Liebe ART

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In jeder Beziehung.



Dialog-Beratung in Text und Gespräch. Themen: Persönlichkeit, Privatleben, Karriere.

Bohnen gegen Blindheit

Bohnen gegen BlindheitKennen Sie das? Sie stehen tagelang unter
Zeit- und Erfolgsdruck, sind wie verbissen
darauf aus, sämtliche Anforderungen zu erfüllen,
lassen sich am Abend fallen, reflektieren Ihren
Chaos-Tag, und was sehen Sie dann? Einen Berg
unangenehmer, bedrückender Ereignisse. Eine
solche Perspektive macht alt und krank, aber
genau dagegen lässt sich etwas tun: Und das ist
ziemlich leicht.

Es stimmt einfach nicht

Wer sich am Abend auf den Tag besinnt, hat automatisch vor Augen, was ihn an diesem Tag belastet hat. Das bleibt nicht aus. Schließlich hat er in genau diese anstrengenden Aufgaben seine Energie gesteckt. So manchem geht’s wie einem Boxer, der voller Wucht ins Leere schlägt. Er hat seinen Arm dermaßen verausgabt, dass er ihn noch Stunden später spürt. Und um das, was er spürt, kreisen seine Gedanken.

Doch es stimmt nicht, dass der komplette Tag aus Plackerei bestand. Jedenfalls in aller Regel nicht. Es gab Momente, Phasen, Begegnungen, die waren gut. So gut, dass sie hätten gut tun können. Aber zu der wohltuenden Wirkung kommt es nicht, weil unter Zeit- und Erfolgsdruck kaum jemand dafür offen ist, solche Momente wahrzunehmen.

Glücksmomente sammeln

Aber diese Wahrnehmung lässt sich trainieren. Stecken Sie sich jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in die rechte Jackentasche. Lassen Sie dann bei jedem kleinen positiven Erlebnis, das Sie im Lauf des Tages haben, eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Solch ein Erlebnis kann ein leckeres Essen sein, ein wohlwollender Blick ihres Chefs, mit dem Sie nicht gerechnet haben, ein Fahrer, der Ihnen in einer verzwickten Verkehrssituation mit freundlicher Geste Vorfahrt gewährt, eine Melodie aus dem Radio, die eine gute Erinnerung hervorholt, ein rücksichtsvolles Verhalten Ihres Partners…

Kramen Sie am Abend die Bohnen aus Ihrer linken Tasche heraus und zählen Sie, wie viele schöne Momente Sie auf diese Weise gesammelt haben. Und nicht nur das: Lassen Sie diese Momente noch einmal vor Ihrem inneren Auge wie einen Film vorbeiziehen.

Wir Menschen brauchen solche Bohnen. Denn sie stehen für Fakten, die uns ohne Bohne nicht greifbar erscheinen.

Foto:harald.walker/Quelle:PHOTOCASE

Comments

  1. Doris
    Dezember 18th, 2008 | 10:0

    Ein guter Tip, dank an den Autor.

    Es ist in der Tat so, dass wir in unserer heutigen schnellebigen Zeit die kleinen Glücksmomente nicht mehr erkennen. Dabei gibt es sie, jeden Tag, auch wenn man es manchmal kaum glaubt. Und es sind diese kleinen Glücksmomente, die das ganze große Glück ausmachen, wenn man nur genügend davon gesammelt hat.

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