Ausgehungert (LiteraART)
Die Hintertür des Lokals ist weit geöffnet.
Es ist bald Mitternacht.
Tanzende Paare außer Atem ringen im Takt
um Berührung, spielen Distanz,
halten aneinander fest, als ob sie sich
nie wieder loslassen und den Tanz bis
zur orgiastischen Erfüllung
treiben wollten.
Eine Luft von unersättlicher Lust erfüllt das Lokal, in dem die schwache Beleuchtung stark genug ist, um gewagte und ungeduldige Bewegungen zu verraten. Routinierte Hände, männerverführende Dekolletés und Blicke, die stöhnen, projizieren sich auf der Wand, wirken in dem Mann an der Theke wie ein sich ausbreitendes Serum. Er nippt am Cognak und atmet den Zigarettenrauch der Frau ein, die neben ihm sitzt. Sie sitzt nur da, inhaliert das Verlangen, das die Luft erfüllt.
Ihr Körper ruft nach Händen
Ihre Brüste rufen hinter fallender Seide versteckt nach Händen und zärtlichen Bissen. Lichtstöße, die im Takt der Musik durch den Raum peitschen, erwischen sie, kehren sie hervor wie das Blitzlichtgewitter den Star.
Dennoch ist ihr niemand nahe. Ihre Sehnsucht bleibt hinter ihrer Tarnung. Dort im Verborgenen ist es finster. Sie schaut aus dem Versteck, blickt auf ihren Schatten und glaubt, es sei der einzige, der sich in diesem Lokal breit macht. Sie fühlt sich als Raupe zwischen vielfarbigen Pflanzen, die sich an ihnen ernährt. Bereit zur Häutung, um ihre endgültige Größe zu erreichen. Bereit zur Verpuppung, zur Verwandlung, zum schönsten Schmetterling. Sie will raus aus der Gefangenschaft ihres Kleides, ihrer Angst, nicht mehr anziehend zu sein.
Zauber des Nachtfalters
Ein Nachtfalter fliegt ins Lokal durch die geöffnete Hintertür. Er beginnt seinen unendlich kreisenden Tanz um die glühende Birne über der Theke. Ein waghalsiger Tanz mit dem Licht. Vielleicht ist es sein erster Flug in die Freiheit, sein erstes genossenes Atmen nach der langen Zeit im leblosen Kokon.
Er kreist in zarter Schönheit um die grelle Hitze, fühlt sich unsterblich und scheint den sengenden Brand seiner ersten Herausforderung nicht zu fürchten. Seine zerbrechlichen Flügel berühren das heiße Licht, aber der wahnsinnige Tanz geht weiter.
Er kreist über dem Kopf des Mannes neckend, grazil. Fast unverfroren schwingen seine seidenen Flügel über ihm, als wollten sie ihn verzaubern. Der Mann löst seinen Blick vom Glas, richtet ihn auf die Frau neben sich mit dem Ausdruck eines stummen Entdeckers. Er fragt sich ncht, ist sie schön oder hässlich. Er sieht sie einfach an – weil er nicht anders kann, weil er will, weil ihre Augen und Gestalt ihm sagen, dass sie es tun müssen.
Sie zieht noch einmal an ihrer Zigarette, schließt die Augen, lässt sich betrachten. Sein Blick bleibt bei ihr, gleitet über ihr Gesicht, betastet ihre geschlossenen Lider, fährt durch ihr Haar wie Hände es tun – nur zärtlicher, verlangender, fordernder.
Was seine Augen sagen und tun, beantortet ihr Körper ohne ein Wort. Er sieht ihre Brüste sprechen. Wie zwei schillernde Steinchen, die auf dem Weg liegen, um aufgehoben zu werden, tun sich ihre Spitzen unter dem seidigen Stoff hervor, bieten sich ihm an, sprechen verhüllt und dennoch nackt und losgelassen von Lust.
Sie lässt ihre Finger sprechen
Seine Augen saugen jedes Wort ihrer stillen Botschaft auf, wollen mehr hören, mehr und mehr und mehr. Aber die geschlossenen Augen und Brüste dieser Frau geben nicht mehr preis. Sie lässt ihre Finger sprechen. Sie streifen die Hand des Mannes so zart wie die Flügel eines zu nahe gekommenen Nachtfalters. Die Hand legt sich um ihre schlanken Finger. Nicht festhaltend, nur behütend, abwartend, ob sie sich davonmachen werden.
Zwei Atemzüge Wartezeit geben eine Ahnung von Ewigkeit. Dann macht sich die Hand über diese hingebungsvollen Finger her. Sie hält fest, was sie kaum zu haben glaubt. Der Mann steht auf, ergreift, was sich an ihm hält. Ohne ein Wort streben sie der geöffneten Hintertür entgegen, gehen hin, woher der Nachtfalter gekommen war, lassen sich verschlingen vom Schwarz der Nacht, das ihr Geheimnis bewacht.
Berührte Sinne
Sie spürt seine hungrigen Lippen auf ihrem Gesicht, hört seinen Atem wie einen warmen Sturm, der ihre Welt aus den Angeln hebt. Ihre Hände haben jetzt Ziele, die keine von ihnen mit ihr vereinbart hat. Sie lässt sie einfach eilig gehen, ungestüm unter seine Knopfleiste gleiten, endlich seine Haut erreichen, ihn begreifen, lässt ihre Fingerspitzen hastig seine Poren lecken, erlebt, wie seine Hände sie aus ihrem Kokon befreien, ihren Körper bloßstellen, ihn erfüllen, mit harter und sanfter Gier, wie sich all sein Begehren in ihrem Leib tobend aufbäumt, sie mit seiner Lust durchflutet und sie zum betörend schönen Schmetterling entpuppt.
Die Frau ist angekommen. Zu Hause. Sie öffnet das Fenster, blickt in die aufegehende Sonne, und ihre Sinne fliegen mit kraftvollen Flügelschlägen dem Licht entgegen.
Adora Tormenta
Umwandlung
Einst träumte Zhuang Zhou ein Schmetterling zu sein,
der beschwingt umherflatterte, eben wie ein Schmetterling,
der freudig seinen Regungen folgt.
Er wusste nicht, dass er Zhuang Zhou war.
Plötzlich wurde er wach; da war er ganz erstaunt, Zhuang Zhou zu sein.
Aber nun weiß er nicht, ob er Zhuang Zhou ist, der geträumt hat,
dass er ein Schmetterling sei, oder ob er ein Schmetterling war,
der geträumt hat, Zhuang Zhou zu sein.
Nun gibt es aber gewiss zwischen Zhuang Zhou
und dem Schmetterling einen Unterschied.
Dies ist damit gemeint, wenn gesagt wird: “Die Wesen unterliegen dem Wandel”.
Zhuang Zhou
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Ich schaue in deine Augen
so strahlend und voller Herzenswärme
Ich lege meinen Kopf auf deine Brust
Dein Herzschlag ist meine Lieblingsmelodie
Zärtlich streicheln deine Hände mein Gesicht
Ich sehne mich nach deiner Manneskraft
nach Deiner grenzenlosen Lust
Ein einziger Funke entfacht Leidenschaft
bis endlich, endlich voller Wonne
uns´re Körper verschmelzen in der Abendsonne
LiebeART-Wunder-bar!!!!…Der Roman ist faszinierend(wie der Autor sein muss)und eröffnend!Meine eigene Geschichte,wie viele andere ebenfalls,auch-ich selbst ging durch das tiefste Tal meines Lebens-nach 35 Jahren und dem Mann,den ich liebte,begehrte,um den ich gekämpft(entgegen Nena`s song)habe-stark wie ein Stier und schwach wie ein gerade geschlüpfter Schmetterling-verheerend und verzehrend-er war mein Lebenin allen Fasern meines drei-geteilten Ichs.Nur eines habe ich ihm verwehrt:Leidenschaftliche Erotik.In dem durch die Trennung gewachsenen und erarbeiteten neuen Bewusstsein-was fehlte-und was ich wie wir alle mehr und minder durch Erziehungs,-Gesellschafts,-und Vorbildverhalten übernommen hatte,erwachte der Wunsch,dieses fehlende Puzzle-Teil zu suchen.Durch eine schicksalhafte Begegnung(es gibt KEINE Zufälle)entdeckte ich auf dem Weg meiner Suche TANTRA!Der Inhalt und das Ziel passten in mein Puzzle und so buchte ich sofort und in den Augen meiner Freunde mutig das nächste Wochenende.Den Anfang erlebte ich mit unterschiedlichsten Gefühlen und mitunter dem Vorsatz,gleich zu gehen.Ich fand hinein und dann die Erkenntnis-ES GEHT-ich kann es empfinden und es war mitunter wie ein Rausch(kein Sex!!!!)Nach diesem nachhaltigen und großartigen Erleben wusste ich:Das ist mein Weg meines Karmas-da muss ich dran bleiben-in welcher Form auch immer.Es folgten Beziehungen mit einseitiger Verliebtheit,die mich nur zufrieden machten,doch das Puzzle-Teil wollte etwas mehr…?Ebenfalls schicksalhaft stieß ich auf die Seite”LiebeART”-interessant und wie in einem ein Spiegel sah ich mein Bild-Pause-wieder”LiebeART”-der Roman-alles-5Stunden,natürlich mit kleinen Pausen der Erholung vom PC-Kollegen.Jetzt weiß ich mehr!!!!!Es hat sich es hat sich etwas gerundet-ich weiß endlich was ich will und kann es deutlich formulieren.Ich will keinen”gebremsten Schaum”mehr-ich will alles-fast alles!!!!Ich muss sicher weiter daran arbeiten,es auch real zu leben-aber ich weiß-es lässt mich nicht mehr los-ich gehe weiter auf dem Weg der Leidenschaft,Erotik,meinen Träumen und Visionen,bis ich…….springe,tanze,fliege,schwebe,schreie,funkel,brenne und alles von mir verschenke und teile mit meinem Liebsten!Ich will im Fluss bleiben,Brücken besteigen,weiter schwimmen ohne Mühe,mich treiben lassen,eine Insel besuchen und bestaunen,die Sterne zählen und mit allen Sinnen alles genießen!Dabei bin ich ganz real und realistisch,erfülle alle Rollen eines wunderbaren Lebens für meinen Sohn und mich-aber-erst wenn ich in meinem Fluss schwimme und das Puzzle-Teil fast passend ist,bin ich!!!!!Das Leben ist zu kurz und schön,um irgendwann da oben zu stehen und sich selbst eingestehen zu müssen:Du hast etwas versäumt!Das passiert mir nicht!!!!Die Vielfalt und niveauvolle Tiefe dieser Seite ist etwas Besonderes und nun lese ich weiter……….
…und ohne meine Zustimmung Teile meines Kommentares im Link übernehmen…..?