Werden Männer missbraucht?
Enttäuschung und vielleicht auch
Verbitterung spricht aus dem Kommentar,
den Liebe ART-Leser Leonard über das
Verhalten von Frauen und Müttern
geschrieben hat.
Die Lieblosigkeiten machthungriger Frauen
“Was mich immer mehr enttäuscht, ist die einseitige Darstellung, dass immer die Frauen den falschen Mann geheiratet haben,” kritisiert Leonard. Niemals sei von den Lieblosigkeiten, Hässlichkeiten und seelischen Grausamkeiten die Rede, die “hochmütige und machthungrige Frauen und Mütter den Männern zufügen”.
Die Hilflosigkeit des Mannes
Viele Männer opferten sich für ihre Familie auf, würden aber nicht geliebt und “nur als Versorger missbraucht”. Dieses Übel werde von den Müttern dann auf die Kinder übertragen. Daraus zieht der Kommentator das Fazit: ”Der Mann und Vater steht seinen feindlichen Lieben hilflos gegenüber.” Mütter betrachteten ihre Kinder oft als Ihr Eigentum. Alleinerziehenden Müttern fehle es an nichts, da sie Unterhalt vom Erzeuger und andere Unterstützungen von Staat und Gesellschaft erhielten.
Leonards kompletter Kommentar steht unter dem Beitrag “Aushalten oder trennen?”
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Lieblosigkeiten und seelische Grausamkeiten gehen von beiden Geschlechtern aus. Es stellt sich für mich nur die Frage, warum lassen Männer sich “als Versorger missbrauchen” und warum sind sie denn so “hilflos”.
Oftmals wissen die Frauen doch gar nicht, wie es um ihre Männer bestellt ist, wie sie sich fühlen, als was sie sich fühlen. Die wenigsten Männer haben gelernt über Gefühle zu reden, sie müssen in unserer Gesellschaft “als Versorger” funktionieren. Und sie verhalten sich auch so.
Im übrigen ist ein respektvoller Umgang mit Menschen sicher keine Frage des Geschlechtes und sollte auch nach einer Trennung möglich sein.
ich denke, das problem fußt in der mangelenden kommunikation. oftmals vergraben sich paare in ihrer welt und zwar reden sie miteinander, doch sie hören nicht richtig zu und am ende sprechen sie dadurch wohl 2 verschiedene sprachen und kommen nie am selben punkt an.
frauen waren und sind oftmals ebenso opfer wie täter und bei männern sieht es nicht anders aus.
wenn doris fragt, warum die männer sich missbrauchen lassen, dann kann man ja zwangsläufig nur die gegenfrage stellen, wieso lassen das so viele frauen mit sich machen.
die gründe für ein solches verhalten sind doch vielfälig, von abhängigkeit, über hilflosig-, ratlosigkeit über bequemlichkeit, angstzustände, verlustangst, verpflichtung etc.
das verhalten der menschen ist facettenreich und warum verlässt ein mann dann seine frau nicht, obwohl er sich unterdrückt fühlt?
aus pflichtgefühl seiner familie gegenüber, eine trennung bedeutet auch immer eine änderung der gegebenheiten, man lässt vieles zurück, gewinnt auch neues, aber man sieht das in der situation erst nicht.
eine trennung birgt viele dunkle schatten, die man so nicht einordnen kann.
wenn heute männer sich noch als versorger sehen, dann ist das einerseits nett, andererseits ist es so, dass die frauen für sich selbst schon ausreichend sorgen können, wenn sie denn nur wollten.
und richtig, oft wissen die frauen nicht, wie es im innern ihrer männer aussieht, a) weil diese nicht mit ihnen reden und b) weil sie vielleicht nicht mal wirklich interessiert sind.
obwohl es heute ja eher weniger noch so ist, dass der mann der versorger ist und mein eigenes umfeld deutlich zeigt, dass mütter nach allerkürzester zeit wieder arbeiten gehen und vor allem die, die auf der karriereleiter hoch stehen, ist der part des versorgenden mannes doch eigentlich beinahe schon absolut überholt.
respektvoller umgang sollte jederzeit gepflegt werden, da kann ich meiner vorrednerin nur zustimmen, doch die umsetzung ist teils auch schwer.
aber man sollte dies immer im auge behalten, es ist möglich, sich zu trennen, ohne eine schlammschlacht zu provozieren und es ist vielleicht ebenso möglich in das innere seines mannes zu dringen und ihn zu verstehen, so wie frau sich doch auch immer wünscht, von ihrem mann verstanden zu werden.
sowas gibt es tatsächlich, man muss es nur zulassen und wollen.
Man(n) wird für das belohnt und bestraft,was man tut und unterlässt.”Quidquid agis,prudenter agas et respice finem”, dann wäre das Leben ziemlich langweilig.