Zärtlichkeit statt Opium
Beim Austausch von Zärtlichkeiten,
beim Stillen, bei der Geburt und nicht
zuletzt beim Orgasmus passiert etwas,
was mit der Wirkung von Opium
vergleichbar ist.
Der Stoff, der Vertrauen schafft
Dies zeigt eine Studie des Neuroökonomen Paul Zak von der kalifornischen Claremont Graduate Universität. Der Forscher hat festgestellt, dass der Mensch in den genannten Situationen das Hormon Oxytocin ausschüttet. Grundsätzlich bedeute dies, so Zak, das Menschen besonders großzügig werden. Er glaubt, dass dieses Hormon das Vertrauen in andere Menschen stärkt.
Kleinkinder produzieren Oxytocin nach dem Stillen, um gut einschlafen zu können. Ähnlich schläfrig werden Menschen nach einem Orgasmus, denn auch hier spielt das Hormon eine Rolle.
Der Nasentest
Im Rahmen seiner Forschung machte Paul Zak (links) Versuche zum Thema Geldverleihen beziehungsweise Geldverschenken. Dabei stellte sich heraus, dass jene Personen, die vor dem Test Oxytocin in die Nase gesprüht bekamen, sich durchweg großzügiger verhielten als die anderen. Außerdem zeigten sie sich freundlicher im Umgang mit den anderen Testpersonen. Daher geht Zak davon aus, dass Oxytocin Menschen dazu bringt, sich stärker in andere einzufühlen und somit deren Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft stärkt.
Doch was der kalifornische Forscher entdeckt hat, ist nicht das einzige Werkzeug, das Menschen haben, um Einfühlungsvermögen zeigen zu können. Ein weiteres gibt es hier.
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