Hier stimmt was nicht
Wer sich das Cover angesehen hat
und den Katalog dann aufschlägt,
merkt sofort: Hier stimmt was nicht.
Denn Günter Ludwig, Macher dieses
Produkts, stapelt recht tief. Dieser
Mann stellt sich auf der Titelseite
nämlich als „einfach nur Zeichner“
vor. Klar ist er Zeichner. Aber einer,
der mit seinen Zeichnungen zwei
weitere Personen verführt hat,
sich auf ihn und das, was er aufs
Papier fetzt, einzulassen.
Die Lyrikerin Sarah Ines blickte auf seine Bilder, ließ dann erotische Gedichte aus ihrer Feder fließen, und wer die in Günter Ludwigs Katalog liest, kommt zu dem verheißungsvollen Schluss: „Poesie ist mehr als ein Kribbeln in den Geschlechtsorganen“.
Den dritten Part in diesem Katalog habe ich selbst übernommen. Warum? Weil ich Sarah Ines’ Gedichte gelesen, Günter Ludwigs Bilder betrachtet habe und als ein von beiden inspirierter Journalist nicht anders kann, als zu verraten, was ein erotischer Zeichner und eine Lyrikerin erotischer Gedichte nicht verraten haben.
Da Sarah Ines und ich als Menschen mit intaktem Immunsystem ruckzuck vom Günter-Ludwig-Virus befallen wurden, blicken wir mit Freude einer kommenden Massenepedemie entgegen.
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Oh, vielen Dank – aber was bleibt, sind Spuren. Nichts anderes. Egal in welchem Kontext die Energie abgeladen wird. Erotik ist sicherlich eine Wichtige und Unausweichliche – aber nicht die Einzige. “Kunst ist, was Leben wird” In diesem Sinne – Günter Ludwig