Liebe ART

Sprechen.  Verstehen.  Beziehung schaffen.
Dialog, der Partner schafft.
In jeder Beziehung.



Dialog-Beratung in Text und Gespräch. Themen: Persönlichkeit, Privatleben, Karriere.

Eigene Stärke finden lassen

Auf Suche nach den eigenen Stärken: Schweizer Professor hilft, sie zu finden.Wenn’s um Kontakte zu Psychologen geht,
liegt zwar oft ein Problem in der Luft. Aber
es gibt auch Psychologen, die sich vor allem
für die unproblematischen Seiten des
Menschen interessieren. Sie suchen nach
Stärken und wollen sie zum Einsatz bringen.
Wer nun bei sich selbst nach vielleicht noch
gar nicht so recht registrierten
Stärkepotenzialen suchen lassen möchte,
lese weiter.

Anziehung kann trainiert werden

Willibald Ruch heißt der Mann, der sich auf Suche nach menschlichen Stärken macht. Er ist Psychologieprofessor und gilt als Experte der Gelotologie. Letzteres ist die Wissenschaft, die nach den Auswirkungen des Lachens forscht. Humor ist übrigens nicht nur eine Eigenschaft, die Menschen anziehend macht, sie kann nach Aussage Willibald Ruchs auch trainiert werden.

Ruch arbeitet an der Uni Zürich, und die ist das europäische Zentrum der Positiven Psychologie. Dabei handelt es sich um eine junge Wissenschaft, die seit gut zehn Jahren die guten Aspekte des menschlichen Miteinanders erforscht. Sie stellt zentrale Lebensthemen wie Glück, Optimismus, Vertrauen und Solidarität in den Vordergrund.

Hier können Sie profitieren

Willibad Ruch bietet nun erstmals eine Reihe von Fragebögen der Positiven Psychologie online an. Wer sie ausfüllt, unterstützt nicht nur die Arbeit der Uni Zürich, sondern kann auch persönlich davon profitieren. Denn die Teilnahme kostet nichts, und jeder, der sich beteiligt, erhält sofort nach dem vollständigen Bearbeiten der Fragebögen eine Rückmeldung über seine persönlichen Ergebnisse.

Und hier geht’s zum Fragebogen.

Außerdem: Die Uni Zürich versichert: Die eingegebenen Daten „werden in keiner Weise an Fremde weitergegeben oder für kommerzielle Zwecke genutzt.“

Das findet der Mann gar nicht lustig

Seit 27 Jahren erforscht Ruch die heitere Seite des Menschen. Der österreichische Kurier nennt ihn „Europas führenden Humorspezialisten“. „Humor ist wichtig für die Erforschung der Persönlichkeit, den Umgang mit Stress, Schmerzen und Gesundheit,“ sagt der Wissenschaftler. Ein Allheilmittel sei er jedoch leider nicht. Dass dem Lachen nachgesagt wird, es senke den Blutdruck und verhindere Herzinfarkt, findet er überhaupt nicht lustig. „Dafür gibt es keine Belege, weil es gar nicht erforscht wurde. Es wird eine Menge Pseudowissenschaft verbreitet“, sagt Ruch. Aber Lachen senke den Blutdruck, jedoch nur für eine Sekunde.

Nicht mehr hemmungslos

Der Lauf des Lebens scheint Menschen das Lachen zu verderben. Jedenfalls sind es vor allem Kinder, die es noch schaffen, hemmungslos zu lachen. Der österreichische “Kurier” zitiert die Neurologin Barbara Wild, denn sie weiß, warum das so ist. Sie hat ein Hirnareal entdeckt, das wie ein Schalter funktioniert. Es entscheidet, ob Menschen etwas lustig finden oder nicht und gibt den Startschuss zum Lachen. „Überraschend bei dieser Funktion ist,“ sagt Willibald Ruch, „dass sie das Lachen nicht einschaltet, wenn wir etwas lustig finden, sondern dessen Unterdrückung ausschaltet.” Das heißt, Menschen sind ständig damit beschäftigt, ihre Mimik im Griff zu behalten. Nur Kinder schaffen das noch nicht so professionell.

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