Ohne Brille liebt sich’s länger
Wenn Beziehungen lange
halten sollen, tun Frischverliebte
gut daran, ihre rosarote Brille
abzusetzen.
Durchblick nach vier Jahren
Zu diesem Ergebnis kamen amerikanische Psychologen. Sie baten Paare, die Fähigkeiten und Eigenschaften ihres Partners einzuschätzen. Vier Jahre später waren vor allem jene Partnerschaften zerbrochen, in denen sich die Partner gegenseitig stark idealisiert hatten. Das berichtet das “Journal of Personality and Social Psychology”. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in solchen Beziehungen schwerer auszuhalten ist, wenn sich herausstellt, dass der anfangs entdeckte Goldrahmen des Partners in Wirklichkeit aus gewöhnlichem Metall besteht.
Wie Weihnachten
Was die Forscher herausbekommen haben, scheint schlüssig zu sein. Gewissermaßen stellt sich das idealisierende Paarverhalten doch wie Weihnachten dar. Es soll nicht nur materiell alles glänzen, dieses Fest soll auch paketeweise Frieden und Harmonie bescheren. Und dies nicht zuletzt dort, wo im ganzen restlichen Jahr die Fetzen fliegen. Doch wo Erwartungen dermaßen hoch aufgehängt werden, ist Enttäuschung programmiert. Denn niemand hält es lange aus, als Ideal zu glänzen. Einfacher ist es, den eigenen Blick ein wenig zu verschieben: ab und zu mal weg von den unangenehmen Seiten des Partners und hin zu seinen Qualitäten. Wer das schafft, kommt dem partnerschaftlichen Ideal automatisch immer näher.
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