Liebe ART

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Dialog-Beratung in Text und Gespräch. Themen: Persönlichkeit, Privatleben, Karriere.

Spätfolgen einer Scheidung

Scheidung: Eine Trennung kann für Kinder Jahre später ungeahnte Folgen zeigen.Wenn Eltern sich trennen, ist dies für
Kinder nicht grundsätzlich die schlechteste
Lösung. Vor allem dann nicht, wenn sie
jahrelangen Streitereien von Mutter und
Vater ausgesetzt sind. Aber eine Trennung
kann Jahre später unerwartete Folgen zeigen,
meint Liebe ART-Leser Frank.

Nie erlöst?

Er schreibt über seine eigene Ehe. Seine Frau ist ein Scheidungskind. Seiner Meinung nach hat sie es mit 30 Jahren noch immer nicht verarbeitet, was sie als Kind erlebt hat. Was Frank heute in seiner Ehe erfährt, deutet er als die Spätfolgen einer Scheidung, die die Kindheit seiner Frau geprägt hat.

Was diese Spätfolgen für ihn bedeuten, schreibt er in seinem Kommentar unter dem Beitrag “Erlöste Scheidungskinder?”

Comments

  1. Doris
    Februar 6th, 2008 | 02:0

    Was ist mit den Spätfolgen einer zerrütteten Ehe, in der Kinder aufwachsen? Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, ich selbst wäre froh gewesen, wenn sich meine Eltern hätten scheiden lassen. Dann wären mir als Kind die ständigen Streitereien und der lieblose Umgang miteinander als Vorbild erspart geblieben.

    Im übrigen ist es immer einfach, anderen, nämlich den Eltern die Schuld zu geben, wenn im Leben einmal etwas nicht so läuft wie man sich das vorstellt. Jeder erwachsene Mensch hat es in der Hand sein Leben selbst zu steuern. Sicher machen Eltern Fehler, aber sie können nicht bis an ihr Lebensende immer als Sündenbock herhalten.

  2. Nicole
    Februar 22nd, 2008 | 11:0

    Ja, Scheidungskinder werden Ihre Eltern irgendwann fragen: “Warum habt Ihr Euch scheiden lassen?” und Kinder, deren Eltern sich immer nur gestritten haben, werden sich fragen lassen müssen: “Warum habt Ihr Euch nicht scheiden lassen?”

    Wie sooft im Leben ist es egal, was man tut, aber man tut garantiert immer das Falsche!

  3. sandra
    Juni 30th, 2009 | 08:0

    Ich denke, nicht der Akt der Scheidung an sich genommen löst die Probleme und negativen Spätfolgen bei Kindern alleine aus, sondern eher der veränderte Umgang der Eltern mit dem Kind, wie potentielle Vernachlässigung im emotionalen Bereich, eventuelle Instrumentalisierung des Kindes durch einen Partner oder beide oder der Wegbruch von Beziehungen (nicht nur zum anderen Elternteil sondern auch zu Großeltern, Geschwistern, usw.). Natürlich bleibt das bei den meisten Kindern nicht ohne Konsequenzen. Es geht hier aber doch nicht um Schuld sondern darum, wie man Kindern und Erwachsenen, die diese Probleme nicht überwunden haben weil eine notwendige Unterstützung gefehlt hat, helfen kann. Aus meiner Erfahrung heraus stehen die Probleme der Eltern bei der Scheidung häufig im Vordergrund. Kinder bleiben oft mit ihren Problemen allein und müssen irgendwie damit fertig werden. Manchen gelingt das, manche brauchen Unterstützung, z.T. auch im Erwachsenenalter, wenn die Probleme nicht aufgearbeitet werden konnten. “Runter schlucken” läßt sich das aber nun nicht. Besonders Mädchen neigen dazu, ihre Probleme zugunsten anderer zurückzustellen und zunächst unauffällig zu bleiben.
    Die Schuldfrage ist völlig unerheblich in diesem Zusammenhang. Untersuchungen werden doch gerade für die gemacht, die ihr Leben eben nicht mehr in der Hand haben und unter den Folgen leiden. Richtig ist, dass die Eltern nicht an allem Schuld sind aber die Betroffenen sind eben auch nicht “selber” Schuld. Mit der Schuldfrage löst man keine Probleme.

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