Heimliches Glück
Lass im Geheim mich zu dir kommen,
Lass im Geheim mich von dir gehn,
Ach, unsrer Liebe kann’s nicht frommen,
Dass andre noch uns glücklich sehn.
Stumm sei dein Mund, dein Blick verschweige,
Wie weit sich unser Herz verlor,
Die Insel unsres Glückes steige
Aus unentdecktem Meer empor.
Ist Liebe doch die Frucht aus Eden,
In Einsamkeit gepflückt von Zwei’n;
Das fremde Auge eines jeden
Kann hier ein Schlangenaug’ nur sein!
Braucht’s keine Seel’ doch zu erfahren,
Wie einst in Liebe schön entflammt
Zwein Menschenherzen selig waren,
Trotz einer Welt, die sie verdammt!
Alfred Meißner
Für “Liebe ART” vorgeschlagen von Doris, Kommentartorin zahlreicher Beiträge dieses Magazins und des Artikels “Er ist so anders“.
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Oh, das mag ich. Das gefällt mir wirklich gut. Danke.