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Dialog-Beratung in Text und Gespräch. Themen: Persönlichkeit, Privatleben, Karriere.

Vom Streichler zum Schläger

Vom Streichler zum SchlägerWenn es um Schläge in der Kindererziehung
geht, behaupten Männer vielfach: „Ab und
zu `ne Tracht Prügel hat mir nicht geschadet.“
Aber die einst erlittene körperliche Bestrafung
wirft ihre Schatten auf spätere Partnerschaften.

Ein eindeutiges Ergebnis

Wissenschaftler der „Iowa State University“ haben 188 Paare zwei Jahre nach ihrer Hochzeit unter die Lupe genommen. Sie wollten herausfinden, wie diese Männer und Frauen mit Konflikten umgehen. Für sämtliche Paare galt, dass sie zum ersten Mal verheiratet und noch kinderlos waren.

Die zweijährige Forschungsarbeit ergab ein eindeutiges Ergebnis. Sämtliche Versuchspersonen, die als Kind mit Schlägen erzogen worden waren, verhielten sich sowohl verbal als auch körperlich aggressiver gegenüber ihrem Partner als die, die in ihrer Kindheit nicht mit Schlägen konfrontiert worden waren. Ferner waren die einst geschlagenen Probanden intensiver darauf aus, ihren Partner zu kontrollieren. Und noch etwas wurde augenfällig: Wer mit elterlicher Gewalt aufgewachsen war, tat sich in Konfliktsituationen schwerer, die Situation einmal aus Sicht des Partners zu betrachten.

Kein Einfühlungsvermögen

Für die US-Forscher ist es kein Rätsel, dass körperliche Bestrafungen im Kindesalter ihre Schatten auf spätere Partnerschaften werfen. Sie sagen, geschlagene Kinder lernten von ihren Eltern, auf Ärger und Streit mit Aggression zu reagieren. Es sei eine logische Folge, dass solche Kinder bei Frustration ebenfalls gewalttätig würden. Schließlich hätten sie keine anderen Strategien gelernt, um Probleme zu lösen. Ebenfalls habe ihnen niemand vermittelt, sich im Streit in ihren Partner einzufühlen und die Welt mit seinen Augen zu betrachten.

Foto: designritter/Quelle: PHOTOCASE

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