Fleiß der wilden “Ehe”-Männer
Ohne Trauschein trauen
sich Männer weniger als mit,
im Haushalt passiv zu sein.
Sie fallen aus der Rolle
So lautet jedenfalls das Ergebnis einer soziologischen Studie der amerikanischen George-Manson-Universität. Die Forscher vertreten die Auffassung, Männer, die bereit seien, ohne Trauschein zusammenzuleben, zeigten ein weniger klassisches Rollenverständnis.
Schade ist jedoch, dass die Forscher sich (noch) nicht nach dem männlichen Arbeitseifer nach der Hochzeit erkundigt haben. Denn aufschlussreich wäre es, zu erfahren, ob die unkonventionellen Männer sich durch einen Ring am Finger bei der Hausarbeit behindert fühlen.
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Die Frage stellt sich doch gar nicht. Durch den Ring am Finger nehmen die unkonventionellen Männer ja die klassische Rolle des konventionellen Ehemannes an und sind somit keine “wilden” Ehemänner mehr. Darf man der Studie Glauben schenken, unterliegen sie demnach dann dem klassischen Rollenverständnis, müssten folglich im Haushalt passiv werden.
Der Ring am Finger erzeugt ein Gefühl der Sicherheit und diese Sicherheit erzeugt Trägheit, Bequemlichkeit. Das führt bei beiden Partnern dann dazu, dass man Dinge, die vor der Hochzeit als selbstverständlich angesehen wurden, dann gerne auf den anderen Partner abgewälzt werden. Hier wird bei Männern gerne das Beispiel der Hausarbeit angeführt. Auch Frauen überlassen nach der Hochzeit viele Dinge, um die sie sich ohne Trauschein selbst gekümmert haben, dann ihrem Ehemann.
Sollten diese Forscher sich also mit der Frage beschäftigen, ob Frauen, die bereit seien ohne Trauschein zusammenzuleben, ein weniger klassisches Rollenverständnis in der Frage zeigen, sich um fällige Werkstatt-Termine, das Auswechseln von Glühbirnen oder das Beseitigen von Spinnen etc. zu kümmern, würden sie zum gleichen Ergebnis kommen.