Liebe ART

Sprechen.  Verstehen.  Beziehung schaffen.
Dialog, der Partner schafft.
In jeder Beziehung.



Dialog-Beratung in Text und Gespräch. Themen: Persönlichkeit, Privatleben, Karriere.

Motte küsst Moppelchen

Online-Umfrage zur Sprache der Liebe

Man muss sich dieses Wort mal
auf der Zunge zergehen lassen:
Mot-te!
Das sagt er zu seiner Liebsten.
Und dabei hat die Frau ihm nichts getan.
Rein gar nichts. Nie.
Jedenfalls nie absichtlich.

Er macht sie zum Tier

Dennoch reiht er das liebste Wesen an seiner Seite unter jenen Tieren ein, auf die der Großteil unserer Gesellschaft blitzschnell mit der Fliegenklatsche drischt. Wo eins dieser Wesen flatternd auftaucht, wird gezielt zugeschlagen, bis es zu Brei verwandelt auf der Tapete kaum noch wiederzuerkennen ist.

Aber der Mann mit der Motte in Frauengestalt an seiner Seite meint’s nicht böse. Im Gegenteil. Immer wenn er es so richtig heftig lieb mit ihr meint, macht er sie (verbal) zum Tier. Und weil sie sich dann geschmeichelt, geliebt, verehrt, umworben und was weiß ich noch alles fühlt, nennt sie ihn nicht Karl, sondern Moppelchen.

Ein scheuer Rundumblick

Wenn Karl das hört, bekommt er umgehend die allersanftesten Augen, eine Wampe, die völlig entspannt Dehnübungen über’m Gürtel macht und einen unauffällig scheuen Rundumblick, der recherchiert, ob auch wirklich niemand mitgekriegt hat, wie sie ihn nennt. 

Genau dies soll für die Uni Augsburg kein Geheimnis sein. Sie will wissen, welche Kosenamen in Liebesbeziehungen die beliebtesten sind und was hinter ihnen steckt. Darum startet sie eine Befragung übers Internet. Dr. Jan Claas Freienstein vom Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft an der Uni Augsburg sagt: “Kosenamen können als besondere Wörter aufgefasst werden, weil sie Teil einer Sprache der Liebe sind.” Ihn interessieren vor allem die Geschichten, die sich hinter Schatz, Hase, Schnuckel, Liebling, Wuchtbrumme und so weiter verbergen. Und der Wissenschaftler verspricht, die Daten seiner Umfrage-Teilnehmer streng vertraulich zu behandeln.

Teilnehmer gehen nicht leer aus

Wer an der Online-Befragung teilnimmt, kann sich automatisch über das Ergebnis des Forschungsprojekts informieren lassen.
Infos unter: www.uni-augsburg.de/kosenamen

Comments

  1. N.M.Betsch
    August 30th, 2007 | 11:0

    und meine Mutter nannte uns zu Entsetzen Aussenstehender immer STINKTIER als Kinder….

    ;-)

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