://www.liebe-art.de/?p=114">Günter Ludwig</a> entsteht.</p>
<p><span id="more-424"></span>Zusammen beweisen sie, dass Poesie erregend und Erotik „mehr als ein Kribbeln in den Geschlechtsorganen“ sein kann, wie <a href="http://www.artgalerie-europe.de/">Günter Ludwig</a> sagt. Das Buch-Cover ist schon jetzt nicht nur zu sehen, sondern auch zu bekommen – und zwar als handsignierte Druckgrafik.</p>
<p><img alt="Druckgrafikb.jpg" style="width: 358px; height: 383px" title="Druckgrafikb.jpg" id="image426" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/02/Druckgrafikb.jpg" /><br />
Titel: Wildrose<br />
Günter Ludwig &#038; Sarah Ines<br />
Pigmentprint Format: 80 x 70 cm<br />
Papier: William Turner,<br />
Echt-Bütten 310 g<br />
Preis: 195 Euro<br />
handsigniert von Sarah Ines &#038; Günter Ludwig.<br />
Nummeriert,<br />
limitierte Auflage: 99 Stück<br />
Lieferzeit: max. 14 Tage</p>
<p><a href="http://www.storia-verlag.de/programm/ines-ludwig-liebehaut.html">Bestellung zum Sonderpreis</a></p>
<p><strong><br />
Blick ins Buch</strong></p>
<p><img alt="Wennb.jpg" style="width: 137px; height: 154px" title="Wennb.jpg" id="image427" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/02/Wennb.jpg" /></p>
<p>wenn du mich berührst</p>
<p>metallisches glitzern<br />
augen fangen mich<br />
schreien mir leise zu</p>
<p>ich könnte sterben<br />
wenn du mich berührst<br />
ich sterbe du stirbst<br />
wenn ich dich berühre</p>
<p>sag’s mir sag’s mir<br />
sag nein nein sag ja ja<br />
vergiss wer du bist<br />
küss mich schreiend</p>
<p>ich küss dich zu tode<br />
die unendlich vielen<br />
mit mir an einer fessel<br />
allein mit dir mit mir</p>
<p>sind wir zwei einsame<br />
die sich frei beschützen<br />
sich zart und wild berühren<br />
und miteinander reden</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sie zeigt sich</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 18:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Partnersuche]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Frau passiert Ungewöhnliches, und sie tut Ungewöhnliches. Ein Jahr lang schickte ihr ein Mann anonym Briefe. Darin formulierte er offen, erotisch und zärtlich, was er für sie, die Pariser Künstlerin Dagmar Sippel (links), empfindet. Sie präsentierte seine brennenden Zeilen in einer Ausstellung. Zurzeit stellt sie sich als Fotografin in Paris selbst aus. Aber sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image402" style="width: 115px; height: 163px;" title="Porträt.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/01/Porträt.jpg" alt="Porträt.jpg" align="left" />Dieser Frau passiert Ungewöhnliches,<br />
und sie tut Ungewöhnliches. Ein Jahr lang<br />
schickte ihr ein Mann anonym <a href="http://www.liebe-art.de/?p=323">Briefe</a>. Darin<br />
formulierte er offen, erotisch und zärtlich,<br />
was er für sie, die Pariser Künstlerin Dagmar<br />
Sippel (links), empfindet. Sie präsentierte<br />
seine brennenden Zeilen in einer Ausstellung.<br />
Zurzeit stellt sie sich als Fotografin in Paris<br />
selbst aus. Aber sie selbst, wer ist das?</p>
<p><span id="more-399"></span><br />
Ist <a href="http://www.liebe-art.de/?p=103">Dagmar Sippel</a> die, die sie auf ihren Fotos zeigt? Wenn ja, dann schlagen viele Seelen in ihrer Brust. Denn mal zeigt sie sich mondän, mal spießig, dann verklemmt, mal schrill, verrückt, versaut, edel und immer wieder auch hinreißend schön.</p>
<p>Mit ihrer Art, sich selbst aufs Korn zu nehmen, führt Dagmar Sippel gewissermaßen weiter, was Frauen in der Renaissance begannen. Sie malten sich selbst. Damals, nach Ausklang des Mittelalters, sorgte ihre Kunst für einigen Wirbel. Religiöse Motive waren die Menschen bis dahin gewohnt. Keine Bilder von Leuten wie du und ich. Aber dann, im 16. Jahrhundert, kamen italienische und holländische Malerinnen und brachten etwas auf die Leinwand, was zwar nicht religiös, aber bei den Betrachtern nach und nach ebenfalls göttlich ankam: Sie malten sich selbst.</p>
<p>Für ihre Bildmotive schlüpften diese Malerinnen – ebenso wie Dagmar Sippel – in Rollen. Sie zeigten sich als Wissenschaftlerinnen und Musikerinnen, und wenn sie sich mit Pinsel und Farbe vor ihrer Staffelei präsentierten, dann spiegelte auch dieses Bild nie so ganz das wahre Leben dieser Frauen wider, denn ihr Kleid malten sie so adrett und fleckenlos, wie es im Atelier einer Malerin kaum eine Stunde lang bleiben kann.</p>
<p>Wenn Dagmar Sippel sich mit ihren Fotos in der Pariser „Galerie du Centre Iris“ präsentiert, zeigt sie weitaus mehr von sich als die Frauen, die es ihr vor fünfhundert Jahren vorgemacht haben. Aber sie zeigt nie alles.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mehr als Männerfreundschaft</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/kunst/mehr-als-mannerfreundschaft/386</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Jan 2007 15:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Szene, die nicht nur Zärtlichkeit zeigt: Das Bild der Malerin Jutta Mayr erzählt von einer Beziehung, die zwischen Verlangen, Abwehr, Vorsicht, Misstrauen und Hingabe zu existieren hat. Es erzählt von einer Liebe, die in so manchen Köpfen undenkbar ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" id="image385" title="Monab.jpg" style="width: 172px; height: 180px" alt="Monab.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2007/01/Monab.jpg" />Eine Szene, die nicht nur<br />
Zärtlichkeit zeigt: Das Bild<br />
der Malerin <a href="http://www.liebe-art.de/?p=365">Jutta Mayr</a> erzählt<br />
von einer Beziehung, die<br />
zwischen Verlangen, Abwehr,<br />
Vorsicht, Misstrauen und Hingabe<br />
zu existieren hat. Es erzählt von<br />
einer Liebe, die in so manchen<br />
Köpfen undenkbar ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Schattenmann</title>
		<link>http://www.liebe-art.de/kunst/der-schattenmann/365</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 19:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[In Partnerschaft leben]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Jahrelang befand Marco* sich im Krieg, in einem lautlosen Gefecht mit sich selbst. Er wusste weder, wie er aus dem Chaos herauskommen, noch wie er es erklären sollte. Dann, mit 21, fand er zwar nicht die Worte aber einen Film. Mit ihm wollte Marco sagen, was er nicht aussprechen konnte. An einem Tag im September [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image369" style="width: 171px; height: 136px;" title="Schattenmann1b.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/12/Schattenmann1b.jpg" alt="Schattenmann1b.jpg" align="left" />Jahrelang befand Marco* sich im Krieg, in einem lautlosen Gefecht mit sich selbst. Er wusste weder, wie er aus dem Chaos herauskommen, noch wie er es erklären sollte. Dann, mit 21, fand er zwar nicht die Worte aber einen Film. Mit ihm wollte Marco sagen, was er nicht aussprechen konnte.</p>
<p><span id="more-365"></span><br />
An einem Tag im September trommelte der Junge seine Familie zusammen, schob ein Video in den Rekorder und starrte mit seinen Eltern und Geschwistern auf den Bildschirm. Alles, was er dazu sagte, war: „Schaut bitte nur zu. Reden können wir hinterher.“</p>
<p>Mutter, Vater, Bruder und Schwester blickten gebannt in dieselbe Richtung, als werde ihnen dort im nächsten Moment der goldene Plan fürs eigene Leben prophezeit. Marco indes schaute wie ins Leere. Er schien die Prophezeiung bereits zu kennen, schien nur darauf zu warten, an den Gesichtern seiner Familie bald ablesen zu können, ob sie den Plan begreifen und akzeptiert würden.</p>
<p><strong>Anfangs war es ihnen nicht bewusst</strong></p>
<p>In diesem Film ging es um zwei Jungen. Eva*, Marcos Mutter, erinnert sich auch heute noch, acht Jahre später, an die meisten Szenen. „Es war ein sehr liebevoller Film,“ sagt sie. Die beiden Hauptfiguren mochten sich und gingen dementsprechend miteinander um. „Es war ihnen anfangs noch gar nicht so richtig bewusst, dass sie schwul waren,“ sagt Eva. „Die waren ja fast noch Kinder.“</p>
<p>Alle sahen sich den Film bis zum Ende an, ohne zwischendurch hinauszugehen. Nach der letzten Szene lag ein Schweigen im Raum. Marcos drei Jahre jüngere Schwester Iris* war beim Zuschauen als Erster ein Licht aufgegangen. Sie hatte ihren Bruder bereits Jahre zuvor, ohne es zu begründen oder zu kommentieren, auf ihre lockere Art umgetauft, ihn einfach Mona genannt. Als sie eines Tages neben ihm im Auto saß, hatte sie ihn mit einer Selbstverständlichkeit gefragt, ob er schwul sei, als wenn sie wissen wollte, ob er noch tanken müsse. Damals gab Marco darauf eine Antwort, die keine war.</p>
<p>Auch Eva waren hin und wieder im Umgang mit ihrem Sohn Fragen gekommen. Sie hatte aber nie ernsthaft in Erwägung gezogen, er könne homosexuell sein. Weil sie ihn nie verliebt erlebt hatte, hatte sie ihn irgendwann einmal gefragt: „Wie sieht’s denn eigentlich aus mit einer Freundin oder einem Freund?“ Sie hatte bewusst zwei Optionen erwähnt, aber Marcos Antwort hatte sie nicht wissender gemacht.</p>
<p><strong>Tränen ohne Traurigkeit</strong></p>
<p>In der Schweigephase nach dem Film fing Iris an zu weinen. „Aber nicht aus Traurigkeit,“ erinnert sich ihre Mutter. „Sie war so sehr gerührt von dem Film und von ihrem Bruder.“ Marco saß wie versteinert da, schaute niemanden an, wartete nur auf Reaktionen. Die Mutter nahm ihn dann in ihre Arme und hatte das Gefühl, „dass mein Junge endlich komplett war. Er hatte auf einmal alles, was mir vorher an ihm fehlte. Das war ein Glücksgefühl.“</p>
<p>Von Marco fiel in diesem Moment eine Spannung ab, die ihm über Jahre immer heftiger zu schaffen gemacht hatte. Er konnte immer noch nichts sagen, aber seine Mutter spürte, wie groß seine Angst war, verstoßen zu werden. „Als ich ihn in meinen Armen hielt,“ erinnert sich Eva, „war er überhaupt nicht weich. Er war immer noch starr.“ Sie spürte in dieser Stille nur „seine Dankbarkeit und seine Sehnsucht, aufgefangen zu werden.“</p>
<p>Marcos Bruder stand auf und ging mit einem verbalen Schulterklopfen zu Marco, indem er ihm zu verstehen gab: „Ist okay. Du bist doch mein Bruder. Wo ist das Problem?“</p>
<p><strong>Angst vor dem selbst gebuddelten Graben</strong></p>
<p>Evas Mann reagierte mit schweigender Ratlosigkeit. Was er gerade erfahren hatte, passte so wenig in sein Weltbild wie ein Aktfoto ins Kinderzimmer. Er hatte dieses Kind zwar nach wie vor lieb, hatte aber das schmerzliche Gefühl, es nicht mehr kalkulieren, nicht mehr verstehen zu können. Er sah in seinem Sohn eine Fremdheit, die er auch durch Fragen nicht in Vertrautheit umwandeln konnte. Ihm machte die Angst zu schaffen, dieser fremd gewordene Sohn könnte jede seiner Fragen als so fremdartig auffassen, dass allein die zu stellenden Fragen einen immer weiter klaffenden Graben zwischen ihm und Marco aufreißen würden. Darum zieht er es bis heute vor, die Gedanken an die Andersartigkeit seines Sohnes und die Fragen an den schwulen Sohn im Gewühle alltäglicher Aufgaben untergehen zu lassen.</p>
<p>Eva sagt, Marcos Mitteilung habe ihr das Glücksgefühl beschert, ihren Sohn „endlich komplett“ zu erleben. Endlich stehe das nur geahnte Geheimnis nicht mehr wie eine Schranke zwischen ihr und ihm. Aber das Glücksgefühl ist nicht frei von beschwerenden Gedanken. Auch sie spürt hin und wieder eine Fremdheit. Zum Beispiel dann, wenn sie mit Marco und dessen Freund im Bistro sitzt und die beiden manchmal schmusend öffentlich dazu stehen, wie sie sind. Was Eva dann empfindet, nennt sie ein „emotionales Stolpern“, was aber nichts mit mangelnder Akzeptanz zu tun hat, sondern damit, dass ihr die „zärtlichen Berührungen zweier Männer einfach fremd vorkommen.“ Als Mutter drängt sich ihr hin und wieder noch eine ganz andere Vorstellung auf: „Er kann sich nicht weitergeben, wird keine Kinder haben. Und das, obwohl er ein Familienmensch ist und sich so sehr nach familiärer Geborgenheit sehnt.“</p>
<p><strong>Ein Bild aus einem komplizierten Leben</strong></p>
<p><img id="image367" style="width: 139px; height: 202px;" title="Portb.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/12/Portb.jpg" alt="Portb.jpg" align="left" />Die süddeutsche Malerin Jutta Mayr (links) kennt Marcos Geschichte, kann sich in dessen Nöte sowie in das Glücksgefühl und die beschwerenden Gedanken Evas hineindenken. Im Zentrum ihres Bildes, das den Titel „Mona“ trägt, steht ein Paar. Der erste Blick eines heterosexuellen Betrachters mag die Szene als zärtliche Hinwendung eines Mannes zu einer Frau identifizieren. Doch der erste Eindruck trügt. Das Bild zeigt Marco, den seine Schwester liebevoll Mona nennt. Sein rechter Arm legt sich behütend um seinen kleineren, grazilen Freund, seine Hand wendet sich ihm streichelnd zu. Doch diese intime Szene veranschaulicht kein liebendes Fallenlassen. Denn Marcos linke Hand gibt sich keinen Zärtlichkeiten hin. Sie stützt den Ellenbogen des Freundes, der sich wie zum Schutz gegen etwas verwahrt. Aber gegen was schützt er sich? Gegen den eigenen Geliebten?</p>
<p><img id="image368" style="width: 326px; height: 361px;" title="Monab.jpg" src="http://www.liebe-art.de/wp-content/uploads/2006/12/Monab.jpg" alt="Monab.jpg" align="left" />Dies könnte der Fall sein, trifft aber nicht zu. Denn Marcos linker Arm stützt nicht nur den des Freundes, sondern zeigt sich ebenso wehrhaft wie der andere, wehrt mit spitzem Ellenbogen etwas ab, wie es eine Ellenbogengesellschaft gelernt hat. Beide befinden sich also in einer Abwehrhaltung. Aber gegen was oder wen wollen sie sich im Moment liebevoller Zuwendung schützen? Und vor wem wollen sie sich mit ihren maskierten Gesichtern verstecken?</p>
<p>Spätestens während der Suche nach einer Antwort entdeckt der Betrachter dieses Bildes, dass Marco und sein Freund nicht allein sind. Eine dritte Person befindet sich in der Szene. Sie steht hinter Marco. Fällt sie den beiden in den Rücken? Was führt sie im Schilde? Ist sich das Paar überhaupt bewusst, dass es nicht allein ist, oder ahnen beziehungsweise befürchten die beiden nur, auf der Hut sein zu müssen? Schließlich befinden sie sich in einer unwirtlichen Welt, deren Farben nicht in Einklang stehen mit der liebevollen Zuwendung, die sich diese beiden Männer geben.</p>
<p>Laut Intention der Malerin Jutta Mayr ist die Person im Hintergrund der Schattenmann. Einer, den es konkret nicht gibt. Dieses imaginäre Wesen umfasst behütend Marcos Leib. Form und Haltung seines Arms drücken exakt dieselbe Abwehr nach hinten aus wie der Arm Marcos. Mit seiner Haltung gibt der Schattenmann Marco und seinem Freund in einer irreal erscheinenden Welt realen Schutz, Akzeptanz und jene Geborgenheit, in der sich beide trauen, zu sein wie sie sind.</p>
<p><em>* Name geändert</em></p>
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