Und er kommt doch!
Geduldig gebären
Man muss den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen – und
dann Gebären…
Reifen wie der Baum, der seinen Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit…
Man muss Geduld haben,
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.
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… den Dingen vertrauen …
hatte ich oft im Kopf, wenn mir mal wieder die Hoffnung abhanden gekommen war. Viel detaillierter kann ich diesen Gedanken nun in diesen schönen Zeilen lesen. Danke dafür!
Oh ja, so tief gefühlt: die Geburtsvorbereitungen, die enge im Geburtskanal, und dann – das Licht!
Sende Dir sonnige Grüße
Die Geduld aufbringen, auf die Dinge warten zu können, die auch ohne unser drängelndes Zutun ihren Lauf nehmen.
Ich werde beim nächsten ungeduldigen Warten an dieses Gedicht denken. Danke