Freunde sprechen lassen
Partnersuche Teil 3
Wer sich jetzt an den dritten Teil
zum Thema Partnersuche herantraut,
für den wird’s vielleicht etwas haarig.
Es geht nämlich darum, sich und sein
eigenes Verhalten möglichst kritisch und
klar zu sehen. Einen einigermaßen
objektiven Blick auf sich selbst zu richten,
ist nicht so einfach. Manche verhalten
sich in Gesellschaft unsicher und wirken
deshalb unattraktiv. Andere glauben,
wo sie aufkreuzen, erwache die Welt, und merken gar nicht, wie sie
ihrer Welt auf den Geist gehen.
Schwieriger Blick auf sich selbst
In seinem Buch Ich lasse mich finden schlägt der niederländische Autor Daan van Kampenhout vor, Freunde bei der eigenen Reflektion um Unterstützung zu bitten. Und zwar in der Form, dass sie einem ehrlich ihre Meinung sagen. Schließlich haben Freunde so manchen Blick hinter unsere Kulissen getan, der uns selbst nicht vergönnt war.
Sich offen und ehrlich von Freunden die Meinung sagen zu lassen, klingt vielleicht nach der ersten Stufe einer Explosion. Doch wer dies befürchtet, hat nicht die richtigen Freunde. Wahre Freunde haben keine Lust, einem die Leviten zu lesen, um sich selbst stark zu fühlen. Im Gegenteil: Es fällt ihnen schwer, uns unmissverständlich unser negatives Verhalten vor Augen zu führen. Denn sie wissen, dass unsere Ohren dies eigentlich gar nicht hören wollen. Die wollen Lob. Aber gute Freunde sprechen dennoch das Unangenehme aus. Warum? Weil sie ihre Kritik nicht als billigen Pöbel oder verbale Gewalt verstehen, sondern als freundschaftliche Pflicht. Sie halten es für nötig, uns durch unmissverständliche Hinweise vor Fehlschritten zu bewahren.
Wenn ich sie unter diesen Gesichtspunkten betrachte, kann es mich geradezu rühren, dass sie den Mut aufbringen, mit mir unter vier Augen Fraktur zu besprechen. Schließlich sagen sie etwas, was andere aus Gleichgültigkeit oder Scham nie über ihre Lippen bekämen.
Ganz neue Erkenntnisse
Übrigens: Es geht nicht darum, den Freund oder die Freundin dazu zu verdonnern, lediglich meine Schattenseiten aufzuzählen. Unsere Beobachter sollen auch verraten, was ihnen an uns gefällt. Erhellend kann es auch sein, von Freunden zu erfahren, wie sie unsere letzte Partnerschaft und unsere Trennungsphase wahrgenommen haben. Was sie sagen, wirkt womöglich schmerzhaft, aber ihre Beobachtungen helfen uns, unsere eigene Persönlichkeit besser einzuschätzen und unsere Bedürfnisse zu erkennen.
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hmm naja, kann vielleicht klappen, wenn man freunde hat, die sehr objektiv sind und ehrlich. allerdings gibt es auch leute, die haben freunde, die an deren intelligenzgrad angepasst sind, und die merken dann nicht, wenn sich der freund einfach nur daneben benimmt. nennt man dann blödbrötchen-gruppendynamik.
naja aber man kanns ja probieren. mfg